Tourismus Salzburg, Foto: Breitegger Günter

Salzburg will auch Life-Sciences-Standort werden

Ein neuer Life-Sciences-Standort entsteht in Österreich: Bund und Land stärken den Standort Salzburg. Die Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) und die Paracelsus Medizinische Universität und Klinik bündeln Forschung, Lehre und Innovation in einem gemeinsamen Exzellenzmodell mit neuen Kompetenzzentren bei Krebs, Immunologie, Neurowissenschaften und regenerativer Medizin.

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Salzburg will in den Life Sciences ganz vorn mitspielen. Dabei soll ein neuer Masterplan helfen, der auf Kooperation und Innovation setzt, um dem eher kleineren Standort schnellstmöglich genügend kritische Masse und damit mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Angesichts der bisher erreichten Größenordnungen „sehen Bund und Land weiteren Entwicklungs- und Finanzierungsbedarf, um die nationale und internationale Sichtbarkeit zu stärken“, heißt das dann im vorgestellten Masterplan.

Im Fokus stehen Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz sowie Qualitätssicherung bei Förderungen. Dabei setzt Salzburg auf stärkere Vernetzung, Ressourcenkonzentration und eine neue, insbesondere interuniversitäre Kooperationskultur. Ziel ist es, kritische Größen zu erreichen und die Anschlussfähigkeit an Bundes-, EU- und Drittmittelprogramme zu verbessern. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die PLUS als öffentliche Universität ein.

Im April 2022 starteten Bund und Land gemeinsam mit dem Forschungsinstitut WPZ Research den Prozess „Life-Sciences-Standort Salzburg: closer cooperation PMU-PLUS-Uniklinikum“. Unter Einbindung nationaler und internationaler Experten wurde über diesen Zeitraum der Masterplan erarbeitet, dem die beteiligten Institutionen nun zugestimmt haben.

Neue Kompetenzzentren geplant

Das unter dem Arbeitstitel „Life Sciences Center Salzburg“ entwickelte Modell orientiert sich an den drei Säulen Lehre, Forschung und Innovation. Kern ist ein interuniversitäres Standort- und Kooperationsmodell mit dem Anspruch auf Exzellenz, Interdisziplinarität und hohe Qualität.

In der Forschung sind Ausschreibungen für Exzellenz- und Kompetenzzentren in den Bereichen Krebs und Immunologie, Neurowissenschaften sowie Regenerative Medizin vorgesehen. Ergänzend sollen zwei Translationszentren entstehen: eines für Vesikelforschung sowie das BiomedCenter zur Entwicklung präklinischer Testplattformen und Biomodelle, um klinische Misserfolge zu reduzieren und Entwicklungszeiten in der Onkologie zu verkürzen. Zudem sollen digitale Medizin, Rehabilitation, Prävention, Pflege und Public Health durch ein Research-Kolleg gestärkt werden.

Im Bereich Lehre zielt die Strategie auf innovative, zukunftsorientierte Studienangebote. Mit dem Projekt „Gesundheitsberufe 2040“ werden künftige Anforderungen analysiert und neue Berufsprofile sowie Lehrkonzepte entwickelt. Mittel- bis langfristig soll sich Salzburg mit modernen Studienangeboten – etwa in der digitalen Medizin – national wie international profilieren.

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