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TME Pharma auf der Suche nach Partnern

Im vergangenen Jahr kündigte TME Pharma N.V. (Berlin/Amsterdam) einen Chef- und Strategiewechsel an. Nun informierte das börsennotierte Biotechnologie-Unternehmen über seine aktuellen Aktivitäten und Pläne.

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Zu Beginn des neuen Jahres gab die börsennotierte TME Pharma N.V. (Euronext Growth Paris: ALTME) mit Hauptsitz in Berlin einen Überblick zum aktuellen Stand ihrer F&E-Aktivitäten sowie über mögliche Investitionsstrategien. Das Biotech-Unternehmen wurde 1997 als Noxxon Pharma gegründet und entwickelt seitdem neuartige Therapien gegen Augen- und Krebserkrankungen. Dabei konzentriert es sich auf die Tumormikroumgebung (TME) und eine Zerstörung der Tumorschutzbarrieren, um die Tumorreparatur zu blockieren. Im Mittelpunkt stehen die beiden wichtigsten Wirkstoffe: NOX-E36 (Emapticap Pegol) und NOX-A12 (Olaptesed Pegol).

Das L-RNA-Aptamer NOX-E36 hemmt CCL2 und verwandte Chemokine. Es wird bei Augenerkrankungen mit einem hohem Bedarf an gut verträglichen Therapien mit antifibrotischer Wirkung evaluiert, wie proliferative diabetische Retinopathie und altersbedingte Makuladegeneration.

Das Anti-CXCL12-L-RNA-Aptamer NOX-A12 (Olaptesed Pegol) wird derzeit bei neu diagnostizierten Hirntumorpatienten untersucht, die klinisch nicht von einer Standard-Chemotherapie profitieren. Die FDA und das BfArM genehmigten das Design einer randomisierten Phase II-Studie bei Glioblastomen. Von der FDA erhielt TME Pharma den Fast-Track-Status für NOX-A12 in Kombination mit Strahlentherapie und Bevacizumab zur Behandlung des aggressiven Hirntumors Glioblastom bei Erwachsenen. NOX-A12 in Kombination mit Strahlentherapie hatte zuvor bereits den Orphan-Drug-Status für Glioblastom in den Vereinigten Staaten und für Gliom in Europa erhalten.

Tiermodellstudie für NOX-E36 startet
Nachdem im Juni 2025 ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Singapore Eye Research Institute (SERI) bei der Entwicklung von NOX-E36 angekündigt worden war, starten nun im Januar planmäßig Untersuchungen zur Validierung des Nachweises von NOX-E36 in einem toxikologisch relevanten Tiermodell. Diese und weitere Studien sollen das Programm vorantreiben. Sie seien erforderlich, um die lokale Verabreichung von NOX-E36 an Patienten, die sich einer Glaukom-Filtrationsoperation unterziehen, zu ermöglichen. Der Start des neuen Programmes soll auch die Suche nach einem neuen Partner beschleunigen. Wie eine gemeinsame Weiterentwicklung des Wirkstoffes dann aussehen könnte, scheint für TME Pharma offen. Vorstellbar sei eine Ausgliederung, ein Joint Venture oder ein Verkauf.

Die Gespräche mit möglichen Partnern für NOX-A12 laufen ebenfalls weiter und könnten in den kommenden Wochen Ergebnisse bringen. Ziel sei es, die klinische Studie für Glioblastom mit einem geeigneten Partner wieder aufzunehmen.

„Wir haben hohe Erwartungen an NOX-36 und NOX-E12 und prüfen derzeit alle Optionen. Wir hätten die Zusammenarbeit mit SERI gerne fortgesetzt, sehen aber auch Möglichkeiten, das Programm mit anderen Partnern weiterzuentwickeln. TME verfolgt Alternativen und wird den Markt informieren, sobald es konkrete Neuigkeiten zu den laufenden Gesprächen über NOX-E36 und NOX-E12 gibt“, so Diede van den Ouden, seit Juni 2025 CEO von TME Pharma.

Erweiterung der Geschäftsaktivitäten
Anfang November 2025 hatte das Biotech-Unternehmen eine unverbindliche Absichtserklärung mit einer „German Resource Development Company“ unterzeichnet. Bei einem positiven Verlauf der aktuellen Gespräche und der Due-Diligence-Prüfung soll die Transaktion den TME-Pharma-Aktionären zur Genehmigung vorgelegt werden.

Außerdem bemüht sich das Unternehmen um Akquisitionen und Partnerschaften in weiteren Geschäftsbereichen. Die Einnahmen daraus sollen die Kernaktiväten im Biotechnologie-Bereich finanziell unterstützen, so beispielsweise die Weiterentwicklung der patentierten Arzneimittelkandidaten NOX-A12 und NOX-E36.

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