Dermagnostix erweitert Seed-Finanzierungsrunde um 4,6 Mio. Euro

Die Dermagnostix GmbH entwickelt eine innovative Diagnostik mit mikrofluidischen Elementen in der Dermatologie. Im Herbst 2021 war eine "siebenstellige" Seedfinanzierung abgeschlossen worden, nun hat das Freiburg-Münchner Unternehmen in seiner Seed-Plus-Finanzierungsrunde 4,6 Mio. Euro neues Kapital eingeworben.

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Das Geld soll verwendet werden, um das mikrofluidikbasierte System für die Diagnostik von Hauterkrankungen auf den Markt zu bringen. In den vergangenen Monaten wurde das erste Produkt PsorX für den bevorstehenden Markteintritt präpariert. Künftig soll ein Diagnosetool im CD-Format und ein Analysegerät an Labore vertrieben werden, zudem will Dermagnostix in Deutschland und Europa Testerweiterungen im Bereich Hautkrebs und chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen ergänzen.

Die Diagnostik in der Dermatologie beruhe immer noch weitgehend auf einer subjektiven visuellen Untersuchung, und es klaffe eine große Lücke zwischen Diagnostik und Therapeutika, so das Unternehmen.
PsorX sei der weltweit erste Test, der Psoriasis von Ekzemen auf molekularer Ebene differenziert, womit Dermagnostix eine große diagnostische Lücke schließen wolle.

Die Seed-Investoren von Dermagnostix beteiligen sich erneut, zudem konnten für diese Runde neue Privatinvestoren und Family Offices gewonnen werden. Weitere kürzlich eingeworbene Finanzmittel wie ein EIC-Beschleunigungsstipendium in Höhe von 2,5 Mio. Euro stärken die finanzielle Basis des Diagnostik-Unternehmens.

Dermagnostix wurde 2021 als Spin-off des Hahn-Schickard-Instituts für Mikroanalysesysteme in Freiburg und des Helmholtz Zentrums München sowie des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München gegründet. In seinem vollautomatischen "Lab-in-a-Box"-System sind die technisch valide Durchführung komplexer molekularer Assays wie RNA- und DNA-basierte Analysen möglich.

BPI kritisiert Kassen-Report

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) hat den am vergangenen Freitag erschienenen AMNOG-Report der DAK als tendentiös kritisiert. Es gebe weder eine Kostenexplosion bei den Arzneimittelausgaben noch eine ungebremste Ausgabendynamik, sagte BPI-Hauptgeschäftsführer Kai Joachimson. Deren Anteil liege bei 12% inklusive Abschlägen.

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