Else Kröner Professur verbindet Materialforschung und Elektronik mit Medizin

Anfang Juni hat Ivan R. Minev die Else Kröner Professur für Electronic Tissue Technologies an der Technischen Universität Dresden übernommen. Die Professur wurde gemeinsam vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) und dem Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit (EKFZ-DG) neu eingerichtet.

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Minev gilt als einer der führenden Forscher auf dem Gebiet bioelektronischer Implantatsysteme und war zuvor seit Ende 2019 an der Universität Sheffield in Großbritannien tätig. In seiner wissenschaftlichen Arbeit verbindet er die Materialforschung und Elektronik mit Medizin und Biologie. Sein Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren, Materialwissenschaftlern und Medizinern zu intensivieren, um gemeinsam neue Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten für eine Vielzahl von Erkrankungen zu entwickeln.

„Ziel meiner Forschung ist es, Materialien zu entwickeln, die elektrisch leitfähig und biologisch aktiv sind, sodass sie mit Zellen und umgebendem Gewebe interagieren und Informationen übertragen können. Diese Materialien sollen in implantierbaren Geräten eingesetzt werden und so eine kontinuierliche Überwachung und gezielte Behandlung von Krankheiten ermöglichen. Ich möchte elektronische und biologische Systeme verschmelzen, um neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Epilepsie besser behandeln zu können.“, erklärt Minev.

Vor der Professur für Intelligent Healthcare Technologies an der Universität Sheffield im Department of Automatic Control and Systems Engineering (ACSE) war er von 2016 bis 2019 als Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum BIOTEC der Technischen Universität Dresden tätig. Von 2012 bis 2016 war er Postdoc am Zentrum für Neuroprothetik des Swiss Federal Institute of Technology in Lausanne (EPFL) und widmete sich dort der Entwicklung weicher Implantate für das Nervensystem.

Das Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit (EKFZ-DG) an der TU Dresden wurde im September 2019 gegründet. Es wird mit einer Fördersumme von 40 Millionen Euro für eine Laufzeit von zehn Jahren von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung gefördert. Das Zentrum konzentriert seine Forschungsaktivitäten auf innovative, medizinische und digitale Technologien an der direkten Schnittstelle zu den Patienten. Das Ziel ist dabei, eine neue Generation von Ärzten mit umfassenden technischen Kenntnissen und Fähigkeiten zu fördern und umgekehrt Ingenieure mit einem umfassenden Verständnis für die Bedürfnisse von Medizinern und Patienten auszustatten.

VDGH kritisiert geplante Kostensenkung

Den Beschluss des Bewertungsausschusses zur Vergütung labormedizinischer Leistungen, die Vergütung von IVD-Tests vom 1. Januar 2025 um bis zu 70% zu senken, hat der Diagnostikverband VDGH als „existenzgefährdend für die mittelständisch geprägte Diagnostikbranche“ kritisiert.

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