Die Uniklinik Köln hat gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) die CDMO Celonic mit der Prozessentwicklung und GMP-Herstellung eines Antikörpers gegen Pseudomonas aeruginosa beauftragt. Der Wirkstoff soll insbesondere gegen schwere Krankenhausinfektionen und multiresistente Erreger helfen. Celonic produziert in Basel und Heidelberg.

Vaderis Therapeutics hat 152 Mio. US-Dollar für die Phase III-Entwicklung von Engasertib aufgenommen. Die Schweizer Biotechfirma will damit die globale HEROIC-Studie gegen die seltene Gefäßerkrankung HHT finanzieren. Der Wirkstoff könnte die erste speziell entwickelte Therapie bei HHT werden, die unter anderem schwere Nasenblutungen und chronische Anämie verursacht

Die Münchner Radiopharmafirma ITM hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Rückmeldung zum Zulassungsantrag für das Radiopharmazeutikum ¹⁷⁷Lu-Edotreotid (ITM-11) gegen gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren erhalten. Klinische Wirksamkeits-, Sicherheits- oder nichtklinische Daten wurden nicht beanstandet. Fragen gibt es zur Herstellung bei einem Partner.

Das Medtech-Unternehmen P&F Products & Features übernimmt die AVVie GmbH. Mit der Akquisition erweitert P&F sein Portfolio im Bereich struktureller Herzerkrankungen um das AngelValve™ Augmentation System, eine katheterbasierte Technologie zur Behandlung von Mitralklappeninsuffizienz. Ziel sei es, die Entwicklung und Kommerzialisierung der Plattform zu beschleunigen.

Noch kein Blockbuster aber vielleicht einmal? Die Hamburger Evotec arbeitet nun mit der US-amerikanischen, frisch börsennotierten Odyssey Therapeutics zusammen um mit KI-Hilfe neue Wirkstoffe gegen Autoimmun- und Entzündungserkrankungen zu entwickeln. Evotec erhält für validierte Substanzen Meilensteinzahlungen. Finanzielle Details wurden jedoch nicht genannt.

Das Brandenburger Biotech-Unternehmen Kupando hat den ersten Patienten in einer Phase I-Studie mit dem Immuntherapie-Kandidaten KUP101 behandelt. Der duale TLR4/7-Agonist soll das angeborene Immunsystem gegen fortgeschrittene solide Tumoren aktivieren. Mit dem Studienstart schafft Kupando den Schritt von der Präklinik zum klinischen Biotechnologie-Unternehmen.

Der Umsatz von Qiagen blieb mit 535 Mio. US-Dollar stabil und fiel besser aus als prognostiziert. Wachstumstreiber waren Probentechnologien, QIAcuity und QIAGEN Digital Insights. Die Jahresprognose mit 1–2% Umsatzwachstum und mindestens 2,43 US-Dollar Gewinn je Aktie wurde bestätigt. Nun fehlt nur die Bekanntgabe des neuen CEO, die laut Insidern noch im Sommer folgt.

Evonik hat im zweiten Quartal 2026 von Lieferkettenproblemen infolge des Nahostkonflikts durch höhere Preise profitiert. Das bereinigte EBITDA stieg um 24% auf 630 Mio. Euro. Der Konzern erhöhte seine Jahresprognose auf 2,2 Mrd. Euro EBITDA (2025: 1,9 Mrd. Euro). Trotz Sonderkonjunktur hält Evonik am Stellenabbauprogramm bis 2029 fest, betroffen: 3.200 Arbeitsplätze.

Bei schwächerer weltweiter Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen sowie ausbleibenden Meilensteinzahlungen meldete BioNTech für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 820,8 Mio. Euro bei einem Umsatz von 105,6 Mio. Euro. Dafür wurde die Onkologie-Pipeline auf inzwischen 14 zulassungsrelevante Phase III-Studien erweitert. Liquide Mittel gibt es genug: 16,6 Mrd. Euro.

Wacker Biotech und das US-Unternehmen Eclipsebio bauen ihre Zusammenarbeit bei RNA-Therapeutika aus. Eclipsbio liefert KI-gestütztes RNA-Design und sequenzbasierte Analytik zur GMP-konformen Herstellung von Plasmid-DNA, RNA und Lipid-Nanopartikeln (LNPs) auf Seiten von Wacker. So soll bereits die frühe Wirkstoffoptimierung in die Produktionsplattform einfließen.