Im Umfeld der kommenden Hauptversammlung wird bekannt, dass Thierry Bernard, Vorstandsvorsitzender von Qiagen, bis zur Ernennung eines neuen CEO erneut zur Wahl als Vorstandsmitglied vorgeschlagen wird. Der Auswahlprozess für die CEO-Nachfolge „mache gute Fortschritte“. Es werde erwartet, dass ein Nachfolger sein Amt in der zweiten Jahreshälfte 2026 antreten wird.
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Die österreichische AOP Health (Wien) und VRG Therapeutics (Budapest, Ungarn) wollen gemeinsam einen neuartigen Kv1.3-Inhibitor gegen Autoimmun- und Entzündungserkrankungen entwickeln. Der Wirkstoff basiert auf KI-entwickelten Miniproteinen der AI-MPRO-Plattform von VRG. Ziel sind zusätzliche präklinische Daten und der Übergang in erste klinische Studien.
Die EU will die Arzneimittelproduktion stärker nach Europa zurückholen. Unterhändler in Brüssel einigten sich auf neue Regeln, um europäische Hersteller bevorzugen zu können. Ziel sind stabilere Lieferketten und weniger Abhängigkeit von Asien. Betroffen von der Regel sind unter anderem Antibiotika, Krebsmedikamente und Arzneien gegen seltene Erkrankungen.
Das Würzburger Start-up NanoStruct hat eine Seed-Finanzierung über 2,6 Mio. Euro abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt eine KI-gestützte Analyseplattform zur schnellen Erkennung von Krankheitserregern wie Listerien oder Salmonellen in Lebensmitteln. Mit den Investoren von Bayern Kapital, dem HTGF und weiteren soll der Markteintritt vorbereitet werden.
Die Pentixapharm Holding AG (Würzburg) hat bei der FDA einen IND-Antrag für die Phase III-Studie PANDA eingereicht. Untersucht wird ein CXCR4-basiertes PET/CT-Diagnostikum zur nicht-invasiven Subtypisierung von primärem Hyperaldosteronismus (Nebennierenüberfunktion) bei therapieresistenter Hypertonie. Die Diagnostik soll Türöffner einer Therapieentwicklung werden.
Ein Anstieg um wenige bis keine Prozente ist derzeit die Nachrichtenlage bei Qiagen zum ersten Quartal. Seit Wochen geht es mit der Aktie deutlich bergab, seit dem Höchststand im Februar ein Minus von 40%. Der Konzern hat für das ganze Jahr keine besseren Botschaften zu bieten – außer die Ankündigung von Produktneuheiten in einigen Jahren. Neuer CEO dringend gesucht!
Zum ersten Quartal berichtet die Hamburger Evotec SE einen erwarteten verhaltenen Jahresauftakt, da der Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr durch einen singulären Umsatzeingang geprägt gewesen sei. Mit neuen Fortschritten in neuen Partnerschaften sieht man sich aber eher wieder auf gutem Weg, aus der Talsohle herauszukommen. Die Börse reagiert verhalten positiv.
Wegen einer „Verlustsituation“ im Geschäftsjahr 2025 hat die Wacker Chemie AG auf der Hauptversammlung die Dividende gestrichen. Da die Energiekosten derzeit hoch sind, diese aber an Kunden weitergereicht werden, würde zwar die Umsatzprognose erhöht, die Gewinnprognose bleibe aber unverändert. Insgesamt setzt Wacker auf mehr Effizienz im Wandel des Industriesektors.
Die Sartorius AG hat erfolgreich eine 500 Mio.-Euro-Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit platziert. Die Emission war mehr als vierfach überzeichnet, teilt das Göttinger Unternehmen mit, und ist mit 3,75 % verzinst. Die Mittel sollen vor allem zur Refinanzierung bestehender Schulden genutzt werden, darunter eine 2026 fällige Anleihe über 650 Mio. Euro.
Bayer stärkt sein Ophthalmologie-Portfolio mit der Übernahme von Perfuse Therapeutics (San Francisco, USA) für bis zu 2,45 Mrd. US-Dollar. Im Fokus steht ein Phase II-Kandidat gegen Glaukom und diabetische Retinopathie mit Potenzial als krankheitsmodifizierende Therapie. Als Upfrontzahlung fließen 300 Mio. US-Dollar, der Rest ist an Meilenstein-Erfolge gekoppelt.
