Das Übernahmeangebot von Samsung Biologics für den Schweizer Peptid-CDMO PolyPeptide von Ende Juli hat nun ein Ablaufdatum: Samsung bietet 44,31 CHF je Aktie und bewertet PolyPeptide damit mit rund 1,46 Mrd. CHF. Der Großaktionär Draupnir Holding mit 55,65% der Aktien will das Angebot annehmen. Die Angebotsfrist läuft vom 15. September bis 12. Oktober 2026.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) startet ein Pilotprojekt für Daten aus sogenannten New Approach Methodologies (NAMs). Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entwickler können bis Q3 2027 freiwillig Daten etwa aus Organoiden, Organ-on-a-chip-Systemen oder Computermodellen unabhängig von einem Zulassungsantrag bei der EMA einreichen und diskutieren. [Link]
Antibiotikaresistenz im Blick der FDA: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat BioVersys für den Antibiotika-Kandidaten BV100 den Fast-Track-Status erteilt. Der intravenös verabreichte Rifabutin-Kandidat wird in einer Phase-III-Studie gegen schwere, durch Carbapenem-resistente Acinetobacter baumannii-Komplexe verursachte Krankenhaus- und Beatmungspneumonien geprüft.
Roche kauft Rechte an trispezifischem Antikörper: Roche sichert sich für 75 Mio. US-Dollar upfront die weltweiten Rechte am präklinischen trispezifischen Antikörper SIM0660 von Simcere Zaiming. Der Deal könnte bis zu 1,53 Mrd. US-Dollar wert sein. SIM0660 bindet CD79a und CD19 auf B-Zellen sowie CD3 auf T-Zellen und soll so eine gezielte B-Zell-Depletion ermöglichen.
Evotec und Plectonic Biotech kooperieren bei neuen T-Zell-aktivierenden Ansätzen gegen solide Tumoren. Im Fokus steht die Kombination von Evotecs BiTco-Plattform für CD2-Kostimulation mit Plectonics LOGIBODY-Technologie, welche die T-Zell-Aktivierung über definierte Kombinationen von Tumorantigenen steuern soll. Ziel sind präzisere und wirksamere Immuntherapien.
BioMed X verlegt seinen globalen Hauptsitz aus dem Neuenheimer Feld in das neue LAB22 im Heidelberg Innovation Park (hip) und kooperiert auch dort mit BioLabs. Die Heidelberger Forschungsteams ziehen in die BioLabs-Labore im selben Gebäude. Beide Partner wollen ihre Zusammenarbeit künftig international ausbauen und Know-how sowie Laborinfrastruktur verbinden.
Evonik investiert mehr als 150 Mio. kanadische Dollar (93 Mio. Euro) in eine neue GMP-Anlage für lipidbasierte Wirkstoffabgabe in Vancouver. Damit sollen sich die Produktionskapazitäten für pharmazeutische Produkte verdreifachen. Kanadas Regierung unterstützt das Projekt mit bis zu 68 Mio. kanadischen Dollar (42 Mio. Euro). Produktionsstart ist geplant für Ende 2029.
45 Mio. US-Dollar zahlt Roche/Genentech vorab an DualityBiofür die Rechte an neuen Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) mit neuen Wirkstoff-Payloads aus der chinesischen DUPAC-Plattform. Diese sollen ADC-Resistenzen überwinden, wenn Tumore nicht mehr auf Topoisomerase-I-Inhibitoren ansprechen. Der Deal umfasst potenzielle Meilensteine von mehr als 1 Mrd. US-Dollar.
BioNTech beendet eine mRNA-Studie bei Darmkrebs frühzeitig und kassiert damit einen Rückschlag für den Ansatz von mRNA als Monotherapie. Anders als Konkurrent Moderna setzt BioNTech in diesem Fall nicht auf eine Kombination mit einem Checkpoint-Inhibitor, die Ergebnisse sind nicht vergleichbar. Nach dem jüngsten Kursanstieg gab die BioNTech-Aktie wieder deutlich nach.
CEPI stellt dem ägyptischen Biopharmaunternehmen Minapharm bis zu 16,5 Mio. US-Dollar für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Bundibugyo-Ebolavirus zur Verfügung. Der von der Berliner Minapharm-Tochter ProBioGen entwickelte Kandidat basiert auf der MVA-CR19-Plattform und ist der bisher fünfte von CEPI geförderte Kandidat als Reaktion auf den aktuellen Ausbruch.
