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Wissenschaftsjahr zur „Medizin der Zukunft“ eröffnet

Bundesministerin Bär hat als Wissenschaftjahr 2026 das Thema "Medizin der Zukunft" ausgegeben und diese Informationskampagne der Öffentlichkeit in Berlin eröffnet. Deutlich wurde, dass die Frauengesundheit mit all ihren Facetten ins Zentrum der Aufmerksamkeit geholt werden soll.

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Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat am 20. Januar im Futurium Berlin das Wissenschaftsjahr 2026 eröffnet. Es steht unter dem Leitthema „Medizin der Zukunft“ und widmet sich der Frage, wie Forschung, technologische Innovationen und neue Therapiekonzepte das Gesundheitssystem in den kommenden Jahren verändern können.

Im Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres stehen Themen wie Prävention, personalisierte Medizin, Pflege, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie biotechnologische Ansätze zur Früherkennung und Behandlung von Krankheiten. Ein besonderer Fokus liegt auf der geschlechtersensiblen Gesundheitsforschung, die Unterschiede in der Diagnose und Behandlung von Frauen und Männern stärker berücksichtigen soll.

Dazu sendete die Bundesministerin mit einer vollständig mit Frauen besetzten Podiumsdiskussion (inklusive Moderatorin) gleich zum Start ein klares Signal, dass die Unterdiagnose von Frauen oder auch Gendermedizin keine Nebenthemen sein werden, sondern es hier auch zu strukturellen Änderungen aber vor allem mehr Forschungsförderung kommen soll.

Ein Vierteljahrhundert Volksaufklärung

Die Wissenschaftsjahre sind eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und von Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und bilden das zentrale Instrument der Bundesregierung zur Wissenschaftskommunikation. Frühere Wissenschaftsjahre widmeten sich unter anderem den Themen „Zukunft der Arbeit“ (2018), „Künstliche Intelligenz“ (2019), „Bioökonomie“ (2020/21), „Nachhaltigkeit“ (2022) und „Unser Universum“ (2023).

Am Wissenschaftsjahr 2026 beteiligen sich Forschungsinstitute, Hochschulen, Unternehmen, Verbände und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen bundesweit. Geplant sind unter anderem ein Hochschulwettbewerb, SchulKinoWochen, die MINTmachtage für Kinder, die Wanderausstellung „Health XP“ sowie das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“, das zwischen Mai und September rund 30 Städte in Deutschland ansteuert. Begleitet wird das Wissenschaftsjahr zudem durch Social-Media-Formate mit monatlichen Themenschwerpunkten und wechselnden Themenbotschafterinnen und -botschaftern.

Der bisherige Veranstaltungskalender weist noch einige Lücken auf und so ganz ist nicht verständlich, warum einige ganz normale (nicht-öffentliche) Wissenschafts-Kongresse hier aufgeführt sind, die auch inhaltlich nicht an die breitere Öffentlichkeit gerichtet sind. Mit dem Fehlen von thematischen Schwerpunkten und dazugehörigen öffentlichen Großveranstaltungen wird es dem Interessierten derzeit noch schwer gemacht, sich geeignete Termine vorzumerken.

Weitere Informationen zum Programm finden sich unter www.wissenschaftsjahr.de/2026.

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