Motor für Forschung

Ob digitale Transformation, neue Materialien oder Sensorik – das FH OÖ TIMed Center treibt in Oberösterreich innovative Forschungsprojekte mit der Wirtschaft voran. Mit Erfolg.

ANZEIGE

Medical Engineering, Digital Health, neue Materialien, Sensorik oder Bildgebung – in diesen Bereichen hat die Fachhochschule Oberösterreich in den letzten Jahren immer mehr Forschungsprojekte angestoßen. Dafür wurde an den vier Standorten in Linz, Wels, Hagenberg und Steyr unter dem Dach des Zentrums für technische Innovation in der Medizin (TIMed Center) seit 2017 eine fakultätsübergreifende Infrastruktur etabliert, die insbesondere auf Forschungskooperationen mit Unternehmen der Pharma- oder Medizintechnik sowie anderen akademischen Partnern fokussiert. „Angesichts von großen Herausforderungen wie Digitalisierung, Automatisierung und Miniaturisierung bieten wir Mittelständlern die Chance, sich an praxisnahen innovativen Projekten zu beteiligen“, sagt Thomas Kern, Leiter des TIMed Centers.

Positive Bilanz nach drei Jahren
Ende 2020 lief die erste Förderphase des Zentrums aus, und die Bilanz nach drei Jahren Aufbauarbeit konnte sich sehen lassen: Insgesamt 37 Projekte mit einem Forschungsvolumen von rund 19 Mio. Euro konnten akquiriert werden. „Allein 10 Mio. Euro sind dabei an die Fachhochschule gegangen, ein großer Erfolg für uns“, so Kern, der nun bereits am Konzept für die nächsten Jahre feilt. Für 2021 gab es direkt eine Verlängerung, ab 2022 soll TIMed kontinuierlich weiter ausgebaut werden – und auch hierfür wurden die Fördergelder durch das Bundesland Oberösterreich bereits gesichert. Damit kann die Infrastruktur bis ins Jahr 2025 weiter etabliert und vor allem der akademische Wissenstransfer für Unternehmen ausgebaut werden.

Chirurgische Simulatoren
Zu den laufenden Projekten im Bereich Medizintechnik gehört beispielsweise die Entwicklung von hybriden chirurgischen Simulatoren. „Diese können sowohl in der medizinischen Ausbildung, aber auch im Rahmen der Medizinproduktentwicklung zum Einsatz kommen“, so Kern. Ein anderes Projekt widmet sich neuartigen Magnesiumlegierungen für die additive Fertigung, etwa für die Entwicklung von biodegradierbaren Implantaten. Andere Projekte richten ihr Augenmerk stärker auf Sensorik, etwa im Bereich smarte Textilien. „Hier konnten wir auch mit einigen regionalen Firmen zusammenarbeiten, die wir mit unserer Forschungsarbeit dabei unterstützen, Kompetenzen im Bereich textile Elektroden aufzubauen und so Optionen für diagnostische Produkte im Gesundheitsmarkt zu schaffen.“

Von KI bis Digital Health
Auch die digitale Transformation im Gesundheitswesen steht auf der Agenda – das Portfolio zu Digital Health, digitaler Vernetzung über Digital Twins sowie Künstlicher Intelligenz oder Machine Learning ist breit. Darüber hinaus gibt es starkes Know-how in hochauflösenden Bildgebung. Gerade erst ist ein Paper der Linzer Forschungsgruppe Nano Structuring and Bio-Analytics zur Charakterisierung extrazellulärer Vesikel (EVs) als therapeutische Wirkstoffe in einem internationalen Fachjournal mit Impact-Faktor 25 erschienen. „Das zeigt die hohe wissenschaftliche Relevanz unserer Arbeit“, freut sich Thomas Kern. 

Dieser Text ist in der Herbst-Ausgabe von medtech zwo 2021 erschienen. Das Heft kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Milliarden-Spin-off von Numab geht an Johnson&Johnson

Die Schweizer Numab AG verkauft ihren Phase-I bispezifischen Antikörper NM26 über ein Spin-off (Yellow Jersey Therapeutics) zu 100% und für 1,25 Mrd. US-Dollar an Johnson & Johnson. Der mit dem japanischen Kooperationspartner Kaken Pharma entwickelte Antikörper gegen IL4Ra und IL31 wird in der atopischen Dermatitis erprobt. Auch Anteilseigner HBM Ventures profitiert.

SIE MÖCHTEN KEINE INFORMATION VERPASSEN?

Abonnieren Sie hier unseren Newsletter