Fresenius investiert in den kommenden fünf Jahren mindestens 200 Mio. Euro in den neuen Corporate-Venture-Capital-Fonds Fresenius Ventures. Im Fokus stehen Start-ups aus (Bio-)Pharma, MedTech und digitaler Gesundheitsversorgung. Der Konzern will sich damit frühzeitig Zugang zu neuen Technologien und Geschäftsmodellen sichern und sucht passende Investitionsobjekte.

Sartorius hat im ersten Halbjahr 2026 den operativen Umsatz währungsbereinigt um 7,7 % gesteigert und die EBITDA-Marge auf 30,3 % verbessert. Wachstumstreiber waren erneut Verbrauchsmaterialien für die Produktion von Biologika. Durch Rückzahlungen unrechtmäßig erhobener US-Zölle wurden die ausgewiesenen Umsätze jedoch technisch/bilanziell gedämpft.

Das Theranostic-Unternehmen Pentixapharm hat das Bezugsangebot seiner Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Mit einer Zeichnungsquote von 82,5% fließen dem Unternehmen zunächst 16,8 Mio. Euro brutto zu. Die Mittel sollen vor allem die Phase-3-Studie PANDA, den Ausbau des US-Geschäfts sowie die Vorbereitung einer möglichen Kommerzialisierung finanzieren.

BioM, bioRN und die ESMT Berlin haben den „Unified Hub for Healthcare Innovation“ gegründet. Die Initiative möchte damit die Life-Science-Standorte Bayern, Rhein-Neckar und Berlin vernetzen, um den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Gesundheitslösungen zu beschleunigen. Geplant sind gemeinsame Programme für Start-ups und Hilfe bei Investorensuche.

Lonza hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 16% auf 3,4 Mrd. CHF gesteigert und die CORE-EBITDA-Marge auf 34,8% verbessert. Getragen wurde das Wachstum von einer anhaltend hohen Nachfrage nach CDMO-Dienstleistungen über alle Technologieplattformen hinweg. Für 2026 plant der Schweizer Auftragsfertiger weitere Investitionen in ADC-Kapazitäten in Stein (Schweiz).

VERAXA Biotech hat vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine positive wissenschaftliche Beratung für sein führendes BiTAC-TCE-Programm erhalten. Das PEI unterstützt die vorgeschlagene präklinische Entwicklungsstrategie der neuartigen bispezifischen Antikörperplattform, die T-Zellen gezielt gegen Tumorzellen aktivieren soll. Die Rückmeldung hilft beim Schritt in die Klinik.

Das Schweizer Start-up Immitra Bio hat in einer überzeichneten Pre-Seed-Finanzierungsrunde 2,4 Mio. CHF eingeworben. Angeführt wurde die Runde von Backbone Ventures und OCCIDENT. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine In-vivo-Geneditierungsplattform sowie den Leitkandidaten IB-003 gegen eine erbliche Anämie bis zum präklinischen Proof of Concept entwickeln.

Peptidpproduktion treibt M&A: Mit dem Zukauf von Polypeptide würde der südkoreanische Auftragsfertiger sein Biologika-Geschäft um die Entwicklung und Produktion therapeutischer Peptide erweitern. Die Offerte unterstreicht den anhaltenden Konsolidierungstrend im CDMO-Markt, der zuletzt bereits durch milliardenschwere Transaktionen wie Lonza/Catalent geprägt wurde.

Das Fraunhofer ITMP hat Richtfest für seinen neuen Standort für Immunologie, Infektions- und Pandemieforschung (IIP) in Penzberg gefeiert. Bis Frühjahr 2028 entstehen neben dem Roche-Campus moderne Labore für 50 Beschäftigte. Bund und Freistaat Bayern fördern den Neubau mit 21 Mio. Euro, um „Infektionsforschung und den Biotech-Standort Bayern nachhaltig zu stärken“.

Die Europäische Kommission hat JASCAYD® (Nerandomilast) von Boehringer Ingelheim zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und der progredienten Lungenfibrose (PPF) zugelassen. Es ist die erste neue Therapie für IPF in der EU seit mehr als zehn Jahren und für PPF seit über fünf Jahren. Der orale PDE4B-Hemmer zeigte in Studien eine gute Verträglichkeit.