5. Accelerator Tübingen für Medical Life Science Start-ups startet

Der 4C Accelerator Tübingen geht in die 5. Runde. Start-ups der medizinischen Life Sciences können sich bis zum 20. Januar 2023 für das kostenfreie Qualifizierungsprogramm der Medical Innovations Incubator GmbH bewerben.

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In 17 Workshop-Tagen erhalten Start-ups eine fokussierte Ausbildung in den „4 Cs“ und im Regulatory Thinking®-Ansatz. Gemeinsam mit Experten wird das eigene Geschäftsmodell weiterentwickelt und bereitgemacht für Investoren.

Dabei widmet sich das Programm folgenden Fragen:

C1 | Commercialization
Wie generiere ich Umsätze im Gesundheitswesen? Viele Interessengruppen (Patienten, Ärzte, Ärztekammern, Pflegeheime etc.) und Marktbesonderheiten (zum Beispiel Selbstzahler, Erstattungsregeln der Krankenkassen wie AMNOG oder Selektivverträge) erschweren den Marktzugang und die Generierung von Umsätzen.

C2 |Certification
Wie erfolgt die Zulassung meines Produkts und meiner Firma? Der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems für die Firmenzulassung (zum Beispiel ISO 13485, Good manufacturing practice und die Erstellung der technischen Dokumentation für die Produktzulassung (beispielsweise Medical Device Regulation, In-vitro-Diagnostik-Regulation, Medicinal Products Act) sind meist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Markteintritt.

C3 |Clinical Studies
Wie belege ich die Sicherheit und Leistung meines Produkts? Nachweise über die klinische Evidenz beziehungsweise Sicherheit und Leistung des Produkts (zum Beispiel gemäß ISO 14155, ICH-Guidelines) sind unerlässlich und darüber hinaus für Start-ups kostenintensiv und zeitraubend.

C4 |Copyright
Wie kann ich Daten-/Schutzrechte zu meinem Vorteil nutzen? Datenschutzanforderungen (DSGVO) und Schutzrechte (zum Beispiel Patente) strategisch zu nutzen und zu pflegen, ist wichtig für die Firmenbewertung, erfolgreiche Verhandlungen mit Kapitalgebern oder Lizenznehmern und für die Planung von Exit-Szenarien.

Im Anschluss an die Workshop-Phase wird jedes Start-up über den Zeitraum von einem Jahr bei der Ausplanung der entstandenen Arbeitspakete von den MII-Start-up-Coaches unterstützt. Das Ziel: Durch die interaktiven Workshops erhalten Gründer ein tiefes Verständnis der "4Cs" und werden im Regulatory Thinking® als Mindset trainiert. Dadurch sind sie in der Lage, die Lücke zwischen Innovation im Allgemeinen und erfolgreicher Medizininnovation im Speziellen zu schließen.

Die Teilnehmer lernen:

  • die Hürden zur Verkürzung der Time-to-Market zu identifizieren und in einem individuellen Projektplan zu berücksichtigen;
  • die Vergütungsmöglichkeiten im Gesundheitsmarkt;
  • wie Qualitätsmanagementsysteme und Prozesse zu einem strategischen Konzept werden und wie sie effektiv zur Marktzulassung des Produktes führen;
  • ob und welche Art von klinischen Studien benötigt werden, wie sie umgesetzt werden;
  • alles zu Datenschutzanforderungen;
  • Wichtiges zum Schutz der Produktideen bzw. deren Verwertung

Wer kann teilnehmen?
Das Programm richtet sich an nationale und internationale Teilnehmer (Studenten, Absolventen, Berufstätige, Gründungsteams und Innovatoren aus dem Life-Sciences- und Health-Care-Bereich), die ihre Geschäftsidee innerhalb der folgenden Bereiche umsetzen wollen: Medical Devices (Apparate, Instrumente, Maschinen, Implantate), Therapeutics (Medikamente, Wirkstoffe), Diagnostics (Labortests, Laborverfahren) sowie Digital Health (Daten, Analysen, Software, Monitoring). Die Kurse werden auf Englisch stattfinden.

Wann findet der Accelerator statt?
Kick-off: 23. und 24. März 2023 in Präsenz in Tübingen

Online-Workshops: 31. März 2023 bis 21.Juli 2023, immer freitags, 9 bis 17 Uhr

(Ausnahmen: 6. April statt 7. April 2023; 19. Mai 2023 fällt aus)

Das Programm wird durch die Start-up BW Kampagne des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, der Stiftung für Medizin-Innovationen und der B. Braun Stiftung gefördert. Einzelpersonen und Teams können sich bis zum 20. Januar 2023 hier bewerben.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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