Bind-X sichert sich 10 Mio. Euro in Serie B-Finanzierung

Die Martinsrieder Bind-X GmbH hat eine zweite Finanzierungsrunde über 10 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen. Die Mittel wurden von Investoren aus dem In- und Ausland (HG Ventures, K&K 1, Saxovent, Greeneering Invest) bereitgestellt und sollen die Produktentwicklung in der industriellen Biotechnologie beschleunigen.

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Der "Bindungsspezialist" Bind-X aus dem Gründerzentrum IZB in Martinsried erhält in seiner Serie-B-Finanzierungsrunde 10 Mio. Euro von nationalen und internationalen Investoren (HTGF, HG Ventures, K&K 1, Saxovent, Greeneering Invest). „Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Bind-X und darauf, dieses Expertenteam in wichtigen Innovationsbereichen und bei der Entwicklung neuer Produktanwendungen zu unterstützen“, sagt John Glushik, Managing Director von HG Ventures, dem Corporate Venture Arm der Heritage Group mit Sitz in Indianapolis, USA.

Mit der Technologieplattform Bind-Tech® will das Start-up, das früher unter dem Namen Dust Biosolutions firmierte, ganze Industrien nachhaltiger und effizienter machen. Durch den Einsatz innovativer "Bindemittel" sparen Kunden nach Angaben von Bind-X bereits heute Megatonnen CO2 ein.

Bind-X hat eine Technologie entwickelt, die auf mikrobiologisch induzierter Kalzitfällung basiert. Dabei handelt es sich um einen biogeochemischen Prozess, der zur Ausfällung von Kalziumkarbonat in der Bodenmatrix führt. Die Biomineralisation in Form der Ausfällung von Kalziumkarbonat hat sich auf natürliche Weise entwickelt und kann über Millionen von Jahren zurückverfolgt werden. Mikroorganismen im Boden fällen Kalziumkarbonat aus, das als Kristallisationskeim dient und eine dreidimensionale Verfestigung der Partikel bewirkt.

Mit dieser Methode hat sich das Unternehmen ganz unterschiedliche Produkte einfallen lassen, die bereits in großem Maßstab in der Praxis erprobt und angepasst wurden: Zum einen dient die Methode einer "Grenzschicht" im Boden dem alternativen Unkrautmanagement in der Landwirtschaft (nur tief wurzelnde Pflanzen gelangen an ihre Nährstoffe, das Wachstum von Unkraut wird stark unterdrückt), zum anderen kann eine "ökologische Staubunterdrückung" im Bergbau die Auswirkungen der staubigen Umgebung verringern (indem der Boden von LKW-Fahrspuren eine höhere Festigkeit erhält) oder auch zur Reduktion von Bitumen im Straßenbau eingesetzt werden.

"Wir sind begeistert über das große Interesse an unserer Serie B-Finanzierungsrunde und dankbar für das Vertrauen, das sowohl unsere Bestandsgesellschafter (HTGF und Vantage Value) als auch neue Investoren in Bind-X setzen", sagte Martin Spitznagel, Gründer und CEO. "Diese Finanzierung wird es uns ermöglichen, unsere globale Expansion weiter voranzutreiben, unsere Produktionskapazitäten entsprechend zu steigern und unser Team an mittlerweile drei internationalen Standorten weiter auszubauen."

Am Gesundheitsstandort Martinsried ist Bind-X ein Exot, die Internationalisierung ist daher ein wichtiger Treiber der Geschäftsentwicklung. Neben einem zweiten Standbein in Südafrika wird nun noch ein dritter Standort in den USA aufgebaut. Trotzdem ist man auch im IZB stolz auf die Finanzierung in schwierigen Zeiten: "Ich bin sicher, dass Bind-X seine revolutionäre Technologie weiter im Markt platzieren und seine Vision vorantreiben wird, die Nachhaltigkeit und Rentabilität von Industrien durch die Optimierung, Anpassung und Industrialisierung biotechnologischer Prozesse zu verbessern“, so Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums Biotechnologie in Martinsried bei München. 

©|transkript.de/gkä

VDGH kritisiert geplante Kostensenkung

Den Beschluss des Bewertungsausschusses zur Vergütung labormedizinischer Leistungen, die Vergütung von IVD-Tests vom 1. Januar 2025 um bis zu 70% zu senken, hat der Diagnostikverband VDGH als „existenzgefährdend für die mittelständisch geprägte Diagnostikbranche“ kritisiert.

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