Der Umsatz von Qiagen blieb mit 535 Mio. US-Dollar stabil und fiel besser aus als prognostiziert. Wachstumstreiber waren Probentechnologien, QIAcuity und QIAGEN Digital Insights. Die Jahresprognose mit 1–2% Umsatzwachstum und mindestens 2,43 US-Dollar Gewinn je Aktie wurde bestätigt. Nun fehlt nur die Bekanntgabe des neuen CEO, die laut Insidern noch im Sommer folgt.

Evonik hat im zweiten Quartal 2026 von Lieferkettenproblemen infolge des Nahostkonflikts durch höhere Preise profitiert. Das bereinigte EBITDA stieg um 24% auf 630 Mio. Euro. Der Konzern erhöhte seine Jahresprognose auf 2,2 Mrd. Euro EBITDA (2025: 1,9 Mrd. Euro). Trotz Sonderkonjunktur hält Evonik am Stellenabbauprogramm bis 2029 fest, betroffen: 3.200 Arbeitsplätze.

Bei schwächerer weltweiter Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen sowie ausbleibenden Meilensteinzahlungen meldete BioNTech für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 820,8 Mio. Euro bei einem Umsatz von 105,6 Mio. Euro. Dafür wurde die Onkologie-Pipeline auf inzwischen 14 zulassungsrelevante Phase III-Studien erweitert. Liquide Mittel gibt es genug: 16,6 Mrd. Euro.

Wacker Biotech und das US-Unternehmen Eclipsebio bauen ihre Zusammenarbeit bei RNA-Therapeutika aus. Eclipsbio liefert KI-gestütztes RNA-Design und sequenzbasierte Analytik zur GMP-konformen Herstellung von Plasmid-DNA, RNA und Lipid-Nanopartikeln (LNPs) auf Seiten von Wacker. So soll bereits die frühe Wirkstoffoptimierung in die Produktionsplattform einfließen.

Weltweit flossen im ersten Halbjahr 2026 nach einer Erhebung von Dealroom 506 Mrd. US-Dollar Venture Capital – so viel wie nie zuvor. Doch 77% des Kapitals gingen an KI-Unternehmen, fast die Hälfte allein an OpenAI, Anthropic und xAI. Damit konzentrieren sich mehr als 80% aller VC-Investitionen auf die USA. Für Biotech bleibt das Finanzierungsumfeld schwierig.

Die Berliner ProBioGen AG kooperiert mit dem niederländischen Biotech-Unternehmen VarmX B.V. bei der Entwicklung eines therapeutischen Faktor-X-Kandidaten. Das Unternehmen bringt dabei seine Erfahrung aus Programmen zu den Gerinnungsfaktoren VII und VIII sowie seine DirectedLuck®-Transposase-Technologie ein, die für komplexe Gerinnungsproteine ausgelegt ist.

Die Schweizer Biopharma-CDMO Celonic AG und das Martinsrieder Unternehmen Leukocare AG bündeln ihre Kompetenzen bei der Entwicklung komplexer Biologika im Auftrag von Pharma- und Biotech-Unternehmen. Die Kooperation verbindet Celonics Know-how in Zelllinien-, Prozessentwicklung und GMP-Produktion mit Leukocares datengetriebenem Ansatz für Formulierungsentwicklung.

Pentixapharm hat seine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und dabei 20,4 Mio. Euro brutto eingeworben. Die Mittel sollen vor allem die zulassungsrelevante Phase III-Studie PANDA mit dem Radiotracer PentixaFor als bildgebendes Diagnostikum, den Ausbau der US-Aktivitäten sowie die Weiterentwicklung der CXCR4-basierten Radioliganden-Pipeline finanzieren.

Die Schweizer Investmentgesellschaft BB Biotech AG erzielte im zweiten Quartal 2026 eine Netto-Rendite von 17,2% und übertraf damit den Nasdaq Biotechnology Index. Der Nettogewinn lag bei 451 Mio. CHF. Das Portfolio wurde mit zwölf Neuinvestitionen auf 39 Beteiligungen ausgebaut. Zudem führt die Beteiligungsgesellschaft ab 2026 eine Dividendenzielrendite von 3–5% ein.

ITM stellt mit Lumara Bio einen neuen Geschäftsbereich für radiopharmazeutische Krebstherapien auf. Dort werden sämtliche Entwicklungsprogramme, darunter der Leitkandidat ITM-11, sowie die zuständigen Teams gebündelt. Für ITM-11 prüft die FDA derzeit den Zulassungsantrag; die Entscheidung wird bis Ende August erwartet. Die Markteinführung werde vorbereitet, heißt es.