Effizient, aber wie?

Die Auslastung oder die Fehlerrate der Laborautomation wird in vielen Laboren, wenn überhaupt, nur mit Hilfe von manuell geführten Listen dokumentiert und analysiert. Dies ist im Vergleich zu den sonst in der Wissenschaft gebräuchlichen Methoden zur Datenanalyse ein Anachronismus.

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Es ist guter wissenschaftlicher Standard, Versuchsergebnisse mit Hilfe ausgefeilter Analyseprogramme auszuwerten und wissenschaftliche Entscheidungen auf Grundlage solider Daten zu treffen. Die Leistung der Geräte, die diese Daten erzeugen, wird dagegen im Bereich der Robotik häufig nicht auf dem gleichen Niveau dokumentiert und analysiert. Wenn überhaupt, werden nur einige Parameter von den Anwendern in Tabellen erfasst und entsprechend mühsam ausgewertet. Mit moderner Berichts- und Analysesoftware können Parameter wie Laufzeiten, Verbrauch von Einwegmaterial, Anwender-Log-in und Fehlerraten automatisch erfasst, analysiert und graphisch aufbereitet zur Verfügung gestellt werden.
Ein wichtiger Indikator ist zum Beispiel die Auslastung der Geräte, denn er erlaubt viele Rückschlüsse. Gibt es noch ungenutzte Kapazitäten oder ist ein Engpass absehbar und eine Erweiterung der Anlagen notwendig? Auch die Vernetzung und der Vergleich mehrerer Geräte in unterschiedlichen Laboren und an verschiedenen Standorten kann wichtige Erkenntnisse liefern. Welche Anlagen werden häufig verwendet und welche stehen oft still? Wo treten vermehrt Fehler auf und wo weniger?

Fehlersuche leichtgemacht

Gerade der Bereich der Fehlersuche ist oft mühsam. Wenn Fehler durch den Nutzer dokumentiert werden müssen, ist das Risiko groß, dass kleine Fehler nicht erfasst werden oder Anwender Fehler, die auf falscher Bedienung basieren, nicht als solche erkennen oder lieber verschweigen. Eine automatische Dokumentation aller Fehler und ihre Auswertung zum Beispiel nach Protokollen und Anwendern erlaubt es, Systematiken schneller zu erkennen. Fehleranfällige Protokolle können so leichter identifiziert und verbessert werden oder Anwender mit hohen Fehlerraten nachgeschult werden.

Tecans Introspect™ Software unterstützt die Liquid-Handling-Systeme Freedom EVO® und Fluent® mit automatischer Dokumentation und Analyse der wichtigsten Nutzungs- und Leistungsparameter für einzelne oder auch mehrere Geräte und über Standortgrenzen hinweg. Um möglichst schnell aussagekräftige Datensätze zu erhalten, können auch historische Daten ausgewertet werden. So können Entscheidungen über die Erweiterung von Anlagen oder den Bedarf an Verbrauchsmaterial auf Basis solider Daten getroffen werden.

Durch die Tecan Connect™-App für Smartphones können Anlagen auch unterwegs in Echtzeit überwacht werden, und mittels IFTTT können Anwender automatisch über Fehler informiert werden. Besonders bei längeren Läufen über mehrere Tage oder mit sehr wertvollen und empfindlichen Reagenzien können Anwender schneller eingreifen, um Schaden abzuwenden.

BPI kritisiert Kassen-Report

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) hat den am vergangenen Freitag erschienenen AMNOG-Report der DAK als tendentiös kritisiert. Es gebe weder eine Kostenexplosion bei den Arzneimittelausgaben noch eine ungebremste Ausgabendynamik, sagte BPI-Hauptgeschäftsführer Kai Joachimson. Deren Anteil liege bei 12% inklusive Abschlägen.

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