Novartis hat neun Tumorfälle bei Patienten gemeldet, die zuvor mit der Gentherapie Zolgensma bei Spinaler Muskelatrophie (SMA) behandelt worden waren. In zwei Fällen fanden sich Hinweise auf eine Integration der viralen Vektor-DNA ins Erbgut. Ein ursächlicher Zusammenhang wird untersucht. Insgesamt wurden bislang mehr als 6.000 Patienten behandelt.
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Der Pharmakonzern AOP Health und das Ludwig Boltzmann Institut für Network Medicine starten eine langfristige Forschungskooperation zur Entwicklung von Therapien für seltene Erkrankungen. Mithilfe computergestützter Netzwerkanalysen biologischer Interaktionen sollen Krankheitsmechanismen besser verstanden werden, um bessere Wirkstoffkandidaten auszuwählen.
Ethris (München) meldet positive Phase IIa-Daten für seinen nasalen mRNA-Kandidaten ETH47 bei Asthmapatienten. Nach experimenteller Rhinovirus-Infektion war die Viruslast am zweiten Tag, dem Höhepunkt der Virusvermehrung, 40-mal niedriger als unter Placebo. Zudem zeigten sich Trends zu weniger Atemwegsbeschwerden und Asthmaexazerbationen. ETH47 wurde gut vertragen.
Die Münchner VeonGen Therapeutics (die frühere Vigeneron) hat mit der FDA zentrale Eckpunkte der geplanten Phase III-Studie für seine Gentherapie VG801 gegen die erbliche Augenerkrankung Morbus Stargardt abgestimmt. In einer Phase-I/II-Studie zeigten alle 13 Patienten mit messbarer Ausgangssehschärfe Verbesserungen, gemesen auf der ETDRS-Skala.
Samsung Biologics hat nach Ende der Nachfrist 97,66% des ausgegebenen Aktienkapitals von PolyPeptide angedient bekommen. Der Vollzug verzögert sich nun nur noch wegen noch ausstehender regulatorischer Genehmigungen und wird nun für Ende 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet. Anschließend plant Samsung einen Squeeze-out und das Delisting von der Schweizer Börse.
Evotec peilt bis 2030 nun eine Milliarde Euro Umsatz an, bislang waren es mehr als eine Milliarde. Bei stärkerem Wachstum der Partnerprogramme sieht der Hamburger Wirkstoffentwickler zusätzliches Potenzial. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um 13% auf 465 Mio. Euro. Im 3. Quartal stieg er nur im Produktionssegment von Just-Evotec Biologics, dort um rund 9%.
Das Dortmunder Biotech-Unternehmen KyDo Therapeutics hat von bestehenden Investoren eine weitere Seed-Finanzierung in unbekannter Höhe erhalten. Neue präklinische Daten hätten das Potenzial der kovalent-allosterischen Wirkstoffplattform gegen genetisch definierte Tumoren untermauert. Das frische Kapital soll bis zur Auswahl eines Entwicklungskandidaten ausreichen.
Das spanische Biotech-Unternehmen VIVA In Vitro Diagnostics hat ASKA Biotech aus Hennigsdorf (Berlin) als Entwicklungs- und Herstellungspartner für einen funktionellen NLRP3-Biomarker-ELISA-Test gewonnen. Damit wird die Aktivität des NLRP3-Inflammasoms zunächst mit Blick auf Sepsis erforscht. VIVA erhielt dafür 2,5 Mio. Euro aus dem EIC-Transition-Programm der EU.
Boehringer Ingelheim sichert sich über eine Partnerschaft mit Sino Biopharmaceutical Zugang zu sechs präklinischen Krebsprogrammen. Die Kandidaten umfassen ADCs und T-Zell-Engager. SBP erhält zunächst 358 Mio. US-Dollar, weitere bis zu sieben Milliarden Dollar sind an Entwicklungs- und Vermarktungserfolge geknüpft. Boehringer kann später exklusive Rechte übernehmen.
Pentixapharm kommt mit den Vorbereitungen für die zulassungsrelevante Phase III-Studie PANDA (Radiodiagnostik) voran. Die FDA erhob keine Einwände gegen das Studienprotokoll mit rund 325 Patienten, die zentrale US-Ethikkommission genehmigte es. Mehr als zehn US-Prüfzentren sind ausgewählt. Der erste Patient soll wie geplant im ersten Quartal 2027 aufgenommen werden.
