Ärger im Mainzer Bauausschuss: Verzögerung des Biotech-Campus?

Beim Bau des ersten Gebäudes für den Biotech-Campus in Mainz gibt es Ärger. Der Bau- und Sanierungsausschuss verweigert die Zustimmung, weil in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses eine Studie zum Luftstrom nicht vorgelegt wurde.

ANZEIGE

Eigentlich hätte das Gremium seine Zustimmung zur Errichtung eines ersten Büro- und Laborgebäudes geben sollen, berichtet die Mainzer Allgemeine Zeitung. Doch die sitzungsleitende Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) verärgerte die Mitglieder durch die Nichtvorlage einer ausführlichen Studie zur Auswirkung auf die Luftströmungen durch die Hochbauten. Ihr Argument eines datenschutzrechtlichen Vorbehaltes zur Weitergabe kassierte sie laut Zeitungsbericht zerknirscht selbst nach der Sitzung.

Etwas betröppelt stehen nun sowohl die Planer da, die durchaus willige Koalition der Stadtregierung und auch Vertreter der Oppositionsparteien, die dem Aufbau des Biotechnologie-Campus im Prinzip wohlgesonnen sind – wenn denn die schon bekannte Kaltluftschneise sowie die Umweltvorgaben bezüglich der Feldhamsterkolonie berücksichtig werden. Der eingereichte Bauplan hätte eigentlich gegenüber der ursprünglichen Planung zwar etwa drei Meter mehr Luftraum beansprucht, dafür aber nur mehr die Hälfte der Fläche, und auch die Luftströmung sollte an dem schlankeren Turm sogar besser vorbeifließen als ursprünglich berechnet. All diese Angaben werden nun wohl in einer Sondersitzung möglicherweise direkt vor dem Stadtrat am 22. März erneut beraten und dann rasch entschieden werden müssen, um den entstandenen Imageschaden einer Ablehnung zu reparieren.

Update 17.3.: in einer kurzftistig angesetzten neuen Sitzung scheint der Bauausschuss nun doch beim zweiten Anlauf die Genehmigung für den ersten Hochbau erteilt zu haben.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

SIE MÖCHTEN KEINE INFORMATION VERPASSEN?

Abonnieren Sie hier unseren Newsletter