Novartis muss einen weiteren Rückschlag in seiner Pipeline verkraften: Der AOC-Kandidat del-desiran hat in der Phase III-Studie HARBOR bei Myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) den primären Endpunkt verfehlt. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Handfunktion gegenüber Placebo wurde nicht erreicht.
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Novartis hat nach drei Todesfällen acht klinische Studien mit seiner CAR-T-Therapie Rap-Cel bei Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen vorübergehend gestoppt. Im Zentrum steht eine schwere Immunreaktion, die als bekanntes Risiko der CAR-T-Technologie gilt. Der Fall zeigt die Kehrseite eines Ansatzes, der gerade als möglicher Paradigmenwechsel bei schweren Autoimmunerkrankungen gilt.
Novartis kauft die britische Myricx Bio für bis zu 1,5 Mrd. US-Dollar als einen nächsten Baustein der ADC-Offensive. Eine hohe Upfrontzahlung von über 1 Mrd. US-Dollar für eine erst in der Präklinik stehende Technologieplattform erscheint bei aktuell gemischten ADC-Ergebnissen anderer Pharmafirmen aus der späteren Klinik jedoch als relativ gewagt.
Novartis baut die Partnerschaft mit Orionis aus bei einem Dealvolumen von bis zu 1,4 Mrd. US-Dollar. Die Molecular-Glue-Technologie von Orionis Biosciences scheint auch für andere Pharmafirmen hochinteressant zu sein. Novartis war erstmals 2020 an Orionis kleben geblieben.
Neue US-Zölle auf Medikamente erhöhen den Druck auf Europas Pharmakonzerne. Unternehmen wie Roche und Novartis reagierten mit milliardenschweren Investitionen in den USA. Der vfa fürchtet nun eine weitere Verlagerung von Produktion und Innovation und sieht Europa immer mehr ins Hintertreffen geraten, wenn nicht reagiert werde.
Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.
Novartis setzt seine aggressive Expansionsstrategie in der Onkologie fort und greift erneut zu: Für bis zu 3 Mrd. US-Dollar übernimmt der Basler Konzern einen neuartigen PI3Kalpha-Inhibitor von Synnovation Therapeutics.
Die Wirtschaftsregion Basel behauptet sich trotz globaler Unsicherheiten als gefragter Standort. Wie die Standortförderagentur Basel Area Business & Innovation mitteilt, wurden 2025 insgesamt 38 Unternehmen bei der Ansiedlung unterstützt – das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Organisation.
Die zweitgrößte Firmenübernahme des vergangenen Jahres wird für Novartis noch ein wenig teurer. Nach der Übernahme der kalifornischen Avidity für 12 Mrd. US-Dollar haben die Schweizer nun einen bestimmten Bereich aus dem Unternehmen herausgeschält und mit einer Finanzspritze von 270 Mio. US-Dollar versehen auf eine eigenständige Reise geschickt. Das Spin-out Atrium Therapeutics nimmt neben dem Geld auch präklinische Projekte im Bereich von RNA-Therapien bei Herzkrankheiten mit.
RNA-Therapien haben sich von der Vision zur klinischen Realität entwickelt – zumindest teilweise. Während siRNA- und Antisense-Wirkstoffe bereits zugelassen sind, kämpfen MicroRNA-Ansätze noch um den entscheidenden Durchbruch. Am Beispiel von miR-21 zeigt sich, warum das Potenzial groß ist, der Weg in die Klinik jedoch komplex bleibt – und weshalb nun ein neuer, gezielter Anlauf startet.

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Raphael Alu für Basel Area Business and Innovation
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