Evotec reiht Kooperation an Kooperation

Nach der Kooperation mit Eli Lilly verkünden die Hamburger nun eine Entwicklungskooperation mit Boehringer Ingelheim im Bereich Augenkrankheiten. In diesem Falle soll die hauseigene iPS-Technologieplattform zum Screening eingesetzt werden.

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Kaum hatte Evotec SE eine Kooperation mit der Pharmafirma Eli Lilly im Bereich Nierenerkrankungen verkündet, folgt schon die nächste Bekanntmachung. Diesmal ist es eine Entwicklungskooperation mit Boehringer Ingelheim in der Ophtalmologie.

In der aktuellen Partnerschaft wird die Evotec-eigene iPS-Technologieplattform eingesetzt. Hierbei kann durch phänotypisches Screening menschlicher iPSC-Zellen ein In-vitro-Modellsystem des interessierenden Organs und dessen besiedelnder Zelltypen durchforstet werden. Dabei unterstützt Evotecs PanOmics-Plattform bei der Charakterisierung der verschiedenen Krankheitsphänotypen bei der anschließenden Validierung die zugrundeliegenden vielversprechenden Targets für potentielle therapeutische Interventionen. Boehringer Ingelheim wird dann mit der Entdeckung und Entwicklung potentieller therapeutischer Kandidaten fortfahren. Neben einer ungenannten Vorabzahlung und einer FTE-basierten Forschungszahlung wird Evotec auch weiterhin von der erfolgreichen Weiterentwicklung der Kandidaten in Form von Meilensteinen und gestaffelten Lizenzgebühren profitieren.

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: "Wir freuen uns, unsere einzigartigen iPSC- und PanOmics-basierten Ansätze zur Behandlung ophthalmologischer Erkrankungen in dieser neuen Partnerschaft mit Boehringer Ingelheim einsetzen zu können. Phänotypische Screens, die auf menschlichen iPSC-basierten Krankheitsmodellen beruhen, liefern mit größerer Wahrscheinlichkeit krankheitsrelevante Medikamente als jeder andere zellbasierte Screening-Ansatz, da unsere PanOmics-Auswertungen unvoreingenommen arbeiten."

In der Kooperation mit Eli Lilly dagegen wird Evotec auf die in vielen Jahren aus Untersuchungen an Material aus Gewebedatenbanken gewonnene Expertise setzen, um mit dem Pharmapartner neue Ansatzpunkte für therapeutische Eingriffe bei Nierenerkrankungen zu identifizieren.

In einem ausführlichen Gespräch mit |transkript Ende vergangenen Jahres hatte Dohrmann die iPS-Technologieplattform insbesondere im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen beleuchtet. Hier besteht eine langjährige Partnerschaft mit BMS, und der Evotec-CSO hatte auch dort bahnbrechende, neue Ansätze vorhergesagt.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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