20 Jahre LISAvienna

Die Wiener Life Sciences Clusterplattform LISAvienna feiert im Herbst 20-jähriges Jubiläum und damit die regionale Life-Sciences-Branche. Den Medtech-Sektor unterstützt die 2002 gegründete Arbeitsgemeinschaft seit 2009 mit viel Erfolg.

In 20 Jahren führte LISAvienna über 1.950 Beratungsgespräche und die Nachfrage nach diesem kostenlosen Service steigt, denn die Life-Sciences-Branche in Wien wächst. Die letzten Analysen verweisen auf mehr als 250 Medtech-Unternehmen in der Stadt, die mit 9.120 Beschäftigten im Jahr 2020 rund 3,8 Mrd. Euro Umsatz erzielten. LISAvienna unterstützt im Auftrag der österreichischen Bundesförderbank Austria Wirtschaftsservice und der Wirtschaftsagentur Wien insbesondere die innovativen Unternehmen. Bei der Geburtstagsfeier am 27. September und auf der Regulatory-Konferenz für Medizinprodukte und In-Vitro Diagnostika am 13. Oktober wird es Gelegenheiten geben, mit der Branche in Kontakt zu treten. Investoren und Großunternehmen sind zudem eingeladen, einen Termin für einen individuellen Partnering-Tag zu vereinbaren, um Start-ups kennenzulernen. Einblicke ins aktuelle Geschehen bietet LISAvienna regelmäßig mit einem Newsletter und über LinkedIn und Twitter.

In Wien gründen und wachsen
Dass Wien mehr kann als eine attraktive Reisedestination und eine tolle Stadt zum Leben zu sein, weiß man im Biotech- und Pharma-Sektor längst. Boehringer Ingelheim, Octapharma und Takeda produzieren und wachsen hier, Valnevas COVID-19-Impfstoff wurde vom Wiener Team mitentwickelt und es gibt einige international beachtete IPOs, Übernahmen und Lizenzverträge. Dazu zählen die Deals von Allcyte mit Exscientia, Origimm und Sanofi, PhagoMed und BioNTech, Proxygen mit Merck und Themis Bioscience mit MSD oder die Börsengänge von HOOKIPA Pharma und Marinomed. Der Medtech-Bereich zieht mit Erfolgsgeschichten nach. Neben Dedalus, Ottobock oder Roche existieren in Wien auch in diesem Sektor interessante Start-ups, die mithilfe von Deep-Tech-Förderungen aufgebaut werden. Mit neuen Imaging-Lösungen waren bei der ECR2022 besonders contextflow, Image Biopsy Lab und piur imaging sichtbar. Zusätzlich sorgt die TU Wien mit 3D-Druck-Spin-offs wie Lithoz, Cubicure oder UpNano regelmäßig für Innovationssprünge.

Digital-Health-Schwerpunkt
Von 2014 bis 2020 verdreifachte sich in Wien die Zahl der Digital-Health-Unternehmen. Der Digital-Health-Innovation-Schwerpunkt im aws Seedfinancing Deep-Tech-Programm trägt der Dynamik Rechnung und unterstützt aussichtsreiche Geschäftsideen mit bis zu 115.000 Euro. Im Fokus stehen Innovationen rund um die elektronische Patientenakte, Telemedizin, Automatisierungslösungen, Selbstbehandlung mit Hilfe von Wearables und Social Media, der Fitness-Bereich sowie datengetriebene IoT-, Big-Data- oder KI-Ansätze. Damit neue digitale Technologien so gestaltet werden, dass sie zentrale gesellschaftliche Werte und die Menschenrechte bewusst beachten und diskriminierungsfrei das tun, was sie sollen, sind in Wien zudem erste Förderprogramme für Digitalen Humanismus angelaufen. Gleichzeitig testet Österreich Maßnahmen, um das innovationsfördernde Potential der öffentlichen Beschaffung zu nutzen: 2021 wurde eine Ausschreibung im Digital-Health-Bereich umgesetzt – LISAvienna war als Partner involviert.

Kontakt
LISAvienna
Johannes Sarx und Philipp Hainzl
office@LISAvienna.at
www.LISAvienna.at

Milliarden-Spin-off von Numab geht an Johnson&Johnson

Die Schweizer Numab AG verkauft ihren Phase-I bispezifischen Antikörper NM26 über ein Spin-off (Yellow Jersey Therapeutics) zu 100% und für 1,25 Mrd. US-Dollar an Johnson & Johnson. Der mit dem japanischen Kooperationspartner Kaken Pharma entwickelte Antikörper gegen IL4Ra und IL31 wird in der atopischen Dermatitis erprobt. Auch Anteilseigner HBM Ventures profitiert.

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