CARTemis Therapeutics GbmH

Immuntherapie neu gedacht

CARTemis Therapeutics entwickelt eine neuartige CAR T-Zelltherapie gegen CXCR5. Der Ansatz adressiert gleichzeitig Tumorzellen und ihre unterstützende Mikroumgebung und soll so Rückfälle bei B-Zell-Lymphomen verhindern.

Die Einführung von CD19-gerichteten CAR T-Zelltherapien hat die Behandlung bestimmter hämatologischer Krebserkrankungen grundlegend verändert. Dennoch erleidet etwa die Hälfte der behandelten Patientinnen und Patienten einen Rückfall. Ursache sind häufig Tumorzellen, die dem Angriff der Therapie entgehen, sowie eine Tumormikroumgebung, die das Überleben der Krebszellen unterstützt.

CARTemis Therapeutics wurde 2023 als Spin-off des Max Delbrück Centers in Berlin gegründet, um diese Herausforderungen zu adressieren. Das Unternehmen entwickelt eine First-in-Class CAR T-Zelltherapie gegen das Zielmolekül CXCR5, um Patientinnen und Patienten mit bislang begrenzten Therapieoptionen langfristigere und nachhaltigere Behandlungserfolge zu ermöglichen.

CXCR5 als neues Zielmolekül

CXCR5 besitzt ein einzigartiges Expressionsprofil. Das Molekül wird sowohl von malignen B-Zellen als auch von T-follikulären Helferzellen exprimiert. Letztere sind ein zentraler Bestandteil der Tumormikroumgebung und fördern das Tumorwachstum sowie Krankheitsrückfälle. Die von CARTemis entwickelte anti-CXCR5 CAR T-Zelltherapie verfolgt daher einen neuartigen dualen Wirkansatz, da sie sowohl die Tumorzellen als auch deren unterstützende Nische eliminieren soll. Ziel ist eine nachhaltigere Krankheitskontrolle und die Reduktion von Rückfällen.

Auf dem Weg in die Klinik

Präklinische Studien in Mausmodellen sowie Untersuchungen mit primären Tumorproben von Patientinnen und Patienten mit B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen konnten den therapeutischen Ansatz validieren. Der nächste Entwicklungsschritt ist eine Investigator-initiierte Phase I/IIa-Studie an der Charité Berlin, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit 4,6 Mio. Euro unterstützt wird. Die Behandlung erster Patientinnen und Patienten wird für Ende 2026/Anfang 2027 erwartet. Die Studie wird Daten zur Sicherheit von CXCR5 als neuartigem CAR T-Zielmolekül sowie erste Belege zur Effizienz liefern.

Potential über die Onkologie hinaus

Neben der Onkologie könnte CXCR5 auch für die Behandlung schwerer Autoimmun-erkrankungen relevant sein. T-follikuläre Helferzellen spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung krankheitsverursachender Autoantikörper. Dadurch eröffnet sich langfristig die Perspektive, anti-CXCR5 CAR T-Zelltherapien auch bei therapieresistenten B-Zell-vermittelten Autoimmunerkrankungen einzusetzen.

Neue Wege der Herstellung

Gemeinsam mit dem Münchner Biotech-Unternehmen TQ Therapeutics entwickelt CARTemis zudem ein hybrides In vivo-anti-CXCR5 CAR-Produkt. Ziel ist es, die Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit zukünftiger CAR T-Zelltherapien zu verbessern und damit den Zugang für Patientinnen und Patienten zu erleichtern.

Kontakt
CARTemis Therapeutics GbmH
www.cartemis.de
info@cartemis.de

Dieses Advertorials ist dem LABORWELT-Spezial in |transkript 2/2026 entnommen.

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