Ariceum erhöht Serie A-Finanzierung auf 48 Mio. Euro

Die Berliner Ariceum Therapeutics meldet die Erweiterung der Serie A-Finanzierung auf 47,75 Mio. Euro, womit die radiopharmazeutisch-klinische Pipeline vorangetrieben werden soll. Neue Investoren sind Andera Partners und Earlybird Venture Capital, die sich Altinvestor Pureos Bioventures sowie EQT Life Sciences (ehm. LSP) anschließen und weitere 22 Mio. Euro mitbringen.

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Ariceum Therapeutics, ein Berliner Biotech-Unternehmen am Campus Berlin-Buch, das radiopharmazeutische Produkte für die Diagnose und Behandlung bestimmter schwer behandelbarer Krebsarten entwickelt, gab heute den erfolgreichen Abschluss einer Erweiterungsfinanzierung der Serie A bekannt, mit der weitere 22,75 Mio. Euro zu der im Juni 2022 angekündigten Serie-A-Finanzierung in Höhe von 25 Mio. Euro hinzugewonnen werden konnten. Die Finanzierung wurde von den neuen Investoren Andera Partners und Earlybird Venture Capital geleitet, mit Beteiligung des bestehenden Investors Pureos Bioventures, der damit seine ursprüngliche Investition in das Unternehmen verdoppelt hat.

Ariceum will den Erlös aus der Finanzierung verwenden, um seine klinische Pipeline voranzutreiben und das Unternehmen weiter auszubauen, wobei der Schwerpunkt auf dem Hauptprodukt und proprietären Peptidderivat Satoreotid sowie auf dem Aufbau einer Pipeline mit weiteren Projekten liegt. Satoreotid ist ein radiopharmazeutisches Medikament und ein Antagonist des Somatostatin-Typ-2-Rezeptors (SST2), der bei vielen Krebsarten überexprimiert wird, darunter auch bei bestimmten neuroendokrinen und anderen aggressiven, schwer zu behandelnden Krebsarten mit schlechter Prognose wie dem kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC). Ariceum hat sich zum Ziel gesetzt, Satoreotid als ‚Theranostikum‘ sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung von Tumoren, die den SST2-Rezeptor exprimieren, einzusetzen. Schon der erste Teil dieser Finanzierungsrunde war für den deutschen Biotechnologiesektor bemerkenswert und führte im vergangenen Sommer zu einem |transkript-Interview als "Start-up der Woche".

Obwohl sich Satoreotid in der frühen klinischen Entwicklung befindet, wurde es bisher schon mehr als 100 Patienten in verschiedenen Indikationen unter individuellen Heilungsversuchen (compassionate use) verabreicht. Manfred Rüdiger, PhD, Chief Executive Officer von Ariceum Therapeutics, sagte: "Da wir bei Ariceum weiterhin vielversprechende Fortschritte machen, werden die neuen Mittel es uns ermöglichen, unsere klinische Pipeline für Diagnose, Überwachung und Präzisionsbehandlungen voranzutreiben, um das Leben derjenigen zu verbessern, die mit sehr schwierigen Krebserkrankungen zu kämpfen haben. Die zusätzliche Investition ist eine starke Bestätigung für unser Produkt zur gezielten Strahlentherapie und spiegelt die Möglichkeiten wider, die radiopharmazeutische Arzneimittel bei der Visualisierung und Behandlung von Krebs bieten."

Olivier Litzka, PhD, Partner bei der französischen Venturekapitalfirma Andera Partners mit Sitz in München, kommentierte: „Bei Andera beobachten wir den Bereich der Radiopharmazie schon seit einiger Zeit und haben nach einer Möglichkeit gesucht, ein vielversprechendes Projekt zu fördern. Wir begrüßen es daher sehr, das talentierte und erfahrene Team von Ariceum bei einem ersten klinischen Projekt mit Fokus auf einer so wichtigen Indikation wie kleinzelligem Lungenkrebs unterstützen zu können. Außerdem freuen wir uns, dieses deutsche Biotech-Unternehmen bei seinem ambitionierten Vorhaben zu begleiten, durch Deals und Partnerschaften eine Pipeline von Radiopharmazie-Projekten aufzubauen. Wir schließen uns zudem einem bereits hochkarätig besetzten Vorstand und starken europäischen VCs an. Wir sind überzeugt, dass dies eine solide Grundlage für den Aufbau eines führenden Biotech-Unternehmens im Bereich der Radiopharmazie ist.“

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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