
Deutschlandfonds startet mit 30 Milliarden
Zum Jahresende bringt die Bundesregierung Schwung in die Finanzierungsdebatte. Man darf zwar nicht fragen, wessen Idee das mit dem großen Investitionsfonds ursprünglich war (viele Väter und Mütter, sicherlich, einer war kürzlich noch bündnisgrüner Bundeswirtschaftsminister), aber der Startpunkt ist gesetzt. Nun muss noch sehr viel mehr privates Geld hinzukommen, aber dies gelingt nun vielleicht leichter als bisher. Das ist zumindest die Hoffnung.
Deutschland hat mit dem Deutschlandfonds ein neues Investitionsvehikel aufgelegt, das bis zu 130 Mrd. Euro für Innovation, Energieversorgung, Verteidigung und auch Biotechnologie sowie GreenTech mobilisieren soll. Der von Bundesregierung und KfW initiierte Fonds wird zunächst durch eine staatliche Garantie von 30 Mrd. Euro abgesichert und soll gezielt privates Kapital – auch von Pensionskassen – anziehen.
Als Dachfonds (Fund of Funds) investiert der Deutschlandfonds in Energieinfrastruktur, erneuerbare Energien, Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen sowie in DeepTech-, KI-, BioTech-, ClimateTech- und DefenceTech-Start-ups und Scale-ups. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf Industrieunternehmen und dem Mittelstand. Über den Zukunftsfonds II können institutionelle Investoren insbesondere junge Technologieunternehmen finanzieren und bestehende Finanzierungslücken in der Wachstumsphase schließen.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, das aktuelle Umfeld erfordere massive Investitionen: Privates Kapital müsse strategisch in Zukunftsbereiche gelenkt werden. Der Deutschlandfonds ergänzt ein umfassenderes staatliches Investitionsprogramm, darunter ein 500 Mrd. Euro-Sondervermögen, mit dem die Bundesregierung die seit Jahren schwächelnde Konjunktur beleben will. Die Bundesbank erwartet ab 2026 spürbare Wachstumsimpulse – getragen vor allem von staatlichen Investitionen und anziehenden Exporten.


Tobias Hohenauer, life[science]graphics
ROTOP Pharmaka GmbH/Markus Hartelt
WIPIT Partnerschaft mbB Rechtsanwälte Steuerberater