BioNTechs mRNA-Krebsimmuntherapie BNT113 hat in der Phase-2/3-Studie AHEAD-MERIT bei HPV16-positivem Kopf-Hals-Krebs den ersten dualen primären Endpunkt verfehlt. Die Kombination verbesserte das progressionsfreie Überleben nicht signifikant gegenüber Pembrolizumab allein. Die Studie wird fortgesetzt, um den zweiten primären Endpunkt, das Gesamtüberleben, auszuwerten.

Die FDA hat den Zulassungsantrag für Formycons Biosimilar zum Krebsmedikament Keytruda (Pembrolizumab) angenommen. Nach Unternehmensangaben ist dies der erste Keytruda-Biosimilar-Antrag, den die FDA zur Prüfung angenommen hat. Eine vergleichende Phase III-Wirksamkeitsstudie war nicht erforderlich. Die FDA-Entscheidung wird für das dritte Quartal 2027 erwartet.

Samsung Biologics hat sich mit seinem Übernahmeangebot 87,59 Prozent der ausgegebenen Aktien des Schweizer Peptidherstellers PolyPeptide gesichert. Damit ist die Mindestannahmeschwelle von 66,67 Prozent vorläufig erreicht. Das endgültige Zwischenergebnis folgt noch, eine weitere Annahmefrist geht bis Ende Oktober. Der Vollzug hängt noch von weiteren Bedingungen ab.

In einer aktuellen Finanzierungsrunde konnte die VC-Gesellschaft Forbion 2,3 Mrd. Euro einwerben. Damit beläuft sich das von Forbion verwaltete Vermögen auf rund 7,5 Mrd. Euro. Die Mittel fließen in zwei neue Fonds für rund 30 wachstumsstarke Unternehmen. Beteiligt haben sich unter anderem MN, PGGM, KfW Capital, Kauffman Foundation sowie Eli Lilly and Company.

An der TU München (TUM) ist in Garching das Center for Organoid Systems (COS) eröffnet worden. Der Forschungsneubau wurde mit mehr als 40 Mio. Euro von Freistaat, Heinz Nixdorf Stiftung und TUM finanziert. Neun Forschungsgruppen arbeiten dort an Mini-Organen für die Erforschung von Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie an neuen Therapieansätzen.

Die Gerüchte haben sich bestätigt: BASF kämpft um Evonik. Die Großübernahme in der deutschen Chemiebranche hat jedoch nicht auf Anhieb geklappt. Das erste Angebot von BASF wurde von Evonik abgelehnt. Ob das nur das übliche Pokerspiel bei Übernahmen ist oder der Widerstand nachhaltig ist, wird sich zeigen. Evonik hat neben der Spezialchemie auch eine Biotech-Sparte.

Der Medizin-Nobelpreis 2026 geht an Peter Hegemann (HU Berlin), Georg Nagel (Uni Würzburg) und den US-Forscher Karl Deisseroth. Ausgezeichnet werden ihre Arbeiten zu lichtgesteuerten Ionenkanälen und der Optogenetik. Die Methode macht Nervenzellen gezielt lichtempfindlich und erlaubt, ihre Aktivität an- und auszuschalten. Die drei teilen 12 Mio. schwedische Kronen.

Bayer baut seine Pharmaproduktion in den USA aus und investiert 2,2 Mrd. US-Dollar in einen neuen Standort in New Albany, Ohio. Gebaut wird in Modulen und nacheinander: Ab 2031 sollen dort Wirkstoffe, ab 2034 Fertigarzneimittel produziert werden. Geplant sind 600 Arbeitsplätze. Trotz des US-Ausbaus bleibt Berlin globales Hauptquartier der Pharmasparte.

Das Wiener CDMO Biomay kooperiert mit dem US-Genspezialisten Synthego, um Kunden in Nordamerika den Zugang zu CRISPR- und mRNA-Lösungen zu erleichtern. Synthego wird Biomay-Produkte und -Dienstleistungen vermarkten und weiterverkaufen. Das Angebot reicht von der gRNA- und mRNA-Herstellung über die LNP-Formulierung und Fill-finish bis zur cGMP-Produktion.

Novartis hat sich mit einem Deal in China einen Medikamentenkandidaten für Autoimmunerkrankungen gesichert. Der Schweizer Pharmakonzern hat eine bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarung mit der chinesischen Abogen Biosciences geschlossen. Es geht dabei um eine mRNA zur B-Zell-Depletion. Upfront fließen über 570 Mio. US-Dollar nach China.