Neue mRNA-Produktion in Halle (Saale) – Spatenstich bei Wacker

Rund 100 Mio. Euro investiert Wacker Chemie AG am Standort Halle (Saale) in die Erweiterung der bestehenden Produktionsanlage. Bisher war diese eher auf biopharmazeutische/Biologika-Produktion ausgerichtet. Nun kommen mehrere Produktionslinien für mRNA-Projekte hinzu.

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Mit einem symbolischen Spatenstich hat Anfang Juli der Ausbau des Wacker-Standorts am Weinberg Campus in Halle (Saale) zu einem Kompetenzzentrum für Wirkstoffe auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) begonnen. Vier neue Produktionslinien sollen entstehen, die unter anderem mRNA-Impfstoffe im Auftrag von Kunden produzieren. Wie Wacker bereits im April mitgeteilt hat, steht ein Teil der neuen Kapazitäten im Bedarfsfall der Bundesregierung im Rahmen der Pandemiebereitschaftsverträge zur Verfügung. „Wir freuen uns, mit unserer Expertise im Bereich der mRNA-Impfstoff-Herstellung einen Beitrag im Kampf gegen künftige Pandemien leisten zu können. Mit dem Ausbau unseres Standorts in Halle schaffen wir Kapazitäten für die Pandemiebereitschaft und darüber hinaus“, sagte Wacker-Vorstandschef Christian Hartel.

Zum offiziellen Baustart waren auch Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze und Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, gekommen. „Mit dem Ausbau zum Kompetenzzentrum für mRNA-Wirkstoffe bringt WACKER eine Zukunftstechnologie nach Halle“, erläuterte Melanie Käsmarker, Geschäftsführerin der Wacker Biotech GmbH in Halle. „mRNA-Wirkstoffe werden nicht nur als Impfstoffe eingesetzt, etwa zum Schutz gegen das Corona-Virus. Die mRNA-Technologie ermöglicht auch völlig neue Behandlungsmöglichkeiten zum Beispiel in der Krebstherapie. Wir sehen hier großes Potential und wollen die steigende Nachfrage nach mRNA-Wirkstoffen künftig aus Halle bedienen“, so Käsmarker.

Mit dem Bau des mRNA-Kompetenzzentrums werden sich die Produktionskapazitäten am Hallenser Standort mehr als verdreifachen. Geplant ist ein Neubau mit vier Stockwerken, der sich an das bestehende Gebäude anschließt. Neben den vier mRNA-Produktionslinien wird das neue Gebäude Labore für die Qualitätskontrolle, Lagerflächen wie auch Büro- und Sozialräume enthalten. Rund 200 neue Mitarbeiter will Wacker im Zuge der Erweiterung einstellen und sucht aktuell nach Verstärkung in allen Bereichen, vor allem Laboranten und Pharmakanten sowie Mitarbeiter für die Produktion, das Supply-Chain-Management und die Qualitätssicherung. Die neuen Mitarbeiter sollen in den kommenden Monaten qualifiziert werden, um zum Produktionsstart im Jahr 2024 einsatzbereit zu sein. In weniger als 24 Monaten soll das neue Gebäude stehen und die Produktionslinien in Betrieb gehen. Für den Bau wie auch die Validierung der neuen Anlagen wurde der Hightech-Anlagenbauer Exyte als Generalunternehmer engagiert.

Über eine (kleinere) Investition und Baumaßnahme in der Größenordnung von 20 Mio. Euro am Hauptsitz und Forschungsstandort von Wacker in München hatte |transkript.de berichtet.

Fibrose-Partnerschaft von Brainomix und Boehringer Ingelheim

Im Rahmen einer F&E-Partnerschaft bewertet Boehringer Ingelheim den Nutzen von Brainomix‘ KI-gestützter Lungen-CT bei der Frühdiagnose progressiver Lungenfibrose. Die erst seit Mai 2024 FDA-zugelassene KI der britischen Brainomix (Oxford) soll an führenden pulmologischen Zentren in den USA validiert werden.

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