
KI-gestützte Wundvermessung entlastet Pflegepersonal
Pflegekräften und Ärzten steht nun eine digitale, KI-gestützte Lösung für eine bessere Wundversorgung zur Verfügung. Sie wurde gemeinsam von der Dedalus HealthCare GmbH und der imito AG entwickelt.
Geht es um die Wundvermessung, kommen häufig das Papierlineal und der (hoffentlich) geübte Blick des medizinischen Personals zum Einsatz. Die Ergebnisse werden anschließend manuell erfasst. Das birgt Risiken. So kann es im hektischen Pflegealltag zu Dokumentationslücken kommen, die ein korrektes Beurteilen des Heilungsverlaufs schwierig machen, vom zusätzlichen Zeitaufwand ganz zu schweigen.
Die Lösung könnte ein KI-gestütztes Verfahren sein, das die Bonner Dedalus HealthCare GmbH und die Schweizer imito AG gemeinsam entwickelt haben und das nun zur Verfügung steht. Dabei erfassen Pflegekräfte die Wunde mobil direkt am Patientenbett. Die KI berechnet automatisch Fläche, Umfang, Länge und Breite der Wunde. Alle Messwerte und Bilder fließen nahtlos in die Wunddokumentation, inklusive automatischer Verlaufsberechnung. Der Heilungsfortschritt wird über die Zeit objektiv vergleichbar, das ermöglicht eine passgenaue Therapie für den Patienten. Laut Dedalus und imito erhalten Kliniken damit erstmals eine wissenschaftlich validierte, automatische Wundanalyse direkt am Ort der Behandlung – eingebettet in die digitale Patientenakte.
Nach der erfolgreichen Pilotierung an der Asklepios Klinik Langen kann das System nun eingesetzt werden. Im Praxisbetrieb habe sich bestätigt, was imito in jahrelanger Zusammenarbeit mit führenden Universitätskliniken entwickelt hat: Die automatische Wundvermessung sei intuitiv bedienbar, klinisch präzise und führe zu einer spürbaren Entlastung im Pflegealltag.
„Wir bauen Technologie, die Pflegekräfte und Ärzte nicht aufhält, sondern ihnen den Rücken freihält.“ Chrysanth Sulzberger, CEO und Mitgründer der imito AG
Für die imito AG ist die Partnerschaft mit Dedalus das Ergebnis einer konsequenten, jahrelangen Produktentwicklung. Seit der Gründung 2016 hat das Zürcher Team seine Technologie in enger Zusammenarbeit mit führenden Universitätskliniken wie dem Universitätsspital Basel, dem UKE Hamburg-Eppendorf und dem CHUV Lausanne aufgebaut und klinisch validiert.
Dass Dedalus – mit ORBIS als meistgenutztem Krankenhausinformationssystem in Deutschland– auf WoundGenius setzt, unterstreiche den Reifegrad und die klinische Relevanz der Technologie.
Beide Unternehmen präsentieren die gemeinsame Lösung auf der DMEA 2026 in Berlin.

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