Die Schweizer DINAMIQS, Tochtergesellschaft der Siegfried Holding AG, erhielt von der eidgenössischen Behörde Swissmedic die Lizenz für GMP-Produktion und Testung viraler Vektoren. Damit kann das Unternehmen ATMP herstellen und freigeben. Als erste integrierte Viral-Vector-CDMO der Schweiz biete DINAMIQS damit nun End-to-End-Services für Gentherapien aus einer Hand.

QIAGEN meldet für Q1 2026 gemischte Trends: Der Umsatz steigt leicht auf 492 Mio. US-Dollar (+2%, CER −1%), der Gewinn je Aktie bleibt im Rahmen der Erwartungen. Wachstumstreiber wie Probentechnologien und QIAcuity legen zu, während QuantiFERON schwächelt. Die Jahresprognose wird deswegen auf 1–2% Umsatzwachstum (CER) gesenkt, was den Kurstrend nach unten antreibt.

Die SphingoTec GmbH (Hennigsdorf bei Berlin) bringt mit dem ELISA sphingotest® penKid® einen Test für den Nierenbiomarker Proenkephalin auf den Markt. Er läuft auf Standardlaborgeräten, zeigt hohe Übereinstimmung mit dem Referenzassay und soll Forschung zur Nierenfunktion sowie klinische Studien breiter zugänglich machen, wofür große Nachfrage bestehe, so die Firma.

Evonik und die japanische Higuchi eröffnen in Yokohama ein gemeinsames „Open Pharma Lab“. Dort erhalten Formulierer Zugang zu EUDRAGIT®-Polymeren und Formulierungs-Know-how für patientenfreundliche orale Arzneiformen. Die langjährige Partnerschaft wird vertieft und das Innovationsnetzwerk von Evonik in Asien damit weiter ausgebaut. Start ist der 1. Mai 2026.

Die Münchner Onyx Biotech erhält eine Pre-Seed-Finanzierung vom Göttinger Life Science Valley Wachstumsfonds, von Freiraum Ventures und einigen Business Angels. Das Start-up entwickelt Simulationen und „Digital Twins“, die bis zu 96% der Laborexperimente ersetzen und die Entwicklung von Biologika deutlich verkürzen sollen. Einige Kunden testen die Algorithmen bereits.

German Biotech Days in Leipzig: Rund 900 Teilnehmer diskutierten über die Chancen und Herausforderungen der Branche, mit den bekannten Widersprüchen. Zwischen politischer Ambition, Förderprogrammen und dem Anspruch eines global führenden Standorts wächst die Lücke zur Realität: Tempo, Kapital und Wettbewerb, etwa durch China, setzen die Branche zunehmend unter Druck.

Evonik investiert 80 Mio. Euro in den Ausbau seines bestehenden Biotech-Standorts in Slovenská Ľupča in der Slowakei. Die Anlage soll zur industriellen Biotechnologie nun auch das CDMO-Geschäft für pharmazeutische Wirkstoffe stärken. Von der Aminosäureproduktion soll sich der Standort – mit Rhamnolipid- und Spinnenseidenprotein-Produktion – zum Biotech-Hub entwickeln.

Immunic Inc. führt zum 27. April 2026 eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 durch. Die Aktien bleiben unter „IMUX“ an der Nasdaq notiert. Ziel ist die Erfüllung von Finanzierungsvereinbarungen und das Vermeiden des ständigen „Kratzens“ an der 1-Dollar-Marke. Die Zahl der Aktien sinkt von rund 136 Mio. auf 13,6 Mio., der Kurs dürfte sich technisch verzehnfachen.

Die Würzburg-Münchner CatalYm startete die globale Phase II/III-Studie VINCIT mit Visugromab: Der erste Patient mit krebsassoziierter Kachexie wurde behandelt. Der Antikörper neutralisiert GDF-15, aktiviert damit das tumorumgebende Gewebe und soll Gewichtsverlust sowie Immuntherapie-Resistenzen bei fortgeschrittenen Tumoren adressieren.

Roche startet solide ins Jahr: Im Q1 2026 steigen die Verkäufe währungsbereinigt um 6% (in CHF -5 %). Treiber sind das starke Pharmageschäfte (+7 %) mit Blockbustern wie Ocrevus und Vabysmo sowie Diagnostics (+3 %). Neue Studiendaten, Produkte und KI-Initiativen stützen den Ausblick, den das Unternehmen bestätigt. Die neue Sequenziertechnologie steht noch am Anfang.