
Kritik an der neuen DiGA-Verordnung
Zehn Verbände aus der digitalen Gesundheitswirtschaft üben Kritik an der novellierten DiGA-Verordnung. Statt zu einer besseren Versorgung führe sie aufgrund der neuen Pflicht zu zusätzlichen Dokumentationen und Berichten zu einer noch stärkeren Belastung aller Beteiligten und zu mehr statt weniger Bürokratie.
Mehr Bürokratie statt einer besseren Versorgung, ja sogar ein Ausbremsen der dringend erforderlichen Digitalisierung im Gesundheitswesen – das befürchten zehn Branchenverbände in ihrer gemeinsamen Erklärung Ende Januar.
Mit der novellierten DiGA-Verordnung liege nun ein konkreter Rahmen für die Umsetzung einer anwendungsbegleitenden Erfolgsmessung vor, allerdings führe der in der Praxis vor allem zu mehr Dokumentations-, Auswertungs- und Berichtspflichten. Damit würden erhebliche zusätzliche Ressourcen gebunden, die bei der Weiterentwicklung der digitalen Medizin fehlten. Die Bürokratie, die laut Bundesregierung eigentlich abgebaut werden sollte, würde dadurch verstärkt.
Dies kritisieren die Verbände Bitkom, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg), Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), DigitalHealthGermany, eurocom, Pharma Deutschland, der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (Spectaris), der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung sowie der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa).
Nach Meinung der Verbände würden digitale Gesundheitsanwendungen bereits heute geprüft und laufend überwacht: Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Datenschutz sowie positive Versorgungseffekte würden im Zulassungsprozess bewertet. Mehr Administration ohne Versorgungsmehrwert führe dagegen in eine Sackgasse. Daher fordern die Verbände, den Fokus auf flexible praxistaugliche Vergütungsmodelle zu legen, die zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt werden.


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