Ein Verbund der österreichischen humangenetischen Labore kooperiert mit Golden Helix Inc. (USA), um die genomische Medizin voranzutreiben. Sechs Zentren integrieren NGS-Technologien in standardisierte klinische Abläufe, etwa für Krebs- und Erbkrankheiten. Die mehrjährige Partnerschaft soll damit Diagnostik, Forschung und personalisierte Medizin landesweit stärken.

Der Basler Pharmakonzern Roche treibt seine Digitalstrategie mit Nachdruck voran und setzt dabei neue Maßstäbe in der Branche. Gemeinsam mit NVIDIA baut das Unternehmen eine „AI Factory“ auf, die zur größten bislang angekündigten Recheninfrastruktur eines Pharmaunternehmens wird. Im Wettlauf der Pharmakonzerne hat Roche damit den von Eli Lilly präsentierten Pharma-Supercomputer übertrumpft.

Heidelberg Pharma erhält eine Meilensteinzahlung vom Partner Huadong Medicine, nachdem in China der erste Patient in einer Phase I-Studie mit dem ADC-Kandidaten HDP-101 dosiert wurde. Die Studie untersucht Sicherheit und Wirksamkeit bei multiplem Myelom und markiert den Start der klinischen Entwicklung in Asien. CEO Dr. Liu kam im November von Huadong zum Unternehmen.

Beim Basler Biotech-Unternehmen Idorsia kommt es zu einem überraschenden Führungswechsel: CEO Srishti Gupta tritt nach weniger als einem Jahr zurück und verlässt auch den Verwaltungsrat. Übergangsweise übernimmt Gründer Jean-Paul Clozel erneut das operative Geschäft, während die Suche nach einer Nachfolge läuft. Der taumelnde Kurs wird dadurch nicht gerade stabiler.

Seit Mitte März stehen die drei Finalisten für den diesjährigen Swiss Medtech Award fest, der am 10. Juni auf dem Swiss Medtech Day in Bern verliehen wird. Auf den Gewinner wartet ein Preisgeld in Höhe von 50.000 CHF.

Das neue Dortmunder Biotech-Unternehmen iDEL Therapeutics startet mit einer Seed-Finanzierung von 9 Mio. Euro und will eine neue Klasse von Krebsmedikamenten entwickeln. Die Runde wurde vom Schweizer Frühphaseninvestor BiomedVC angeführt, weitere Geldgeber sind NRW.Venture, Gründerfonds Ruhr und der KHAN Technology Transfer Fund II.

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Forschung und Innovation gelten als Schlüsselressourcen europäischer Wettbewerbsfähigkeit – und als wesentliche Standortfaktoren für forschungsintensive Branchen wie die Life Sciences. Die Europäische Union beantwortet diesen Befund zunehmend mit einem vielschichtigen Regelungs- und Maßnahmenkatalog: Neben horizontalen und sektoralen Rechtsrahmen treten datenrechtliche Infrastrukturen sowie operative Initiativen, die Verfahren beschleunigen und die Translation von Forschung in Versorgung und Markt erleichtern sollen.

Das Linzer Femtech-Start-up Diamens will die Diagnose von Endometriose deutlich vereinfachen. Das Unternehmen arbeitet an einem molekularbiologischen Test, der die Erkrankung anhand von Menstruationsblut erkennen soll – und damit eine frühere Diagnose und schnellere Behandlung möglich machen würde. Nun hat sich das junge Healthtech-Unternehmen eine sechsstellige Finanzierung gesichert.

Beim Labordiagnostik-Spezialisten Euroimmun stehen nach Angaben des Betriebsrats größere Einschnitte bevor. Im Zuge des Umstrukturierungsprogramms „Next Level Euroimmun“ könnten bis zu 550 der rund 2.150 Stellen in und um Lübeck wegfallen. Das Unternehmen gehört seit 2018 zum US-Konzern PerkinElmer, der Euroimmun damals für 1,2 Mrd. Euro übernommen hatte.

Mit einer Finanzierungsrunde und einer Personalia meldet sich die Cellbox Solutions GmbH (Köln/Hamburg). Dr. Bernd Mühlenweg ist neu im Führungsteam. Er kommt von Evotec.