Im Fokus: Zell- und Gentherapie

Sachsen als Gastgeber der diesjährigen BIO-Europe hat sich als wichtiger Akteur bei Zell- und Gentherapien etabliert. Der Life Sciences-Standort ist nationales Leistungszentrum in diesem Bereich und überzeugt mit innovativen Unternehmen und Netzwerken auch international.

Zell- und Gentherapien verändern die Bekämpfung bislang unheilbarer Erkrankungen grundlegend und haben großes Potential für die biopharmazeutische Industrie. Am Life Sciences-Standort Sachsen arbeiten innovative Unternehmen und Netzwerke an neuen Lösungen und setzen dabei auf branchenübergreifende Zusammenarbeit.

Neuartige Therapieansätze

Um eine Forschungs- und Industrieplattform für personalisierte und lebende Arzneimittel zu etablieren, haben sich Wissenschaftler der TU Dresden, der Universität Leipzig und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI mit den Kliniken in Leipzig, Dresden und Chemnitz und regionalen Industriepartnern im Netzwerk „SaxoCell“ zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Herstellung und Anwendung von spezialisierten Zellen mit genau definierten Funktionen flexibel und kostengünstig zu realisieren. Zu den bisherigen Erfolgen zählt die Entwicklung von Krebsimmuntherapien auf Basis gentechnologisch veränderter T-Zellen, der sogenannten CAR-T-Zell-Therapien, deren klinische Erprobung durch SaxoCell-Partnerinstitute und -kliniken erfolgt.

Neuartige Therapieansätze verfolgt beispielsweise auch die denovoMATRIX GmbH. Sie entwickelt biomimetische Beschichtungen für die Kultivierung menschlicher Stammzellen. Dabei liegt der Fokus auf der Bereitstellung von Kulturbedingungen für Stamm- und Primärzellen, die eine natürliche Umgebung des menschlichen Körpers imitieren. Die Dewpoint Therapeutics GmbH ist spezialisiert auf sogenannte biomolekulare Kondensate und neuartige Therapien, die auf Proteintröpfchen-Forschungen beruhen und unter anderem bei der Krebsbehandlung Anwendung finden.

Internationale Kooperationen

Die Innate Repair Saxony GmbH – eine Ausgründung der Transcampus-Initiative zwischen TU Dresden und Londoner King’s College – arbeitet mit dem Londoner Standort an neuen Ansätzen bei der Behandlung von Diabetes und Krebs. Mit dem Mechanismus der sogenannten STAT3-Ser/Hes3-Signalachse wollen die Forscher die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken.

Die Leipziger Vita 34 AG, die führende Zellbank Europas und die drittgrößte der Welt, hat sich kürzlich mit der polnischen Stammzellbank PBKM, der größten privaten Stammzellbank in Europa, zusammengeschlossen. Im neuen Verbund soll das enorme Potential in den expandierenden Geschäftsbereichen Zell- und Gentherapien ausgeschöpft werden.

Die verschiedenen Ansätze und beispielhaft genannten Akteure unterstreichen die Innovationsstärke des Standorts. Zahlreiche weitere Firmen werden auf der BIO-Europe in Leipzig präsent sein. Für Unternehmen und Investoren gibt es somit zahlreiche Anknüpfungspunkte. Dabei unterstützt die Wirtschaftsförderung Sachsen gern dabei, interessierte Teilnehmer mit den richtigen Partnern zusammenzubringen. Ausführlichere Informationen unter www.business-saxony.com/bioeurope.

Kontakt

Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS)
Tel.: +49 (351) 2138-0
info@wfs.saxony.de
www.standort-sachsen.de

Milliarden-Spin-off von Numab geht an Johnson&Johnson

Die Schweizer Numab AG verkauft ihren Phase-I bispezifischen Antikörper NM26 über ein Spin-off (Yellow Jersey Therapeutics) zu 100% und für 1,25 Mrd. US-Dollar an Johnson & Johnson. Der mit dem japanischen Kooperationspartner Kaken Pharma entwickelte Antikörper gegen IL4Ra und IL31 wird in der atopischen Dermatitis erprobt. Auch Anteilseigner HBM Ventures profitiert.

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