
Potenziale und Hürden für KI und Robotik
Ein aktuelles VDI Research-Paper analysiert die Potenziale, aber auch die Schwierigkeiten beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik im Gesundheitswesen. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte im Gesundheitssektor erwartet eine tiefgreifende Transformation. Auch eine Mehrheit in der Bevölkerung begrüßt den Einsatz der neuen Technologien.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik im deutschen Gesundheitswesen ist inzwischen Gegenwart. Welche Möglichkeit das birgt, aber auch welche Hürden dabei zu überwinden sind, fasst das Research-Paper „Transformation des Gesundheitswesens: Potenziale und Implikationen von Künstlicher Intelligenz und Robotik in Deutschland“ zusammen.
In dieser Analyse stellt das VDI Technologiezentrum (VDI TZ) empirisch belegbare Effizienz- und Qualitätsgewinne in zentralen Versorgungsbereichen vor: So verbesserten KI-Algorithmen in der medizinischen Bilddiagnostik die Genauigkeit ärztlicher Befundung und steigerten die Diagnosegenauigkeit bei bestimmten Pathologien um 15 bis 20 Prozent. Minimalinvasive robotergestützte Eingriffe würden zu einer schnelleren Genesung der Patienten führen. Der administrative Aufwand in der Pflege würde durch automatisierte Spracherkennungsdokumentation halbiert.
Als Hürden machten die Verfasser der Analyse den Digitalisierungsrückstand Deutschlands im internationalen Vergleich aus: Bislang sei die Elektronische Patientenakte nicht flächendeckend eingeführt, Systeme könnten nicht miteinander interagieren, viele Prozesse blieben papierbasiert. Hinzu komme eine wachsende Abhängigkeit von wenigen internationalen Tech-Konzernen. Dies gefährde die Datensouveränität und strategische Autonomie des Landes.
Dabei sei die Gesellschaft für den Technologiewandel laut VDI TZ bereit: 80 Prozent der Bevölkerung sind von den Vorteilen von KI und Robotik überzeugt, 64 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitssektor erwarten eine tiefgreifende Transformation der Branche.
Die vollständige Publikation gibt es hier.

BIOPRO Baden-Württemberg GmbH / Frank Eppler
Broad Institute, MIT Boston
Avelios Medical GmbH