Gut für Deutschland: Geldregen in den Niederlanden

Forbion, die niederländische Risikokapitalgesellschaft für Biowissenschaften, gab heute bekannt, dass sie 1,35 Mrd. Euro (1,5 Mrd. US-Dollar) für ihre beiden jüngsten Fonds eingesammelt hat. Gleichzeitig gab Gilde Healthcare aus Utrecht heute die Auflage des neuen Venture&Growth Fonds VI mit einem Volumen von 600 Millionen Euro bekannt. Von der Investitionsstrategie der niederländischen Kapitalgeber profitieren regelmäßig auch deutsche Unternehmen.

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Der Geldsegen beziehungsweise die gut gefüllten Bankkonten der beiden Kapitalgesellschaften Forbion und Gilde Healthcare sind auch ein gutes Zeichen für die deutsche Innovationslandschaft. Forbion hat nach eigenen Angaben 1,35 Mrd. Euro (1,5 Mrd. US-Dollar) für seine beiden jüngsten Fonds eingesammelt und verwaltet damit insgesamt 3 Mrd. Euro. Beide Fonds haben ihr ursprüngliches Ziel übertroffen und stellen den bisher größten Fundraising-Erfolg von Forbion dar.

Das Fundraising für den Forbion Ventures Fund VI erreichte 750 Mio. Euro, das Fundraising für den Forbion Growth Opportunities Fund II wurde auf 600 Mio. Euro festgesetzt. Die beiden Fonds decken unterschiedliche Marktsegmente ab. Forbion Ventures Fund VI konzentriert sich auf den Aufbau von Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase, während Forbion Growth Opportunities Fund II die Expansion von Life-Sciences-Unternehmen in der Spätphase unterstützt.

Forbion Ventures Fund VI verzeichnete eine hohe Wiederanlagequote bei bestehenden Investoren und konnte gleichzeitig mehrere neue Investoren gewinnen, darunter die niederländischen Pensionsfonds PME und PMT, die Loyola University of Chicago, Scott Trust Endowment Ltd und Pictet Alternative Advisors. Der Forbion Growth Opportunities Fund II baut auf der Stärke des ersten Wachstumsfonds von Forbion auf. Der Fonds investiert in erster Linie in europäische Biopharma-Unternehmen, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinden und neuartige Therapien in Bereichen mit hohem medizinischem Bedarf entwickeln. Der Fonds hat mehrere neue institutionelle Investoren gewonnen, darunter Amundi und Legal & General Capital, die sich den niederländischen Pensionsfonds PME und PMT, Pantheon und Eli Lilly and Company angeschlossen haben.

Auch in Utrecht war man beim Fundraising erfolgreich. Gilde Healthcare konnte den neuen Venture&Growth Fonds VI mit einem Volumen von 600 Mio. Euro schließen. Der neue Fonds konzentriert sich auf schnell wachsende Unternehmen, die Lösungen für eine bessere Gesundheitsversorgung zu niedrigeren Kosten entwickeln. Gilde Healthcare investiert in Unternehmen in Europa und Nordamerika, die unter anderem in den Bereichen Digital Health, Medizintechnik und Therapeutika tätig sind. Der neue Fonds wird zwischen 10 Mio. Euro und 60 Mio. Euro pro Portfoliounternehmen investieren. Zusammen mit dem letzten Venture&Growth Fonds V (2020) und Gilde Healthcare Private Equity IV (2022) hat Gilde Healthcare in den vergangenen drei Jahren 1,5 Mrd. Euro Kapital eingeworben.

Beteiligungen an deutschen Unternehmen sind bei Forbion derzeit Allecra, Catalym, Omeicos und Seamless, bei Gilde Healthcare unter anderem Affimed, Evotec, mtm laboratories sowie Pieris.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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