Seit dem 24. November ist für jedermann nachlesbar, wie es sich zugetragen hat, dass die Schweizer Novartis zur 10 Mrd.-US-Dollar teuren Übernahme der US-amerikanischen Avidity Biosciences Inc. gelangte. Die sogenannten SEC-Filings an der Börsenaufsicht machen es möglich und zeigen, dass diese Übernahme alles andere als flüssig über die Bühne ging. Vielmehr zeigte Novartis und dort der CEO in Person eine große Hartnäckigkeit, obwohl die Chefin von Avidity das Pokerspiel mehrfach überreizte. Immer höher stiegen die Forderungen, ein Abbruch der Verhandlungen sorgte für eine mehrwöchige Pause. Doch es ging doch weiter, es wurde immer noch ein bisschen teurer und am Ende konnte Avidity wohl auch mit Daten überzeugen.
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Ob es die Zollandrohung oder andere Diskussionen aus dem Bereich „America first“ waren, lässt die Schweizer Novartis AG offen. Doch gänzlich unbeeinflusst ist wohl nicht, was zwar schon länger geplant war, nun aber mitten in die Zoll-Drohgebärden der Trump-Regierung hineinplatzt: Novartis steckt über 23 Mrd. US-Dollar in den Neu- oder Ausbau von Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten. Neben diesen Infrastrukturinvestitionen werden die Schweizer in den kommenden fünf Jahren noch weitere 27 Mrd. US-Dollar in ihre US-Präsenz investieren.
Passend zur US-Biotechnologie-Leitmesse BIO, die Anfang Juni in San Diego stattfinden wid, meldet Wacker eine Erweiterung seines dortigen Biomanufacturing-Standortes um zusätzliche Komponenten der Nukleinsäuren- und Proteinproduktion.
Merck & Co übernimmt für rund 11 Mrd. US-Dollar das Biotech-Unternehmen Prometheus Biosciences (San Diego), das im Bereich der entzündlichen Darmerkrankungen aktiv ist. Der Kaufpreis entspricht einem Aufschlag von rund 75% auf den Börsenkurs am letzten Handelstag.


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