Roche investiert weiter in Basel. Der Schweizer Pharmakonzern baut seinen Basler Hauptsitz beständig weiter aus. Nun fließen 790 Mio. Schweizer Franken in eine neue Produktionsanlage für synthetische Wirkstoffe. Dahinter steht ein klares Bekenntnis zum Standort aber auch der Wunsch, Entwicklung und Produktion enger zusammenrücken zu lassen.

Variant Bio erweitert seine mehrjährige Forschungskollaboration mit Boehringer Ingelheim von Nieren- auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die KI-gestützte Inference-Plattform soll genetisch gestützte Targets identifizieren. Variant Bio erhält weitere Vorauszahlungen und kann nun insgesamt auf Lizenz- und Meilensteinzahlungen von mehr als 250 Mio. US-Dollar kommen.

Das Tübinger Biotech-Unternehmen ViferaXS hat eine Finanzierungsrunde über bis zu 12 Mio. Euro abgeschlossen. Angeführt von der deutschen Agentur für Sprunginnovation SPRIND und Huma, soll das Geld vor allem die Phase II-Studie mit CLLTAXS01 bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) finanzieren. Zudem stehen Phase I-Daten bei AML und fibrolamellulärem Karzinom an.

BioLabs lud heute zur Eröffnung der gemeinschaftlich genutzten Labore und Coworking Spaces im Bereich Biotechnologie und Life Sciences. Das neue Zentrum in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs nennt sich BioLabs | TUM, da es ein Gemeinschaftsprojekt mit den TUM Venture Labs der Technischen Universität München und dem globalen Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company ist.

Boehringer Ingelheim und Envisagenics starten eine mehrjährige Forschungspartnerschaft zur Entwicklung neuer Krebstherapien. Die KI-Plattform SpliceCore soll tumorspezifische Targets aus alternativen RNA-Spleißvorgängen identifizieren. Boehringer prüft deren Einsatz für ADCs, T-Zell-Engager und multispezifische Antikörper – für potenziell mehr als 1 Mrd. US-Dollar.

Nach einer Zwischenlösung hat Novartis Deutschland einen neuen Bürostandort in München bezogen. Im Holzhybrid-Gebäude The Stack nahe dem Hauptbahnhof arbeiten die Beschäftigten nun zentral in der Stadt. Zur Eröffnung präsentierte sich Ministerpräsident Söder als Unterstützer der Pharmaindustrie in einem Innovationsökosystem zwischen Kliniken, Start-ups und Patienten.

Electra Therapeutics ist seit dem 18. September an der Nasdaq gelistet. Der Börsengang brachte dem US-Biotech-Unternehmen 350 Mio. US-Dollar ein. Die Schweizer HBM Healthcare Investments investierte 2025 zunächst 15 Mio. USD und weitere 15 Mio. im IPO. Damit hält HBM nun rund 4% an Electra zu einem aktuellen Gegenwert von 33 Mio USD.

Die spanische mAbxience und Sandoz kooperieren bei einem geplanten Biosimilar zu Emicizumab (Hemlibra) gegen Hämophilie A. mAbxience (Mehrheitseigner ist Fresenius) übernimmt Entwicklung und Herstellung in Spanien und Argentinien, Sandoz die weltweiten Vermarktungsrechte mit Ausnahmen. Der Referenzmarkt des Antikörpers wird auf 5,7 Mrd. US-Dollar geschätzt.

Telix übernimmt ITM Isotope Technologies Munich für 1,65 Mrd. US-Dollar. Der australische Radiopharma-Spezialist erhält damit Zugang zu ITMs Radioisotopenproduktion und Pipeline, darunter das Phase III-Programm ITM-11. Für ITM endet damit die Eigenständigkeit nach Jahren großer Finanzierungsrunden: In der Vergangenheit flossen über 800 Mio. Euro in das Unternehmen.

FluoSphera (Schweiz) und Sciomics (Deutschland) bündeln ihre Technologien für die präklinische Wirkstoffprüfung. Das gemeinsame Angebot kombiniert humane 3D-Gewebemodelle mit Proteomik, um Wirksamkeit, Lebermetabolismus und organspezifische Toxizität parallel zu untersuchen. Dabei können auch zugrunde liegende Signalwege und mögliche Biomarker identifiziert werden.