
MS-Experte geht an den Start
Anfang Juni hat Erik Lundgren seine Tätigkeit als neuer CEO bei Immunic aufgenommen. Er folgt auf Dr. Daniel Vitt, der weiterhin für die wissenschaftliche Strategie des Biotech-Unternehmens verantwortlich bleibt.
Mitte Februar hatte Immunic-Gründer und -CEO Dr. Daniel Vitt angekündigt, sich künftig stärker auf eine wissenschaftlich geprägte Führungsrolle zu konzentrieren und Platz zu machen für einen Nachfolger mit ausgewiesener MS- und Vermarktungsexpertise. Dieser erfahrene CEO wurde nun gefunden: Erik Lundgren trat Anfang Juni seine neue Position bei Immunic, Inc. (Nasdaq: IMUX) mit Sitz in Gräfelfing bei München an.
Lundgren verfügt über fast zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Biopharmabranche. Er war in unterschiedlichen Management-Bereichen tätig und verfügt über die gewünschten Fachkenntnisse im Bereich Multiple Sklerose. Zuletzt war er als Senior Vice President der Commercial Portfolio Organization bei Genentech (einem Unternehmen der Roche-Gruppe) tätig, wo er die Geschäftsstrategie für alle Therapiebereiche des Unternehmens leitete und beaufsichtigte. Zuvor verantwortete er als General Manager Roche Tschechien den gesamten Betrieb und die kommerzielle Strategie. Davor war er als Lifecycle Leader für die Huntington-Krankheit innerhalb des Neurowissenschafts-Portfolios von Roche tätig.
Mehr als zehn Jahre hatte Lundgren bei Genentech Positionen mit zunehmender Verantwortung inne, unter anderem als Senior Marketing Director. Dort begleitete er die Markteinführung und Vermarktung von Ocrevus® (Ocrelizumab), einer grundlegenden Therapie für RMS und PPMS. Zudem leitete er verschiedene Vertriebsteams innerhalb des Onkologie-Geschäftsbereichs von Genentech.
Der Wechsel an der Spitze des Biotech-Unternehmens findet in einer entscheidenden Phase für Immunic statt. Aktuell treibt das Unternehmen Vidofludimus Calcium durch die späte klinische Entwicklung voran, darunter das zulassungsrelevante Phase III-Programm ENSURE in schubförmiger MS sowie ein geplantes Phase III-Programm in primär progredienter MS. Bis Ende 2026 erwartet Immunic dafür die Top-Line-Daten. Parallel dazu bereitet sich das Unternehmen auf die mögliche Einreichung eines Zulassungsantrags, regulatorische Genehmigungen und die anschließende Kommerzialisierung vor.

Immunic/Nela Dorner
Roche
Universitätsmedizin Mainz/AMsel e.V.