Schlagwortarchiv für: Schweiz

355 Mio. US-Dollar upfront kann sich die Schweizer Firma Alentis Therapeutics (Basel) für den Claudin1-Antikörper Lixudebart durch eine Partnerschaft mit CSL sichern. Damit hat Alentis einen globalen Entwicklungspartner gefunden. Der australische Biopharmakonzern CSL stellt zudem bis zu weitere 1,2 Mrd. US-Dollar an kommerziellen Meilensteinen in Aussicht.

Novartis erwirbt von dem chinesischen Biotechunternehmen Abogen Biosciences die weltweiten Rechte an dem experimentellen mRNA-Wirkstoff ABO2203. Der Schweizer Pharmakonzern zahlt dafür 575 Mio. US-Dollar upfront. Einschließlich Entwicklungs-, Zulassungs- und kommerzieller Meilensteine sowie weiterer Programme aus Abogens RNA-Plattform kann das Abkommen einen Wert von bis zu 7,8 Mrd. US-Dollar erreichen. Hinzu kommen mögliche Lizenzgebühren. Novartis ist im laufenden Jahr wieder verstärkt auf Einkaufstour, verschiebt die Deals aber mehr in Richtung Plattformtechnologien – das gilt auch für die aktuelle Abogen-Vereinbarung, die mehr als nur ein Asset beinhaltet.

Roche hat an einem Tag zwei neue Forschungskooperationen mit Atavistik Bio und Earendil Labs vereinbart. Zusammen könnten die Deals mehr als 3,47 Mrd. US-Dollar wert sein. Besonders Earendil zeigt, wie stark Big Pharma inzwischen auf externe Plattformen und frühe Programme setzt.

Während Novartis seine kleinvolumige Biologika-Produktion im Kleinbasel bis Ende 2027 aufgeben will, baut Roche seinen Basler Hauptsitz weiter aus. 790 Mio. Schweizer Franken fließen in eine neue Anlage für synthetische Wirkstoffe. Dahinter steht mehr als ein Bekenntnis zum Standort: Forschung, Entwicklung und Produktion sollen enger zusammenrücken.

36,5 Mio. US-Dollar zahlt Roche zunächst an die US-amerikanische Dualitas Therapeutics, um mehr als 300.000 Kombinationen für bispezifische Antikörper zu screenen. Das junge Biotech-Unternehmen wird dabei von zwei Managern mit Roche- beziehungsweise Genentech-Vergangenheit geführt. Für Roche ist der Deal ein weiterer Schritt, bispezifische Antikörper auch jenseits der Onkologie systematisch zu erschließen. Insgesamt könnte der Deal sogar die Milliardenschwelle erreichen.

125 Mio. US-Dollar zahlt Novartis für die Brain-Delivery-Plattform von Sironax. Nach einem Deal mit SciNeuro und dem Zugang zu weiteren Shuttle-Technologien entsteht bei dem Schweizer Pharmakonzern ein breites Instrumentarium, um Wirkstoffe ins Gehirn zu bringen.

Novartis muss einen weiteren Rückschlag in seiner Pipeline verkraften: Der AOC-Kandidat del-desiran hat in der Phase III-Studie HARBOR bei Myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) den primären Endpunkt verfehlt. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Handfunktion gegenüber Placebo wurde nicht erreicht.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen NovaGo Therapeutics hat eine Serie-B-Finanzierung über 24 Mio. Schweizer Franken (30 Mio. US-Dollar) abgeschlossen. Die Runde wurde von Neurimmune und Pureos angeführt.

Novartis hat nach drei Todesfällen acht klinische Studien mit seiner CAR-T-Therapie Rap-Cel bei Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen vorübergehend gestoppt. Im Zentrum steht eine schwere Immunreaktion, die als bekanntes Risiko der CAR-T-Technologie gilt. Der Fall zeigt die Kehrseite eines Ansatzes, der gerade als möglicher Paradigmenwechsel bei schweren Autoimmunerkrankungen gilt.

Roche baut die Produktionskapazitäten in den USA weiter aus. Die US-Tochter Genentech will rund 750 Mio. US-Dollar in eine neue Produktionsanlage in Oregon stecken. Lokale Beobachter freuen sich über die neuen „echten“ Jobs.