BIOPRO GmbH

Open Innovation Day in Stuttgart

Der Open Innovation Day der Landesagentur Baden-Württemberg beschäftigte sich Anfang Mai mit der Frage, wie die Kreislaufwirtschaft gezielt im Gesundheitswesen verankert werden kann, um es ressourcenschonender, resilienter und innovativer zu machen. Begleitend machte eine Ausstellung auf die Herausforderungen des Klimawandels für das Gesundheitswesen aufmerksam und zeigte Lösungen.

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Anfang Mai hatte die Landesagentur BIOPRO Baden-Württemberg zum Open Innovation Day „Circular Health: Innovation für nachhaltige Versorgung“ ins Klinikum Stuttgart eingeladen. Fachleute aus Klinik, Wissenschaft und Industrie nutzten die Gelegenheit zu diskutieren, wie die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gezielt ins Gesundheitswesen übertragen werden können. Denn die Anwesenden waren sich einig: Nachhaltigkeit entwickelt sich zu einem zentralen Gestaltungsprinzip im Gesundheitswesen und entsteht vor allem in der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Akteuren.

„Die Gesundheit des Menschen zu schützen, bedeutet, die Gesundheit des Planeten zu schützen. Stakeholder müssen für die Verantwortung sensibilisiert werden, die jeder einzelne entlang der Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen trägt.“ Dr. Barabara Jonischkeit, BIOPRO Baden-Württemberg

Auch Evelyn Hafner (Klinikum Stuttgart) machte deutlich: Nachhaltigkeit ist längst mehr als eine ökologische Pflicht – sie bietet konkrete Chancen für Effizienz, Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Sie zeigte in ihrer Keynote wie Kreislaufwirtschaft strategisch am Klinikum umgesetzt wird.

Dass das Zusammenspiel aller Akteure die Basis für eine nachhaltige Transformation sei, unterstrich Maxana Baltruweit von der AOK Baden-Württemberg in ihrem Vortrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Gesundheitswesen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht neu und deshalb gibt es schon heute viele innovative Lösungen. Das zeigten die Insight Sessions. Prof. Dr. Anne-Kathrin Cassier-Woidasky (Universität Trier) beleuchtete die Schnittstelle zwischen Nutzung und Entsorgung, während Meike Lutz (CIRCULARMED GmbH) konkrete Abfall- und Kreislaufkonzepte vorstellte. Lisanne Klink (Röchling Medical SE) gab Einblicke in die Entwicklung zirkulärer Produkte, und Prof. Dr. Markus Heinrich (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) präsentierte Ansätze zur Rückgewinnung von Wirkstoffen aus Altarzneimitteln. Ergänzt wurden die Sessions durch Nicole Krojer (ZUKE Green Community GmbH), die die Bedeutung von Kooperationen in der Circular Economy hervorhob.

Potenzial interdisziplinärer Zusammenarbeit

In Workshops erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, gemeinsam weitere Lösungen zu erarbeiten und sie dann im Plenum vorzustellen. So setzte Prof. Peter P. Pott (Universität Stuttgart) Impulse zu zirkulären Produkten im Gesundheitswesen. Dr. Christoph Soukoup (Steinbeis-Beratungszentrum Circular Economy) berichtete über BusinessCases for Sustainability und neue Geschäftsmodelle. Praxisnahe Ansätze zu nachhaltigen Klinikprozessen lieferten Mathias Lehrbach von der Effizienzbörse Deutschland GmbH und Nele Wilke von der BG-Unfallklinik Tübingen.

Herausforderung Klimawandel

Die begleitende BIOPRO-Ausstellung „Erste Hilfe fürs Klima: Ressourcen schonen im Gesundheitswesen“ präsentierte anschaulich nachhaltige Lösungen für das Gesundheitswesen. Ihr Ziel war es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und die Bedeutung des Klimawandels im Gesundheitswesen schärfen und die nachhaltige Transformation des Gesundheitswesens durch Sensibilisierung, Wissensaustausch, Vernetzung und Ideenfindung voranzutreiben.

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