Adivo publiziert Katzen-Antikörper-Bibliothek

Nach dem Hund nun auch die Katze: Adivo aus Martinsried hat in der Kooperation mit einem großen Unternehmen der Tiergesundheit außerhalb Deutschlands nun auch eine Bibliothek aus Milliarden katzenspezifischer Antikörper aufgebaut. Aus der Kooperation entstehen Meilensteinzahlungen an adivo sowie bei Produktzulassungen auch Beteiligungen am Erlös in ungenannter Höhe.

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Während die Münchner Ludwig-Maximilians Universität an ihrer tiermedizinischen Fakultät in diesen Tagen Europas größte Pferdeklinik neu einweihte, geht es im Süden des dortigen Biotechnologieclusters um kleinere Haustiere: Die adivo GmbH gab heute die Ausweitung einer globalen Forschungskooperation mit einem der führenden Unternehmen der Tiermedizin bekannt. Die ursprüngliche Vereinbarung, die im Dezember 2020 unterzeichnet worden war und sich auf Hunde fokussierte, umfasst nun die gemeinsame Entdeckung und Entwicklung von therapeutischen monoklonalen Antikörpern für Katzen.

Zeitgleich hat das Unternehmen, dessen Gründergespann sich einst von Morphosys abgespalten hatte, um sich auf Tiergesundheit zu konzentrieren, die Markteinführung der katzen-spezifischen Antikörperbibliothek FELIX, der ersten vollsynthetischen Quelle für therapeutische Antikörper dieser Spezies vermeldet. Adivo erhält Forschungsgelder, erfolgsabhängige Meilensteine und Tantiemen auf vermarktete Produkte. Die weiteren finanziellen Bedingungen der Vereinbarung wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

"Die heutige Nachricht ist die erste von möglicherweise mehreren therapeutischen Partnerschaften, die adivo im Bereich der felinen Antikörper eingehen wird. Unser Team hat das gesamte Know-how, das wir in den letzten zwei Jahren mit unserer Antikörperplattform CEASAR für Hunde erworben haben, in die Entwicklung von FELIX einfließen lassen", kommentiert Dr. Kathrin Ladetzki-Baehs, Gründerin und CEO von adivo. "Die Tatsache, dass ein bestehender Partner der erste ist, der Forschungsprojekte auf Basis von FELIX verfolgt, ist ein starker Beweis für die qualitativ hochwertige Arbeit und Leistung unseres Teams. Wir freuen uns darauf, neuartige Projekte mit einem renommierten und erfahrenen Partner in Angriff zu nehmen und das Leben von Katzenbesitzern und ihren geliebten Freunden positiv zu beeinflussen."

Während für Großtiere wie Pferde oder gar landwirtschaftlich genutzte Tiere hoher Einsatz zur Gesunderhaltung eingänglicher sein dürfte, zielt adivo ganz bewusst auf die "lieben Haustiere – des Menschen beste Freunde". FELIX und CEASAR sind Sammlungen von Milliarden von Antikörpern, die auf der Phage-Display-Technologie beruhen, und die ermöglichen, in kurzen Entwicklungszyklen Leitkandidaten von neuen Medikamenten mit optimaler Funktionalität, Entwicklungsfähigkeit und geringem Immunogenitätsrisiko auszuwählen.

Nach Unternehmensangaben zeigt sich für artspezifische Medikamente ein wachsender Bedarf, da Tierhalter bereit seien, Erkrankungen wie Krebs, chronische Entzündungskrankheiten und andere schwerwiegende Erkrankungen bei Haustieren nicht einfach nur hinzunehmen, sondern auch nach allen Möglichkeiten der Hightech-Medizin behandeln zu lassen.

Internationale Player wie Zoetis oder Novo, aber auch ein wachsendes Feld an Start-ups, haben sich bereits Zugriff auf diverse Antikörpertechnologien gesichert. Adivo hat sich frühzeitig eine gute Position erarbeitet.

©|transkript.de/gkä

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