Die Martinsrieder Formycon AG plant eine vierjährige, variabel verzinste Unternehmensanleihe (2025/2029) über 50 Mio. Euro auszugeben, die zur Finanzierung des Ausbaus der Biosimilar-Pipeline genutzt wird. Die Zeichnung startet am 18. Juni über die Formycon-Webseite und am 20. Juni über DirectPlace der Deutschen Börse. Dies ist die erste Anleihe des Unternehmens.
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Captain T-Cell wird Teil des Bayer Co.Lab Berlin, um seine TCR-T-Zelltherapieprogramme gegen solide Tumoren voranzutreiben. Das Biotech-Unternehmen, Ausgründung des MDC, nutzt die Infrastruktur und Expertise des Inkubators zur beschleunigten Entwicklung autologer und allogener Zelltherapien für Krebspatienten im dortigen neuen Zelltherapie-Zentrum, BC-GCT.
Sarepta Therapeutics stoppt die Auslieferung seiner Gentherapie gegen Duchenne-Muskeldystrophie an gehunfähige Patienten, nachdem der Tod eines zweiten Patienten durch akutes Leberversagen die FDA auf den Plan gerufen hat. Die Todesfälle werfen Fragen zur breiten Zulassung durch die FDA trotz weniger Daten auf. Roche ist der globale Vermarktungspartner außerhalb USA.
Das deutsche RNA-Biotechunternehmen Ethris aus MÜnchen kündigte heute eine strategische Partnerschaft mit Thermo Fisher Scientific an. Ziel ist die Bereitstellung integrierter mRNA-Lösungen. Ethris’ Plattform basiert auf stabiler, nicht-immunogener mRNA und innovativer Inhalations-Technologie. Diese soll nun über Thermo breiter an Pharmapartner angeboten werden.
Bei der Schweizer Molecular Partners AG (Zürich) zeigt sich, dass im schwierigen Umfeld auch der Biotechnologiesektor zunehmend auf Kosten und schlanke Strukturen achten muss. Das Unternehmen plant, ein Viertel seiner 160 Mitarbeiter zu entlassen, um die Liquidität bis 2028 sicherzustellen. Die laufende Phase I/IIa-Studie bei AML zeigte zugleich erste positive Daten.
Die Xlife Sciences AG (SIX: XLS), ein Schweizer Accelerator für Innovationen im Bereich Life Sciences, hat eine Absichtserklärung zur länderübergreifenden Kooperation mit der südkoreanischen Wirtschaftskanzlei JIPYONG LLC («JIPYONG») und ihrer Tochter JIPYONG IP («JIPYONG IP»), einer renommierten Beratungsgesellschaft für geistiges Eigentum, unterzeichnet.
Die LemnaTec GmbH, Aachen, eine auf Bildverarbeitung im Pflanzenbereich spezialisierte Tochter der Nynomic AG (Wedel), übernimmt per Asset Deal zentrale Geschäftsbereiche der SpexAI GmbH (Dresden). Die KI-basierte Bildgebung von SpexAI ermöglicht präzise Pflanzenanalysen, etwa zum THC-Gehalt im Cannabisanbau. Dies stärke die Innovationsstrategie der Nynomic-Gruppe.
Die Freisinger XL-protein GmbH hat eine weltweite Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung mit Grifols Gruppe (Spanien, dazugehörig ist auch die Biotest AG) zur Entwicklung eines langwirkenden Biopharmazeutikums geschlossen. Basis ist die PASylation®-Technologie zur Verlängerung der Wirkdauer. XL-protein erhält Vorabzahlungen, Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen.
Die Tübinger HepaRegeniX GmbH hat den ersten Patienten in eine Phase Ib-Studie mit HRX-215 eingeschlossen. Der orale MKK4-Inhibitor (Mitogen-Activated Protein/MAP Kinase 4) soll die Leberregeneration nach Teilresektionen bei Lebermetastasen fördern. MKK4 wird als ein Schlüsselregulator in der Leber angesehen. Daten werden in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet.
Das ist eine Überraschung: die Mainzer BioNTech kauft die konkurrierende mRNA-Firma aus Tübingen, CureVac NV. Die Transaktion zur Übernahme aller CureVac-Aktien soll „zwei hochgradig komplementäre Unternehmen mit Sitz in Deutschland zusammenbringen“ heißt es aus Mainz dazu. Die laufenden Patentstreitigkeiten dürften mit dem Milliardenkauf ad acta gelegt werden.
