Studie zum Laborimmobilienmarkt in Deutschland

Die Immobilienentwickler von Cushman & Wakefield haben in ihrem Life Science Report 2022 die Transaktionen bei Laborgebäuden unter die Lupe genommen und stellen reichlich Bewegung in einem kleinen Nischenmarkt der Spezialimmobilien fest. Der Markt konzentriere sich auf fünf Schwerpunktregionen.

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Der neue Report von Cushman & Wakefield zum Thema Life-Science-Immobilien beschreibt eine kleine, aber für Investoren zunehmend interessante Immobilienklasse und setzt dabei ganz grundsätzlich bei Begriffserklärungen an, um dann zum Transaktionsmarkt im Jahresvergleich und dem Vermietungsvolumen im Besonderen zu kommen. Der Immobilienbedarf der Life-Science-Branche richte sich nach Beoachtung der Real-Estate-Experten auf unterschiedliche Immobilientypen. Die Headquarters von Life-Science-Unternehmen werden häufig im Stadtzentrum angesiedelt und können anspruchsvolle Büroimmobilien sein. Verwaltung, Back-Office sowie Laborflächen hingegen liegen eher in Gewerbe- oder Industriearealen am Stadtrand. Andere Standorte befänden sich in Technologieparks, in der Nähe von Bildungseinrichtungen oder in kleinen deutschen Universitätsstädten. Doch die wachsende Bedeutung von Life Sciences wirke sich auch auf den Immobilienmarkt immer stärker aus. Life-Science-Immobilien haben sich nach der Erhebung zu einer Investmentnische entwickelt, die langfristigen Makroperspektiven folgt, wie zum Beispiel Studentenwohnen, Pflegeimmobilien oder Datenzentren. „Mehrere große und global agierende Investoren planen den Einstieg oder Zukäufe in diesem Segment“, erklärt Simon Jeschioro, Head of Investment Advisory bei Cushman & Wakefield.

Zu den bedeutendsten Clustern zählen nach Cushman & Wakefield die Metropolregionen München, Berlin, Hamburg und das Rhein-Main-Gebiet. Aber auch Städte wie Heidelberg mit dem Rhein-Neckar-Kreis, Tübingen und Freiburg, die Regionen Leipzig und Dresden seien spürbare Immobilienschwerpunkte im Laborbereich. Im Zeitraum 2017 bis 2021 lag das deutschlandweite Transaktionsvolumen mit Life-Science-Immobilien bei durchschnittlich rund 700 Mio. Euro pro Jahr. Der Anteil am gesamten Bürotransaktionsvolumen betrug damit zwar durchschnittlich nur 2,4 Prozent, an einzelnen Schwerpunktstandorten wie München ist dieser Anteil mit rund 5% aber deutlich überdurchschnittlich und damit allgemein spürbar. Der Großteil des Transaktionsumsatzes (74 Prozent) entfiel laut Report auf die Top-5-Märkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. München habe in den vergangenen drei Jahren ein Transaktionsvolumen von 250–300 Mio. Euro verzeichnet, und damit einen Großteil auf diese Region vereint. „Aufgrund der guten Wachstumsaussichten gerät Life Science immer stärker in den Fokus der Immobilieninvestoren und das trotz des limitierten Angebots“, kommentierte Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany bei Cushman & Wakefield den eigenen Report.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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