Der Wirkstoff ACI-19764, der oral verabreicht wird, adressiert das Inflammasome, wurde bis 20 mg täglich gut vertragen und zeigte eine Passage in den Liquor. Dosen bis 10 mg erreichten Konzentrationen oberhalb der IC90. Eine Phase Ib-Kohorte soll nun die entzündungshemmende Wirkung untersuchen. Erste Ergebnisse werden bis zum Jahresende erwartet.
Roche investiert rund 750 Mio. US-Dollar in eine neue Produktionsanlage der US-Tochter Genentech in Hillsboro, Oregon. Ab 2031 sollen dort unter anderem Fertigspritzen und Autoinjektoren befüllt und montiert werden. Geplant sind 250 neue Arbeitsplätze. Der Ausbau folgt auf eine neue Genentech-Anlage in North Carolina für Stoffwechselmedikamente.
Dass BioNTech nach den Moderna-Daten zeitweise 20% zulegte, ist wohl ein reflexartiger „mRNA-Effekt“. Doch die Mainzer haben eine umfangreiche Onkologie-Pipeline aufgebaut und verfolgen unterschiedliche mRNA- und immunonkologische Ansätze, darunter personalisierte Krebsimpfstoffe und Kombinationen mit anderen Immuntherapien. Moderna selbst stieg sogar um über 170%.
Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des US-Lifescience-Unternehmens Bio-Techne durch die deutsche Merck KGaA (Darmstadt) freigegeben. Die Behörde sieht keine wettbewerblichen Bedenken, da sich die Portfolios weitgehend ergänzen und es weitere starke Anbieter gebe. Der Kaufpreis liegt bei 10 Mrd. Euro, die Übernahme soll zum Jahresende abgeschlossen sein.
Boehringer Ingelheim übernimmt die Schweizer Biotechfirma Evax. Das aus der Universität Zürich hervorgegangene Unternehmen entwickelt VLP-basierte therapeutische Impfstoffe gegen allergische Hauterkrankungen bei Pferden. Der Zukauf erweitert Boehringers Tiergesundheitsportfolio und folgt der Übernahme des Schweizer VLP-Spezialisten Saiba Animal Health 2024.
Die Uniklinik Köln hat gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) die CDMO Celonic mit der Prozessentwicklung und GMP-Herstellung eines Antikörpers gegen Pseudomonas aeruginosa beauftragt. Der Wirkstoff soll insbesondere gegen schwere Krankenhausinfektionen und multiresistente Erreger helfen. Celonic produziert in Basel und Heidelberg.
Vaderis Therapeutics hat 152 Mio. US-Dollar für die Phase III-Entwicklung von Engasertib aufgenommen. Die Schweizer Biotechfirma will damit die globale HEROIC-Studie gegen die seltene Gefäßerkrankung HHT finanzieren. Der Wirkstoff könnte die erste speziell entwickelte Therapie bei HHT werden, die unter anderem schwere Nasenblutungen und chronische Anämie verursacht
Die Münchner Radiopharmafirma ITM hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Rückmeldung zum Zulassungsantrag für das Radiopharmazeutikum ¹⁷⁷Lu-Edotreotid (ITM-11) gegen gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren erhalten. Klinische Wirksamkeits-, Sicherheits- oder nichtklinische Daten wurden nicht beanstandet. Fragen gibt es zur Herstellung bei einem Partner.
Die Schweizer SOPHiA GENETICS arbeitet künftig mit AstraZeneca an zwei Companion Diagnostics für die Präzisionsonkologie. Das Schweizer Unternehmen entwickelt einen Test für solide Tumoren zu einem dezentralen CDx weiter und validiert eine Anwendung für hämatologische Krebserkrankungen. Ziel ist, Biomarker-Tests weltweit schneller und breiter verfügbar zu machen.
Das Medtech-Unternehmen P&F Products & Features übernimmt die AVVie GmbH. Mit der Akquisition erweitert P&F sein Portfolio im Bereich struktureller Herzerkrankungen um das AngelValve™ Augmentation System, eine katheterbasierte Technologie zur Behandlung von Mitralklappeninsuffizienz. Ziel sei es, die Entwicklung und Kommerzialisierung der Plattform zu beschleunigen.
