Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Mitte Februar eine wichtige Entscheidung getroffen. Er sieht für den Amyloid-Antikörper Lecanemab keinen Beleg für einen Zusatznutzen. Die Entscheidung löste eine Debatte aus. |transkript.de dokumentiert zwei Expertenmeinungen: Prof. Dr. Gabor Petzold, Direktor für klinische Forschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) unterstützt die Antikörper-Theorie, während Prof. Dr. Harald Schmidt, viele Jahre Leiter des Lehrstuhls für Pharmakologie an der Universität Maastricht (NL), der Meinung ist, dass die derzeit favorisierten therapeutischen Ansätze gar keinen positiven Effekt bringen könnten.
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Schlagwortarchiv für: Antikörper
Die Zürcher Onkologie-Firma Araris Biotech AG hat eine Forschungskooperation mit Optionsvereinbarung zur Lizenzierung mit der japanischen Chugai Pharmaceutical geschlossen, einer Roche-Tochter. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) der nächsten Generation auf Basis der firmeneigenen AraLinQ™-Linker- und Konjugationstechnologie. Doch Araris ist selbst mittlerweile japanisch und eine 100%ige Tochter von Taiho Pharma, die zur Otsuka-Gruppe gehört. Geforscht wird weiterhin in Zürich – so sichtbar, dass die Gebrüder Strüngmann im vergangenen Jahr einen Preis an die Firmengründer verliehen.
Der australisch-schweizerische Plasmaspezialist CSL setzt bei rekombinanten polyklonalen Immunglobulinen (IgG) auf Technologie aus der Schweiz. Mit Memo Therapeutics hat das Unternehmen eine Kooperations- und Optionsvereinbarung über ein Gesamtvolumen von bis zu 265 Mio. CHF geschlossen. Für Memo sind das gute Nachrichten, doch auch CSL kann nach heftigem Stellenabbau etwa in Marburg auch einmal andere Schlagzeilen gut gebrauchen.
Es könnte als Warnschuss für die Konkurrenz verstanden werden, wenn die Schweizer Lonza mit ihren sehr guten Geschäftszahlen zugleich betont, sich noch stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren zu wollen. Zudem wird in der Schweiz mit etwas Sorge gesehen, dass das Unternehmen die zukünftigen strategischen Investitionen nur noch im Ausland plant. Vielleicht rutscht deshalb – trotz guter Bilanz – der Kurs um einige Franken nach unten.
Die Schweizer Roche sichert sich in einem erneuten Dealt mit der chinesischen MediLink ein zweites Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC). Diesmal sind jedoch Upfront- und weitere kurzfristige Zahlungen um den Faktor elf (!) höher und liegen bei rund 570 Mio. US-Dollar. MediLink münzt damit den gestiegenen eigenen Wert nun bereits zu Beginn einer Kooperation um.
Sandoz steigert den Umsatz und Biosimilar-Anteil deutlich, hebt die Margenprognose an und bleibt auf Wachstumskurs. Neue Produkte stärken das Portfolio – 2025 soll die EBITDA-Marge auf bis zu 22% steigen.
Eine neue Plattform, die die mRNA-Technologie mit einer Antikörperkonstruktionstechnik namens Oligo-Pool-Synthese kombiniert, liefert schnell und kostengünstig hunderttausende charakterisierte Antikörper.
In einer internationalen, multidisziplinären Zusammenarbeit haben Wissenschaftler die innovative PathoPlex-Methode entwickelt, die mehr Informationen aus Gewebeproben liefert als jemals zuvor.
Die Anleiheemission der Formycon AG konnte erfolgreich am Kapitalmarkt platziert werden. Ursprünglich war ein Volumen von 50 Mio. Euro vorgesehen; aufgrund hoher Nachfrage wurde dieses auf 70 Mio. Euro aufgestockt und die Bezugsfrist reduziert, da die Zielregion schneller erreichbar erschien. Dennoch blieben einige Interessensbekundungen wegen Überzeichnung unberücksichtigt.
Die rasante Entwicklung moderner Krebsimmuntherapien wird durch den Mangel geeigneter Targets limitiert. T-Zellrezeptor-ähnliche Antikörper (TCRm) eröffnen neue Wege, intrazelluläre Zielproteine über Peptid-HLA-Komplexe zu erkennen und neue Behandlungsansätze zu ermöglichen.

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Athos Holding
Memo Therapeutics AG
Lonza Gruppe
Jean Jaques Schaffner / Basel Area Business & Innovation
Sandoz/Lek
wikipedia.org/https://doi.org/10.1101/2024.08.30.610421
Kuehl et al. (Pathology-oriented multiplexing enables integrative disease mapping, Nature 2025, doi.org/10.1038/s41586-025-09225-2, CC BY 4.0)
Formycon AG
Yumab GmbH