
Merck beteiligt sich an Saturnus Bio
Die Merck KGaA und Saturnus Bio haben eine Forschungspartnerschaft im Bereich genetisch bedingter Herzerkrankungen vereinbart. Ziel ist zunächst die Entwicklung neuer Therapieansätze gegen Erkrankungen des Herzmuskels. Merck zahlte dafür im Voraus 50 Mio. US-Dollar.
Künftig arbeiten die Merck KGaA (Darmstadt) und das von Versant Ventures gegründete Biotechnologieunternehmen Saturnus Bio (San Francisco, USA) gemeinsam an der Entwicklung neuer Therapieansätze für seltene genetisch bedingte Erkrankungen des Herzmuskels. Saturnus-Bio-Chef Rick Dewey erklärte, die Partnerschaft solle dazu beitragen, die Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten für genetische Kardiomyopathien zu beschleunigen.
Saturnus Bio konzentriert sich auf die Entwicklung von Präzisionsmedizin im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Erforschung von Behandlungsansätzen, die auf gezielter Genmodulation beruhen. Damit sollen seltene monogene Kardiomyopathien adressiert werden, für die bislang nur begrenzte Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Die Vereinbarung folgt einem sogenannten Build-to-Buy-Modell. Dafür stellt Merck nach Unternehmensangaben zunächst 50 Mio. US-Dollar für die Forschungsaktivitäten von Saturnus Bio bereit. Im Gegenzug erhält Merck eine Minderheitsbeteiligung. Darüber hinaus sind weitere Zahlungen an das Erreichen bestimmter präklinischer Entwicklungsziele geknüpft. Zudem sicherte sich Merck eine Option auf die spätere Übernahme des Unternehmens.
Nach Angaben der Partner soll die Zusammenarbeit den Aufbau eines Entwicklungsportfolios für genetisch bedingte Herzmuskelerkrankungen ermöglichen. Für Merck bedeutet die Kooperation zugleich den Einstieg in ein Marktsegment, in dem bislang keine zugelassenen Therapien existieren, die direkt auf genetische Ursachen solcher Erkrankungen abzielen.

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