HTS/Nicola Milatovic

Life Sciences in Bewegung

Die Zukunft der Medizin entsteht dort, wo ­Forschung, Technologie und industrielle Umsetzung aufeinandertreffen. An ­dieser Schnittstelle positioniert sich die Steiermark als dynamischer ­Life-Science-Standort Europas.

Mit Human.technology Styria (HTS) verfügt das Bundesland über eine Cluster-Organisation, die Forschung, Kliniken, Industrie und Start-ups zu einem eng vernetzten Innovationsökosystem verbindet – mit besonderer Stärke in Biotechnologie, Pharma und MedTech.

Innovation braucht Nähe: kurze Wege, direkte Kontakte und das Verständnis, dass neue Lösungen im Gesundheitsbereich selten im Alleingang entstehen. „Neue Lösungen entstehen dort, wo medizinische Forschung, Ingenieurwissen, Produktion und Datenkompetenz zusammenkommen – und wo Kooperation aktiv gestaltet wird“, sagt Lejla Pock, Geschäftsführerin von Human.technology Styria. Seit 2004 bündelt HTS die Kompetenzen von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Gesundheitsanbietern und öffentlichen Partnern. Die Cluster-Community umfasst 152 Mitglieder, erwirtschaftet rund 6,71 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigt knapp 50.000 Personen im Cluster-Umfeld.

Die kurzen Wege der Innovation

Ein Beispiel für den „Styrian way“ ist die Medical Science City Graz. In unmittelbarer Nähe zueinander befinden sich die Medizinische Universität Graz, das Universitätsklinikum Graz, das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT), die Biobank Graz, ­JOANNEUM RESEARCH, Start-ups, Spin-offs, Unternehmenspartner und HTS. Forschung, klinische Praxis und industrielle Entwicklung arbeiten hier eng zusammen – Tür an Tür.

Klinische Fragestellungen können direkt mit Forschungspartnern diskutiert werden, Unternehmen erhalten Zugang zu wissenschaftlicher Expertise und neue Ideen lassen sich rasch mit Anwendungspartnern spiegeln. Die Steirische Wirtschaftsförderung SFG übernimmt dabei eine wichtige Rolle als Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Standortentwicklung.

Von der Forschung bis zur Produktion

Was die Steiermark im Bereich Biotechnologie besonders macht, ist die Fähigkeit, wissenschaftliche Exzellenz in industrielle Anwendung zu übersetzen. Denn die großen Zukunftsfragen der Medizin werden längst nicht mehr allein im Labor entschieden: Wie lassen sich neue Medikamente schneller produzieren? Wie können Therapien individueller werden? Wie gelingt biopharmazeutische Produktion nachhaltiger und resilienter?

Unternehmen wie ZETA, VTU und SMB arbeiten an den technologischen Grundlagen moderner biopharmazeutischer Produktion – von Engineering und Prozessplanung über Automatisierung bis zu komplexen Produktions- und Bioprozesssystemen. Clustermitglied GL Pharma ist der größte Medikamentenhersteller Österreichs und einer der größten Player in Europa.

Auch die Forschungslandschaft setzt dort an, wo Wissenschaft Wirkung entfalten kann. Das RCPE zählt zu den international sichtbaren Forschungszentren für pharmazeutische Prozess- und Produktentwicklung, während das acib an industrieller Biotechnologie, Enzymtechnologie und modernen Bioprozessen arbeitet. Dazu kommen Biomarkerforschung von CBmed, translationale Medizin an der Medizinischen Universität Graz, digitale Gesundheitsforschung und regenerative Medizin bei JOANNEUM RESEARCH sowie die Mikrobiom-Kompetenz des Instituts AllergoSan mit Omnibiotic®.

Eine neue Generation spezialisierter Unternehmen ergänzt dieses Profil: Cycuria arbeitet an Krebsimmuntherapien, Innophore nutzt KI-gestützte 3D-Enzymanalysen zur Suche nach Wirkstoffen und Enzymen und SimVantage simuliert biopharmazeutische Prozesse in der Cloud, um Scale-up und Scale-down schneller und präziser zu machen.

MedTech und Digital Health

Die Medizin der Zukunft wird zunehmend unsichtbar: Sensoren erfassen Gesundheitsdaten in Echtzeit, KI unterstützt Diagnosen und Anwendungen verlagern sich vom Krankenhaus in den Alltag. An diesen Entwicklungen arbeitet das steirische MedTech-Ökosystem.

PAYER und die WILD Gruppe begleiten MedTech-Innovationen von der Entwicklung bis zur industriellen Umsetzung – von Diagnostiklösungen und optischen Systemen bis zu komplexen Medizinprodukten. ams OSRAM und Infineon liefern mikroelek-tronische und sensorische Technologien, die Wearables, Monitoring-Systeme und miniaturisierte Medizintechnik ermöglichen.

Mit Roche Diagnostics ist ein international führender Diagnostik-Player Teil der Cluster-Community – ein Bereich, der weltweit an Bedeutung gewinnt, weil Krankheiten früher erkannt und Therapien gezielter eingesetzt werden können. Medaia bringt KI-gestützte Hautkrebs-Früherkennung auf das Smartphone, CNSystems entwickelt nicht-invasive Kreislaufdiagnostik und SteadySense arbeitet an kontinuierlichem Temperaturmonitoring.

Auch KI verändert die Medizin. Robot-Dreams entwickelt KI-basierte Lösungen für die kardiologische Diagnostik. CANCOM Austria stärkt mit digitalen Lösungen für Smart Health und Social Care sowie IT- und Datensicherheit die Basis moderner Gesundheitsversorgung. Neuroth zeigt, wie technologische Innovation und Nähe zu Patientinnen und Patienten zusammenspielen.

Formate mit Wirkung

Innovation entsteht dort, wo Menschen, Ideen und Perspektiven gezielt zusammengebracht werden. HTS sieht darin eine seiner wichtigsten Aufgaben: Trends früh erkennen, Kooperationen initiieren und Formate schaffen, aus denen Projekte und internationale Partnerschaften entstehen.

Dazu zählen die „Cluster Connections“ als zentrales Networking-Format, „Meet the Experts“ als Fach-, Förder- und Austauschformat, der „Health Tech Hub Styria“ als internationale Plattform für HealthTech und B2B-Partnering sowie der BIOTECH ­SUMMIT AUSTRI“. Dieser wird von ­BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol/Health Hub Tirol organisiert und bringt Unternehmen, Forschung, Investoren und Industriepartner zusammen.

International mit Augenmaß

Life Sciences waren immer international, doch geopolitische Veränderungen, fragile Lieferketten und neue Gesundheitsstrategien verändern die globalen Spielregeln. Für viele steirische Unternehmen ist die Internationalisierung daher eine strategische Notwendigkeit. Die DACH-Region und Europa bleiben zentrale Märkte.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf Zukunftsmärkte. Der GCC-Raum – insbesondere Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – entwickelt sich trotz gebotener Vorsicht im Hinblick auf politische Rahmenbedingungen zu einem spannenden Umfeld für Life Sciences und HealthTech.

Messbare Dynamik

Hinter dem steirischen Life-Science-Ökosystem stehen längst nicht nur Visionen, sondern messbare Dynamik.  HTS war 2025 an 108 Veranstaltungen beteiligt und ermöglichte rund 1.500 B2B-Meetings im Rahmen zentraler Formate wie dem Health Tech Hub Styria und dem BIOTECH SUMMIT AUSTRIA.

Mit einer F&E-Quote von 5,31 Prozent zählt die Steiermark zu den forschungsstärksten Regionen Europas und liegt im österreichischen Bundesländervergleich an der Spitze. Der Standort vereint exzellente Forschung, industrielle Stärke, technologische Tiefe und enge Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Akteuren des Ökosystems.

Aus Kooperation wird Innovation

Human.technology Styria macht diese Stärken sichtbar und verbindet sie zu einem leistungsfähigen Netzwerk – als agiler Cluster, Brückenbauer und international vernetzter Partner für die Life Sciences von morgen. „Die Stärke der Steiermark liegt nicht in einer einzelnen Disziplin, sondern im Zusammenspiel vieler Kompetenzen. Unsere Aufgabe als Cluster ist es, diese Kräfte so zu vernetzen, dass aus Nähe Kooperation wird – und aus Kooperation Innovation mit Wirkung“, sagt Lejla Pock.

Kontakt
Human.technology Styria GmbH
Neue Stiftingtalstraße 2
Eingang B, 1. Stock
8010 Graz, Österreich
office@humantechnology.at

Dieses Advertorial ist Teil des Cluster-Spezials in |transkript 2/2026.

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