MIG Capital schließt BioNTech-Kapitel und geht neue Wege

Die MIG Capital AG berichtete über das Geschäftsjahr der von ihr verwalteten MIG Fonds und vermeldet dabei, dass im abgelaufenen Jahr insgesamt 172,5 Mio. Euro aus Beteiligungsveräußerungen an MIG-Anleger ausgeschüttet wurden. Derzeit wird Beteiligungskapital für Fonds 17 gesucht, der etwa 160 Mio. Euro groß werden soll.

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Zu dieser starken Performance trug letztmalig BioNTech, aber auch der erfolgreiche Verkauf des Beteiligungsunternehmens Hemovent an MicroPort Surgical zu einem Gesamtpreis von bis zu 123 Mio. Euro bei. Die Ausschüttungen seit Gründung des ersten MIG Fonds erhöhten sich nach Unternehmensangaben damit auf rund 1,1 Mrd. Euro. Bisher hat die Investmentgesellschaft 16 Fonds aufgelegt und finanziert bekommen, zwei davon sind bereits stillgelegt worden, in den anderen finden sich in vielfältiger, komplexer Aufsplitterung Unternehmensanteile von derzeit 30 Firmen. Fonds 16 schloss mit der internen Rekordsumme von 160 Mio. Euro, etwa die gleiche Höhe wird für den frisch aufgelegten Fonds 17 angestrebt, für den nun die Werbetrommel gerührt werden soll.

Die Mainzer BioNTech, bei der MIG durch einen frühen Einstieg mit einer zweistelligen Millionensumme eine rekordverdächtige Vervielfältigung auf ausgeschüttete rund 750 Mio. Euro erzielte, gehört nun laut Ausweis der Homepage und Geschäftsberichte nicht mehr zum Portfolio. Das Kapitel scheint – äußert erfolgreich – abgeschlossen zu sein. So erläutert es auch Michael Motschmann, Managing Partner der MIG Capital AG: „Aufgrund der starken Performance unseres Portfolios konnten sich die Anleger mehrerer MIG Fonds erneut über erhebliche Ausschüttungen freuen. Dazu hat die Veräußerung unserer Beteiligung an BioNTech wesentlich beigetragen. Zahlreiche MIG-Anleger waren über MIG Fonds an dem epochalen Erfolg dieses Unternehmens beteiligt und gehörten zu den Erstinvestoren von BioNTech. Erfreulich waren auch die Fortschritte in unserem Portfolio mit zahlreichen operativen Meilensteinen, erfolgreichen Exits und vielversprechenden neuen Beteiligungen. Wir sind daher zuversichtlich, unseren Wachstumskurs auch 2022 fortsetzen zu können.“

Bereits 2021 startete MIG die Operation "Zukunft – ohne BioNTech" mit vier Neuinvestitionen: Zadient Technologies, Creative Balloons, iOmx therapeutixs, Mimi Hearing. Mit diesen Neuinvestitionen und zusammen mit Nachfinanzierungen in das bestehende Portfolio investierten die MIG Fonds im Geschäftsjahr 2021 insgesamt rund 55 Mio. Euro (Vorjahr 46 Mio. Euro). Die MIG-Portfoliounternehmen erhielten 2021 von den MIG Fonds und ihren Co-Investoren Mittel mit einem Gesamtvolumen von rund 275 Mio. Euro (Vorjahr 170 Mio. Euro). Michael Motschmann blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir sehen 2022 einen starken Deal-flow und bleiben unserem strategischen Fokus auf junge Innovationsführer mit bahnbrechenden Produkten auf der Grundlage von Spitzentechnologie und überzeugendem Management treu. Unsere Erfahrung mit dem Unicorn BioNTech und anderen erfolgreichen Unternehmen aus unserem Portfolio zeigt, dass konvergente Geschäftsmodelle, die zwei oder mehr unabhängige Technologien zu etwas wirklich Innovativem vereinen, der Schlüssel zu erfolgreichen Investitionsentscheidungen sind."

MIG war bisher in rund 60 Unternehmen investiert, die aktuellen 30 Portfoliounternehmen umspannen die Bereiche Biopharmazeutika, künstliche Intelligenz/maschinelles Lernen, Quantencomputertechnologien, Digitalisierung/IoT, Präzisionsmedizin und Digital Health.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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