Finalisten für den Deutschen Gründerpreis 2022 nominiert

Unter den nominierten Firmen für den Deutschen Gründerpreis 2022, der Mitte September in Berlin verliehen wird, ist auch die Hamburger Traceless materials GmbH. Sie will Plastik durch abbaubare Naturmaterialien ersetzen. Allen Finalisten ist gemeinsam, dass sie mit ihren innovativen Ideen auf ein nachhaltiges Wirtschaften und eine ökologische Lebensweise zielen und bestehende Industriezweige revolutionieren könnten. Ihre Produkte kommen aus den Bereichen Mobilität, Künstliche Intelligenz und Verpackungen.

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Die Traceless materials GmbH mit Sitz in Hamburg überzeugte mit ihrem innovativen Ansatz in der Kategorie StartUp. Gegründet im Jahr 2020 hat sich das multidisziplinäre Team aus Ingenieuren und Produktentwicklern zum Ziel gesetzt, Plastik durch abbaubare Naturmaterialien zu ersetzen. Künftig sollen Folien, Beschichtungen oder Besteck aus dem neuen Biomaterial „traceless“ bestehen. Der Naturstoff wird aus Agrar-Abfallprodukten hergestellt. Die Biopolymere besitzen die Eigenschaften von Plastik, sind aber in der Natur vollständig kompostierbar. Zudem weist das Granulat eine hervorragende Ökobilanz auf. Traceless wirkt sich im Vergleich zu konventionellem Plastik positiv auf die Umwelt aus: der Naturstoff aus Getreide senkt die CO2-Emission, vermindert den Einsatz von fossiler Energie und Wasser und den Flächenverbrauch. Statt Plastikmüll zu produzieren, zersetzen Mikroorganismen das Produkt aus Biopolymeren in zwei bis neun Wochen auf dem Kompost.

Neben Traceless materials GmbH gehört auch die Additive Drives GmbH aus Dresden zu den Nominierten. Das Start-up entwickelt Elektromotoren, die sich mit dem 3D-Drucker herstellen lassen. So will das Unternehmen die Produktion von Elektromotoren beschleunigen. Außerdem lassen sich die Motoren auf diese Weise flexibler an neue technische Herausforderungen anpassen. Ebenfalls nominiert ist die Aleph Alpha GmbH aus Heidelberg mit der Künstlichen Intelligenz „Luminous“, die Text- und Bildinhalte erkennt.

In der Kategorie Aufsteiger sind in diesem Jahr die Appinio GmbH aus Hamburg, die osapiens Service GmbH aus Mannheim und die Schüttflix GmbH aus Gütersloh dabei, welche mit neuer Software überzeugten. Eine nachhaltige Lieferkette verspricht die B2B-Softwarelösung der osapiens Services GmbH, während die Schüttflix GmbH mit einer neuen App die Baubranche modernisiert. Durch ein Online-Bestellsystem wird die Logistik effizienter, Leerfahrten entfallen, was die Ökobilanz verbessert. Die Appinio GmbH aus Hamburg bietet eine Marktforschungslösung an, mit der Unternehmen Umfragen in einer selbst definierten Zielgruppe vornehmen können. So ist eine schnellere Befragung der Teilnehmer möglich.

Alle Finalisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bestehende Produkte verbessern oder ersetzen und damit zu einer nachhaltigeren Lebensweise beitragen. Die von den rund 300 Experten des Deutschen Gründungspreises vorgeschlagenen Kandidaten erhalten eine umfassende Unterstützung durch das Netzwerk.

Die Gründerinnen von Traceless Materials und ihre Idee werden in der Rubrik "Biopioniere" auf der Plattform biooekonomie.de vorgestellt.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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