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Corscience unterstützt Mondmission

Das Erlanger Medizintechnik-Unternehmen Corscience unterstützt die NASA bei der Optimierung des Monitorings in Raumanzügen. Dafür wird eine Technologie genutzt, die ursprünglich für den medizinischen Bereich entwickelt wurde.

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Die Corscience GmbH & Co. KG gilt als Spezialist, wenn es um die Entwicklung von medizinischen Systemen für Defibrillations- und Monitoring-Lösungen für Medizintechnikfirmen aus aller Welt geht. Eine besondere Partnerschaft wurde im Frühjahr des vergangenen Jahres vereinbart: Die Raumfahrtbehörde NASA beauftragte das Erlanger Medizintechnik-Unternehmen, ein CO₂-Auswaschungstestsystem für die nächste Generation von Raumanzügen zu entwickeln, um die Sicherheit der Raumfahrer weiter zu erhöhen. Das System soll nicht nur sicherstellen, dass die Raumanzüge die strengen Anforderungen an die CO₂-Auswaschungsleistung erfüllen. Gleichzeitig soll es die Geräuschentwicklung im Helm reduzieren und den Anforderungen an den Beatmungsfluss gerecht werden. Das dafür von der NASA ausgewählte Kapnographiemodul CAP201 wurde ursprünglich für Notfall-, Klinik- und MRT-Anwendungen von Corscience entwickelt.

Die Aufgabe von Corscience lautete nun, die Hard- und Software so zu modifizieren, dass ein größerer Druckbereich ermöglicht wird sowie die Flussraten angepasst und ein Kommunikationsadapter integriert werden können. Zudem wurde ein Gehäuse für den Sensor entwickelt, das mit dem Inneren des Raumanzugs kompatibel ist. Das alles konnte schneller als geplant umgesetzt werden. Daher steht das Projekt kurz vor dem erfolgreichen Abschluss.

Dr. Jörg Pintaske, Geschäftsführer von Corscience ist stolz darauf, dass die Wahl der NASA auf das Medtech-Unternehmen fiel: „Diese Zusammenarbeit zeigt die Vielseitigkeit unserer Systeme und die hohe Kompetenz unseres Teams. Wir sind stolz darauf, dass die NASA die Qualität unserer Lösungen erkannt hat und wir so einen Beitrag zur Sicherheit der zukünftigen Weltraumforschung leisten können.“

Für den technischen Leiter des Projekts bei der NASA hat sich Corscience „als außergewöhnlicher Partner erwiesen – nicht nur, weil ihr Modul die meisten unserer technischen Anforderungen erfüllt, sondern auch durch seinen proaktiven Ansatz, sicherheitskritische Fragen von Anfang an zu klären“.

In den kommenden Monaten wird weiter an den Raumanzügen gearbeitet, damit diese dann bei den Artemis-Mondmissionen in den Jahren 2026 und 2027 zum Einsatz kommen können.

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