Roche Diagnostics bringt einen Test auf den Markt, der Neugeborene gleichzeitig auf spinale Muskelatrophie (SMA), schweren kombinierten Immundefekt (SCID) und Sichelzellkrankheit untersucht. Die frühzeitige Diagnose ermögliche es, betroffene Kinder bereits kurz nach der Geburt zu identifizieren und notwendige Therapien einzuleiten, bevor schwere Symptome auftreten.
Lemiretprocel (OpCT-001) von BlueRock Therapeutics, einer 100%igen Bayer-Tochter, hat von der FDA und der EMA Orphan-Drug-Designations erhalten. In den USA gelten sie für Retinitis pigmentosa und Zapfen-Stäbchen-Dystrophie, in der EU für verschiedene Formen erblicher Netzhauterkrankungen. Der iPSC-basierte Zelltherapie-Kandidat wird derzeit in Phase I/IIa getestet.
Die Mainzer BioNTech SE schließt ihre Standorte in Tübingen (Baden-Württemberg) Ende 2027, in Marburg (Hessen) Anfang 2028 und in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) Ende 2028. Dem Unternehmen nach handele es sich dort um Produktionskapazitäten, die derzeit absehbar nicht mehr gebraucht würden. Rund 2.000 Beschäftigte sind betroffen. Käufer seien nicht gefunden worden.
Es gibt kaum jemanden, der die Entwicklung der Hamburger Evotec SE auf der inhaltlichen, wissenschaftlichen Seite so geprägt hat wie der CSO Dr. Cord Dohrmann, der seit 2010 die wissensbasierte Wirkstoffentwicklung leitete und beständig am Puls der Zeit hielt. Nun scheidet er zum Monatsende aus. Die Ankündigung kommt plötzlich, da nun erst eine Nachfolge gesucht wird.
Vetter erweitert seine globalen Produktionsressourcen für injizierbare Medikamente. Bis 2032 sollen zehn zusätzliche Abfüllanlagen entstehen, sieben davon an bestehenden Standorten. Eine neue Anlage ist frisch in Betrieb gegangen, eine weitere soll bis Jahresende folgen. Fünf Anlagen für aseptische Abfüllung sind bis 2028, drei ab 2031 am Standort Saarlouis geplant.
Die zweite Insolvenz ist das endgültige Aus für die österreichische Marinomed Biotech. Nachdem im Juli erneut ein Sanierungsverfahren beantragt worden war, scheiterte dies nun, das Insolvenzgericht ordnete am 24. September die Schließung an. Die Rettungsversuche blieben erfolglos. Bereits 2024 hatte das börsennotierte Unternehmen erstmals Insolvenz angemeldet.
Roche investiert weiter in Basel. Der Schweizer Pharmakonzern baut seinen Basler Hauptsitz beständig weiter aus. Nun fließen 790 Mio. Schweizer Franken in eine neue Produktionsanlage für synthetische Wirkstoffe. Dahinter steht ein klares Bekenntnis zum Standort aber auch der Wunsch, Entwicklung und Produktion enger zusammenrücken zu lassen.
Variant Bio erweitert seine mehrjährige Forschungskollaboration mit Boehringer Ingelheim von Nieren- auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die KI-gestützte Inference-Plattform soll genetisch gestützte Targets identifizieren. Variant Bio erhält weitere Vorauszahlungen und kann nun insgesamt auf Lizenz- und Meilensteinzahlungen von mehr als 250 Mio. US-Dollar kommen.
Das Tübinger Biotech-Unternehmen ViferaXS hat eine Finanzierungsrunde über bis zu 12 Mio. Euro abgeschlossen. Angeführt von der deutschen Agentur für Sprunginnovation SPRIND und Huma, soll das Geld vor allem die Phase II-Studie mit CLLTAXS01 bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) finanzieren. Zudem stehen Phase I-Daten bei AML und fibrolamellulärem Karzinom an.
BioLabs lud heute zur Eröffnung der gemeinschaftlich genutzten Labore und Coworking Spaces im Bereich Biotechnologie und Life Sciences. Das neue Zentrum in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs nennt sich BioLabs | TUM, da es ein Gemeinschaftsprojekt mit den TUM Venture Labs der Technischen Universität München und dem globalen Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company ist.
