Boehringer Ingelheim sichert sich über eine Partnerschaft mit Sino Biopharmaceutical Zugang zu sechs präklinischen Krebsprogrammen. Die Kandidaten umfassen ADCs und T-Zell-Engager. SBP erhält zunächst 358 Mio. US-Dollar, weitere bis zu sieben Milliarden Dollar sind an Entwicklungs- und Vermarktungserfolge geknüpft. Boehringer kann später exklusive Rechte übernehmen.

Pentixapharm kommt mit den Vorbereitungen für die zulassungsrelevante Phase III-Studie PANDA (Radiodiagnostik) voran. Die FDA erhob keine Einwände gegen das Studienprotokoll mit rund 325 Patienten, die zentrale US-Ethikkommission genehmigte es. Mehr als zehn US-Prüfzentren sind ausgewählt. Der erste Patient soll wie geplant im ersten Quartal 2027 aufgenommen werden.

Das dänische BioInnovation Institute (BII) erweitert seine europäische CardioMetabolic Bridge um Standorte in Berlin und München. Die von der Novo Nordisk Foundation mit bis zu 450 Mio. DKK (rund 60 Mio. Euro) geförderte Initiative soll Forschung zu Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schneller in Arzneimittel und Biotech-Gründungen überführen.

Evonik hat das bereinigte EBITDA im dritten Quartal um 40% auf 629 Mio. Euro gesteigert und erwartet für 2026 nun ein Ergebnis in der oberen Hälfte der Spanne von 2,0-2,2 Mrd. Euro. Der Cashflow steigt und die Verschuldung sinkt. Mit dem Verkauf von Oxeno und der Vorbereitung einer möglichen Veräußerung von Syneqt schafft Evonik Klarheit im Portfolio – für BASF?

Merck (Darmstadt) verkauft fünf US-amerikanische CDMO-Standorte mit rund 1.100 Beschäftigten an Lonza für einen „niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ in Schweizer Franken. Merck will sein Life-Science-Portfolio stärker fokussieren und Investitionen auf wissenschaftliche Kernkompetenzen konzentrieren – wie das neue Bioprozess-Zentrum in Südkorea.

Merck hat in Daejeon ein Bioprocessing-Zentrum für mehr als 300 Mio. Euro eröffnet. Die 44.500 m² große Anlage ist die bislang größte Life-Science-Investition des Konzerns im asiatisch-pazifischen Raum. Sie produziert unter anderem Zellkulturmedien und Prozessflüssigkeiten und soll die regionale Versorgung mit Materialien für die Biopharma-Herstellung stärken.

STRATEC verkauft Tochter Diatron MI für zunächst 10 Mio. Euro an ein indisches Investorenkonsortium. Der Bereich Hämatologie und klinische Chemie dürfte 2026 rund 20 Mio. Euro Umsatz, aber 10 Mio. Euro operativen Verlust erzielen. Nach Wertminderungen von 44,1 Mio. Euro hebt STRATEC die bereinigte EBIT-Margenprognose für das fortgeführte Geschäft auf 13-15% an.

Fresenius hat mit WuXi Biologics eine exklusive Entwicklungsvereinbarung über bis zu 37 Biosimilar-Kandidaten geschlossen. Der Konzern kann die Programme schrittweise auswählen und erhält die weltweiten Vermarktungsrechte. Damit könnte die Pipeline von 29 auf bis zu 66 Moleküle wachsen. Erste Entwicklungsprojekte betreffen Polatuzumab Vedotin und Teprotumumab.

Der Schweizer Molecular Partners AG (Zürich) will bis zu 55 Stellen und damit rund 44% der Belegschaft abbauen. Das Unternehmen konzentriert sich künftig auf Radio-DARPins gegen Krebs. Die Kasse war Ende September noch mit 57,5 Mio. CHF gefüllt, soll aber nur bis Ende 2027 reichen. Seit Oktober 2024 gelang keine weitere Finanzierung, obwohl die Pipeline breiter wurde.

Appian und PSI CRO haben eine KI-gestützte Lösung zur Auswahl geeigneter Prüfzentren für klinische Studien vorgestellt. Sie bündelt Dokumente, Daten und Arbeitsschritte in einem digitalen Workflow über Ländergrenzen hinweg. Das Projekt ist der Auftakt einer gemeinsamen Plattformstrategie, die den Start von klinischen Studien schneller machen soll.