
BioNTech kooperiert mit UPenn und legt in 50-Mio.-Fonds ein
Die University of Pennsylvania (UPenn, Philadelphia), BioNTech und Osage University Partners legen einen 50 Mio.-US-Dollar-Seed-Fonds für Ausgründungen der University of Pennsylvania auf. BioNTech baut damit seine globalen Uni-Kooperationen über Infektionskrankheiten hinaus aus.
Die University of Pennsylvania (UPenn), BioNTech und der auf Hochschulausgründungen spezialisierte Investor Osage University Partners (OUP) haben – schon vor wenigen Tagen – einen gemeinsamen Seed-Fonds in Höhe von 50 Mio. US-Dollar aufgelegt. Der „Penn-BioNTech Innovative Therapeutics Seed Fund“ soll Ausgründungen aus der zur sogenannten Ivy-League gehörenden UPenn fördern, die neue Therapeutika, Diagnostika, Forschungstools sowie KI-gestützte Plattformen in einer Vielzahl von Indikationsgebieten der Medizin entwickeln.
Für BioNTech fügt sich der Fonds in eine breitere Strategie globaler Kooperationen mit akademischen Einrichtungen ein. Mit UPenn verbindet das Mainzer Unternehmen bereits seit Jahren eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit, bislang vor allem im Bereich Infektionskrankheiten. Der neue Fonds erweitert diesen Ansatz nun deutlich und zielt auf eine frühzeitige Translation universitärer Forschung in klinische Anwendungen. Der Fonds wird von OUP gemanagt, und soll vielversprechende UPenn-Start-ups in frühen Entwicklungsphasen mit Kapital ausstatten und den Übergang vom Labor in die industrielle Entwicklung beschleunigen.
Gegenüber |transkript.de erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass BioNTech auf die Bündelung komplementärer Expertise und Ressourcen mit spezialisierten Partnern setze, um Seite an Seite wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Anwendung umzusetzen, darunter durch Forschungskooperationen wie mit der UPenn und anderen Forschungszentren, Stiftungen und Institutionen, wie etwa dem TRON in Deutschland. Einige der globalen Partnerschaften im wissenschaftlichen Bereich stammen noch aus Zeiten vor oder während der Pandemie und umschreiben daher auch das Gebiet von Infektionskrankheiten mit Partnern unter anderem in Australien und Afrika sowie der schon länger bestehenden Zusammenarbeit mit UPenn. In der Onkologie überwiegen bisher dagegen die Kooperationen der Mainzer mit industriellen globalen Partnern aus Biotechnologie und Pharma. Mit der Erweiterung der Partnerschaft mit UPenn und einem finanziellen Anschub stärkt BioNTech die Verwurzelung im akademischen Bereich und rückt in den USA (Philadelphia) näher an ein breiteres Ökosystem der medizinischen Innovationen heran.


BioNTech SE
Jean Jaques Schaffner / Basel Area Business & Innovation
Bayer AG