InfanDx AG erweitert Serie A-Finanzierung

Der Kölner Neonataltest-Entwickler InfanDx AG hat in einer überzeichneten zweiten Tranche seine Erstrundenfinanzierung von 4 Mio. Euro auf 6 Mio. Euro aufgestockt.

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Als Hauptinvestor der 2. Finanzierungstranche agierte der neue Investor FIL Bros. Capital GmbH, ein Investmentvehikel des Unternehmers Tom Schröder. Auch die Investoren der ersten Tranche aus dem Juli 2021 beteiligten sich. Das Geld will das Neonataldiagnostik-Unternehmen mit Sitz in Köln und Boston nutzen, um die Entwicklung seines derzeit klinisch getesteten HypoxE®-Bluttests zur Stoffwechselmarker-gestützten Frühdiagnose der hypoxischen ischämischen Enzephalopathie (HIE) voranzutreiben. Die für den HypoxE®-Bluttests verwendeten Biomarker wurden bereits in der in der Türkei durchgeführten prospektiven Längsschnittkohortenstudie AAMBI klinisch vorvalidiert und sollen bis Ende März in der BANON-Studie verifiziert werden.

Noch in diesem Jahr will dies von Ex-Adrenomed-COO Dr. Achim Plum geleitete InfanDx AG das Biomarker-Panel und den dazugehörigen Ki-gestützten Interpretationsalgorithmus validieren, Prototypen des HypoxE®-Tests für  Labor- und Vor-Ort-Test-Anwendungen vorstellen, eine cloudbasierte Interpretationssoftware zur Unterstützung klinischer Entscheidungen bei HIE entwickeln und mit zulassungsrelevanten klinischen Studien des Tests in den USA beginnen. Diese sollen durch eine Serie-B-Runde finanziert werden, die auch die Produkteinführung in Europa ermöglichen soll.

Der Test soll in den ersten Stunden nach der Geburt eine verlässliche Diagnose der durch Sauerstoffmangel bei der Geburt (perinatale Asphyxie) induzierten hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie (HIE) eröffnen. Dauerhafte Hirnschäden infolge HIE lassen sich nach Unternehmensangaben durch eine neuroprotektive Absenkung der Körpertemperatur (Hypothermiebehandlung) innerhalb von sechs Stunden nach der Geburt mildern oder sogar verhindern. Bisher eingesetzte Diagnosemethoden wie der APGAR score oder fetale Blut-pH sind zu unspezifisch, andere Methoden wie aEEG and MRI zu langsam, um eine rechtzeitige Hypothermiebehandlung zu begründen.
 
 
 
 
 

VDGH kritisiert geplante Kostensenkung

Den Beschluss des Bewertungsausschusses zur Vergütung labormedizinischer Leistungen, die Vergütung von IVD-Tests vom 1. Januar 2025 um bis zu 70% zu senken, hat der Diagnostikverband VDGH als „existenzgefährdend für die mittelständisch geprägte Diagnostikbranche“ kritisiert.

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