PERSONALIA
Foto: Susanne Vondenbusch-Teetz

Experte für Maschinelles Lernen

Karsten Borgwardt kehrt in die Max-Planck-Gesellschaft zurück. Er wird ab Februar neuer Direktor am MPI für Biochemie in Martinsried und übernimmt die Leitung der Abteilung Maschinelles Lernen und Systembiologie.

Derzeit ist Borgwardt ordentlicher Professor für Maschinelles Lernen und Biologie an der ETH in Zürich. Im Jahr 2014 hatte er die Max-Planck-Gesellschaft Richtung Schweiz verlassen. Er trat dort in Basel eine außerordentliche Professur der ETH Zürich im Department Biosysteme an. Drei Jahre später wurde ordentlicher Professor.

Borgwardt, Jahrgang 1980, studierte Biologie in Oxford, München und Canberra. Er promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und wurde nach seiner PostDoc-Zeit in Cambridge Forschungsgruppenleiter für Maschinelles Lernen und Bioinformatik am MPI für biologische Kybernetik und am MPI für Entwicklungsbiologie (nun MPI für Biologie) in Tübingen. An der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen wurde er 2011 zum Professor für Data-Mining in den Lebenswissenschaften im Fachbereich Informatik ernannt.

Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde Borgwardt unter anderem mit dem Alfried Krupp-Förderpreis ausgezeichnet, der mit 1 Mio. Euro dotiert ist, und er erhielt 2014 einen Starting Grant des Schweizer Nationalfonds. Außerdem bringt er umfangreiche Erfahrungen in der Koordinierung von nationalen und internationalen Forschungsprogrammen im Bereich Maschinelles Lernen in der Medizin mit, wie die Personalized Sepsis Study zur Vorhersage von Sepsis. Er gilt als führender Wissenschaftler auf dem Gebiet des Maschinellen Lernens. In Martinsried wird sein Schwerpunkt auf den Gebieten Bioinformatik, Biomarkerentdeckung und personalisierte Medizin liegen.

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