Die Europäische Kommission hat JASCAYD® (Nerandomilast) von Boehringer Ingelheim zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und der progredienten Lungenfibrose (PPF) zugelassen. Es ist die erste neue Therapie für IPF in der EU seit mehr als zehn Jahren und für PPF seit über fünf Jahren. Der orale PDE4B-Hemmer zeigte in Studien eine gute Verträglichkeit.
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Die Marinomed Biotech AG will erneut ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragen – diesmal ohne Eigenverwaltung. Bereits 2024 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Als Ursache nennt Marinomed den Abbruch der Verhandlungen mit Unither Pharmaceuticals sowie ausbleibende Zahlungen aus dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts.
Lilly setzt auf Psychedelika: Der US-Pharmakonzern übernimmt AtaiBeckley für 2,8 Mrd. US-Dollar plus bis zu 1 Mrd. US-Dollar an Meilensteinzahlungen. Im Mittelpunkt des Deals stehen die DMT-basierten Depressionstherapien BPL-003 und VLS-01. Die Übernahme gilt als Signal, dass Psychedelika nach Jahren der Skepsis zunehmend im Fokus der Pharmaindustrie stehen.
Das BMFTR hat die Förderrichtlinie für die neuen Transferhubs der Initiative F.A.S.T. (Forschung, Ausgründungen, Skalierung, Transfer) veröffentlicht. In einem zweistufigen Wettbewerb sollen zunächst rund zwölf Konsortien Konzepte entwickeln, aus denen anschließend etwa sechs Transferhubs ausgewählt werden. Dabei soll ein funktionaler Transfermarktplatz entstehen.
Die FDA hat Invobenitug (ehemals Procizumab) der Berliner 4TEEN4 Pharmaceuticals den Fast-Track-Status zur Behandlung des kardiogenen Schocks verliehen. Der Antikörper neutralisiert das Enzym cDPP3, das an Herz-Kreislauf- und Organversagen beteiligt ist. Der Kandidat wird derzeit in der Phase-1b/2a-Studie PROCARD 2a bei Patienten mit erhöhten cDPP3-Werten untersucht.
Boehringer Ingelheim hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 16,2% auf 15,8 Mrd. Euro gesteigert. Wachstumstreiber waren das Blockbuster-Medikament JARDIANCE® sowie neue Produkteinführungen in den USA. Gleichzeitig meldet der Pharmakonzern Fortschritte in der Pipeline, darunter positive Phase III-Daten für den Adipositas-Kandidaten Survodutid.
Der Diagnostikspezialist Bruker hat die klinische Metagenomik-Plattform DISQVER® des deutschen Unternehmens Noscendo übernommen. Die Technologie ermöglicht die Analyse von mikrobieller DNA direkt aus Blutproben mittels metagenomischer Next-Generation-Sequenzierung (mNGS) und kann ohne vorherige Kultivierung mehr als 11.000 Mikroorganismen und Parasiten identifizieren.
Die Formycon AG baut ihre Produktionsbasis für Biosimilars aus und geht eine strategische Partnerschaft mit der indischen CDMO OneSource Specialty Pharma ein. OneSource übernimmt die Herstellung von Wirkstoff (Drug Substance) und Fertigarzneimittel (Drug Product) für Biosimilar-Programme an seinem Biologika-Standort in Bangalore zur Versorgung internationaler Märkte.
Novartis verkauft den Life Science Campus im österreichischen Kundl an die INNEXIS-Unternehmensgruppe. Der Konzern gibt damit das Infrastrukturmanagement des Standorts ab, behält jedoch Produktionsanlagen und Labore sowie seine Pharmaaktivitäten vor Ort. Rund 30 Beschäftigte wechseln zu INNEXIS, rund 850 Mitarbeiter bleiben bei Novartis in Kundl beschäftigt.
Evotec hat seine Jahresprognose deutlich gesenkt und rechnet 2026 nun mit 570–610 Mio. Euro Umsatz statt 700–780 Mio. Euro. Aus einem erwarteten positiven EBITDA wird ein Verlust von 70–105 Mio. Euro. Die Anpassung zeigt, dass Restrukturierung und Geschäftsbelebung langsamer greifen als erhofft. Der angestrebte Turnaround verschiebt sich. Hier unser Kommentar.
