Der Chemie- und Spezialitäten-Konzern Evonik greift zum Rotstift. Die Unternehmensstruktur wird auf zwei Säulen gestellt, zudem fallen Hierarchiebenen weg. Dramatischer wird es für die Mitarbeiter. Rund 7.000 Stellen können insgesamt wegfallen, wobei einige davon wie bereits angekündigt auch in Auslagerungen und Verkäufen von Geschäftsbereichen angesiedelt sind.
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Im Rahmen des Investor Updates 2024 präsentierte Lonza (Basel) seine Strategie und die neue Organisationsstruktur. Das Geschäft mit Kapseln und Inhaltsstoffen soll veräußert werden. Die neue „One Lonza“-Strategie beinhaltet die Fokussierung auf das CDMO-Geschäft, Optimierung von Produktion und auch Expansion durch Akquisition. 2025 soll Wachstum bringen.
Die Mainzer Schott Pharma AG & Co. KGaA stellte ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 vor. Der Spezialist für pharmazeutische Verpackungs- und Glasprodukte steigerte seinen Umsatz um 12% auf 957 Mio. Euro sowie sein EBITDA um 28% auf 66 Mio. Euro. Dazu würden besonders margenstarke High-Value-Lösungen mit einem Umsatzanteil von 55% beitragen.
Die BRAIN Biotech AG schafft zum Geschäftsjahr 2024/2025 das neue Wachstumssegment BRAINBiocatalysts. Durch die Kombination der beiden bisherigen Segmente BioProducts und BioScience Zwingenberg schärft BRAIN Biotech den Fokus weiter auf das Enzymgeschäft. Als Fünf-Jahres-Ziel wird 80% Wachstum des neuen Kernbereichs angestrebt auf dann 100 Mio. Euro Umsatz.
Die Lindis Blood Care GmbH (Hennigsdorf) eröffnet eine Finanzierungsrunde, um den Anti-EPCAM-Antikörper zur Tumorzellentfernung bei Krebsoperationen weiterzuentwickeln. Er soll die Sicherheit dieser Operationen erhöhen. Das Geld wird für den Zulassungsprozess in Europa und den USA verwendet. Erste Investoren: Brandenburg Kapital und HTGF.
Die Schweizer Noema Pharma AG hat eine Erweiterung der Serie B-Finanzierung in Höhe von 27 Mio. CHF abgeschlossen. Damit erhöht sich das in dieser Runde aufgebrachte Kapital seit 2023 auf insgesamt 130 Mio. CHF. Mit der Investition in den Neurologie-Spezialisten tritt EQT Life Sciences dem Syndikat bei, dem unter anderem Forbion, Sofinnova, Gilde und Jeito angehören.
Die Hamburger Evotec SE und die dänische Novo Nordisk A/S haben die ersten Projekte für ihren gemeinsamen Accelerator LAB eN² ausgewählt, der mit US-amerikanischen Forschungsstätten an der Ostküste zusammenarbeitet. Die drei Projekte aus der Boston University, der Harvard University und dem Joslin Diabetes Center drehen sich um kardiometabolische Erkrankungen.
Cimeio Therapeutics (Schweiz) und Kyowa Kirin (Japan) haben eine Forschungspartnerschaft für Zelltherapien abgeschlossen. Die Schweizer lizenzieren ihre SCIP-Plattform für epitopgeschützte Zellen. Dafür erhalten sie neben Vorauszahlungen und zweijähriger Forschungsfinanzierung weitere Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren von insgesamt bis zu 300 Mio. US-Dollar.
Die Medigene AG wählt die KRAS G12V-Mutation als erstes Target für TCR-gesteuerte T-Zell-Engager (TCR-TCEs). Dies wurde im Rahmen einer Partnerschaft mit WuXi Biologics bekannt gegeben. Ziel ist die Entwicklung von mehreren TCR-TCEs für Krebsbehandlungen in den nächsten drei Jahren in dieser Partnerschaft. WuXi liefert dabei einen bispezifischen Antikörper gegen CD3.
Die Formycon AG hat mit MS Pharma aus Jordanien eine Lizenzvereinbarung für sein Biosimilar FYB202 abgeschlossen. MS Pharma plant, die Zulassung in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) zu beantragen, um dort das Medikament zur Behandlung inflammatorischer Erkrankungen zu vermarkten. MS Pharma will das Biosimilar lokal in Saudien-Arabien produzieren.
