Schlagwortarchiv für: Krebs

Nordrhein-Westfalen legt ein ungewöhnlich großes Forschungsprogramm auf: Mit 200 Mio. Euro will das Land seine sieben Universitätskliniken und die TU Dortmund zu einem KI-Netzwerk für die Krebsmedizin verbinden. Die Summe gehört damit zu den größten thematischen Forschungsinvestitionen eines einzelnen Bundeslandes.

BioNTech beendet eine mRNA-Studie bei Darmkrebs und setzt damit genau das entgegengesetzte Signal wie Wochen zuvor der Konkurrent Moderna. Doch vergleichen lassen sich beide Ansätze nicht wirklich. Bei BioNTech ging es um eine mRNA-Monotherapie bei Darmkrebs, Moderna zeigte Ergebnisse aus einer Kombinationstherapie mit dem Checkpoint-Wirkstoff Keytruda von Merck/MSD. Die Börse reagierte jedoch prompt auf die Nachricht aus Mainz: die Aktie gab nach dem Anstieg als Beifahrer der Moderna-Meldung nun wieder deutlich Prozentpunkte ab.

Heidelberg Pharma und Huadong Medicine rücken immer enger zusammen: Aus einer Lizenzpartnerschaft ist eine Allianz aus Kapital, gemeinsamer ADC-Entwicklung und klinischer Forschung geworden. Nun kommen bis zu sechs neue Zielmoleküle hinzu, die Partnerschaft wird immer strategischer.

Der Erfolg einer personalisierten mRNA-Krebsimmuntherapie von Moderna und der US-amerikanischen Merck in einer Phase-III-Studie lässt die mRNA-Branche aufatmen. Besonders stark reagiert die BioNTech-Aktie. Dahinter steckt mehr als ein kurzfristiger Börseneffekt: Die Daten könnten erstmals in größerem Maßstab zeigen, dass mRNA auch jenseits von Covid-19 eine therapeutische Plattform sein kann.

Forscher des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg haben einen bislang unbekannten Mechanismus der DNA-Reparatur in menschlichen Zellen entdeckt. Wie das Team berichtet, übernimmt der Golgi-Apparat – bislang vor allem als Sortier- und Transportzentrum der Zelle bekannt – eine aktive Rolle bei der Steuerung von Reparaturprozessen im Zellkern. Die Ergebnisse eröffnen neue Ansatzpunkte, um die DNA-Reparatur gezielt zu beeinflussen, etwa bei Krebs.

Mit der Trennung vom Biobank-Service-Geschäft hat sich die Hamburger Indivumed als Therapeutika-Biotech neu positioniert. Die früheren ­Arbeiten bleiben der Kern des medizinischen Wissens und die Quelle ­neuartiger Targets. Um die bereits vorvalidierte Auswahl schneller voranzubringen, werden nun Partner gesucht. Die Resonanz sei groß, sagen Matthias Evers und Hartmut Juhl im Gespräch mit ltranskript.

ASCO 2026: Immatics präsentiert neue Daten zu PRAME-Programmen und erweitert den Blick über Anzu-cel hinaus, doch der Jubel des Publikums gehört einer vielversprechenden Pankreaskrebstherapie sowie den neueren Daten zur In-vivo-CAR-T von Eli Lilly und Kelonia.

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Akribion Therapeutics sowie von Forschern aus Würzburg hat ein neues CRISPR-Verfahren entwickelt, mit dem sich einzelne Zellen anhand ihrer RNA-Signatur gezielt eliminieren lassen. Die in Nature veröffentlichte Arbeit zur Nuklease Cas12a2 eröffnet potenzielle Anwendungen in Onkologie, bei Autoimmunerkrankungen sowie in der Infektionsmedizin und verschafft der Gentherapie eine hochspezifische Waffe.

Kräftiger Stellenabbau bei BioNTech, gleichsam häutet man sich nun endgültig von der Corona-Pandemie und überlässt diesen Part Pfizer. Für die Mitarbeiter an den Standorten könnten sich durchaus neue Lösungen ergeben, wenn mit gezielter Strategie vorgegangen werden würde. In Tübingen aber sieht man nach der Curevac-Übernahme durch BioNTech und der jetzigen vollständigen Schließung des Standortes eine langgeplante Verschwörung sich materialisieren, so zumindest der frühere Curevac-Gründer Hoerr.

Neue Immuntherapie-Kombinationen gesucht: Boehringer setzt bei Lungenkrebs auf doppelte Angriffspunkte und eine Zusammenarbeit mit der Mainzer BioNTech. Beim besonders schwer behandelbaren kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) positioniert sich Boehringer Ingelheim im zunehmend kompetitiven Feld kombinierter Immuntherapien gemeinsam mit BioNTech. Zwei komplementäre Wirkmechanismen sollen erstmals gezielt zusammengeführt werden.