Anfang Mai beschäftigte sich der Open Innovation Day der Landesagentur BioPRO Baden-Württemberg mit der Frage, wie die Kreislaufwirtschaft gezielt im Gesundheitswesen verankert werden kann, um es ressourcenschonender, resilienter und innovativer zu machen. Begleitend machte eine Ausstellung auf die Herausforderungen des Klimawandels für das Gesundheitswesen aufmerksam und zeigte Lösungen.
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Die EU-Kommission richtet ihre Bioökonomie-Strategie neu aus: Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket will sie biobasierte Innovationen schneller in die Industrie bringen, neue Leitmärkte schaffen und Europas Wirtschaft unabhängiger von fossilen Ressourcen machen. Die Strategie soll Wachstum und Klimaschutz zusammenführen – und einen bereits milliardenschweren Sektor auf das nächste Niveau heben. Der finanzielle Rahmen bleibt nebulös.
Circular Economy im Fokus: Finanzierungen boomen, Investoren stecken Gelder in diverse Fonds, die sich der Stärkung der Kreislaufwirtschaft verschrieben haben. Aktuell kann die Schweizer Una Terra ein erstes Closing für ihren Fonds mit 50 Mio. Euro berichten, das Zielvolumen liegt noch deutlich darüber und ist für das kommende Jahr angepeilt. Insgesamt werden in den Sektor jedoch bereits Milliarden gesteckt.
Datenmanagement treibt auch die Agrarindustrie um. Nicht mehr nur theoretisch oder im Labor, sondern auf den Feldern. Darauf wies der Agroriese Syngenta in einer Podiumdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hin. Der Einfluss von KI sei groß, die Effizienzgewinne enorm.
Das klang im September auf dem Informationstag über die Innovationsstrategie der Evonik Industries AG noch positiver. Diverse Themen sollten angegangen werden, in der Hoffnung, damit in den nächsten Jahren innovationsgetriebene Umsatzerlöse von rund 1,5 Mrd. Euro zum Konzernergebnis beisteuern zu können. Nun wird die Radikalkur des Essener Konzerns deutlicher, die Firmenstruktur stark verändert unter dem Motto: Verschlankung, Verschlankung, Verschlankung. Tausende Arbeitsplätze, sollen – teilweise bereits angekündigt – im Zuge des Umbaus abgebaut oder entsprechende Geschäftsbereiche veräußert werden. Steht hinter Innovation nun ein Fragezeichen?
Für das neue ZIM-Innovationsnetzwerk des Bundeswirtschaftsministeriums sucht das Kunststoffinstitut in Lüdenscheid noch Partner aus der Medtech-Branche: Sustainability4Health heißt das Programm, das zu einer nachhaltigeren Medizintechnikbranche beitragen soll.
Mehr als 70% der Unternehmen weltweit sind branchenübergreifend davon überzeugt, ihre selbstgesetzten Nachhaltigkeitsziele mithilfe der Synthetischen Biotechnologie deutlich schneller erreichen und obendrein die Produktperformance verbessern zu können. Dies berichtet das CapGemini-Forschungsinstitut.
Im Rahmen des Forschungsprojektes InnoMask sollen neue Materialien für nachhaltige Atemschutzmasken entwickelt werden. An dem Projekt, das vom Bundeswirtschaftsministerium mit 1,1 Mio. Euro gefördert wird, sind die Technische Universität Ilmenau, die Thorey Gera Textilveredelung GmbH und die WTA Technologies GmbH beteiligt.
Der Einsatz nachhaltiger Materialien wird auch bei der Herstellung medizintechnischer Hilfsmittel immer stärker nachgefragt. Das Medizintechnikunternehmen Ottobock hat nun für der Produktserie „GreenLine“ Alternativen entwickelt, bei denen nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden.
Forscher des Julius-Kühn-Instituts in Quedlinburg nutzen einen neuen biologischen Ansatz, um Pflanzenschädlinge zu bekämpfen: Mit Hilfe der RNA-Interferenz gehen sie gegen Schädlinge auf Zuckerrüben vor, ohne anderen Organismen zu schaden.
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Die Landwirtschaft von morgen braucht die Lösungen von heute. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Big Dutchman und NBank – die Förderbank des Landes Niedersachsen – laden gemeinsam zum AgriTech Pitch Day 2026 ein. Mit Unterstützung von RootCamp und SeedHouse bringen wir am 24. Juni in Hannover die innovativsten Köpfe der Agri- und Foodtech-Szene mit führenden Investoren, Entscheidungsträgern und Branchenexpert:innen zusammen.
Für wen ist der Pitch Day? Foodtech- und Agritech-Start-ups, die Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft, smarte Tierhaltung, alternative Proteine oder die Lebensmittelproduktion der Zukunft entwickeln, sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Gesucht werden ambitionierte Teams, die ihre Technologie einem exklusiven Fachpublikum vorstellen und den nächsten Wachstumsschritt gehen möchten.
Was erwartet die Teilnehmer:innen?
- Ein ausgewähltes Publikum aus Risikokapitalgebern, Corporates und Branchenvertreter:innen
- Direktes Feedback von erfahrenen Investor:innen
- Vernetzung mit relevanten Partnern aus dem Agri- und Foodtech-Ökosystem
- Sichtbarkeit bei einem der aktivsten Frühphaseninvestoren Europas
Bewerbung: Interessierte Start-ups können sich bis zum 31. Mai 2026 mit ihren Unternehmensdaten und einem nicht vertraulichen Pitch Deck bewerben. Das erfahrene Investmentteam des HTGF prüft alle Einreichungen sorgfältig. Die ausgewählten Start-ups werden im Juni benachrichtigt.
Jetzt bewerben und die Chance nutzen – wir freuen uns auf innovative Lösungen aus der Agri- und Foodtech-Welt!
Kontakt:
Dr. Caroline Fichtner, Principal
pitchday@htgf.de

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