
Heartbeat.Bio erhält Validierungsunterstützung für Herz-Organoide
Nicht dass es im Sommerloch verschwindet, doch in Wien war man auch Mitte August alles andere als untätig. Dort haben die Organoid-Experten von Heartbeat.bio mit Hilfe von zwei anderen Unternehmen eine nächste Stufe in der Validierung ihrer Analyseplattform erreicht. Geholfen haben dabei Molecular Device und Axxam.
Vom Organoid zum Screening-System: HeartBeat.bio zeigt gemeinsam mit Molecular Devices und Axxam, wie aus humanen Herzmodellen ein standardisierter Baustein der industriellen Wirkstoffforschung werden soll.
Die Wiener TechBio-Firma HeartBeat.bio bringt dazu nun gemeinsam mit Molecular Devices ihre Cardioid-Technologie für die Wirkstoffforschung in die Anwendung. Die 3D Ready Cardioid Supplement Kits ermöglichen die standardisierte Herstellung funktioneller, schlagender Herz-Organoide aus humanen iPS-Zellen und sollen damit eine frühere und realitätsnähere Bewertung möglicher kardialer Nebenwirkungen von Wirkstoffkandidaten ermöglichen. Die Lösung ist sowohl für manuelle als auch automatisierte Workflows ausgelegt.
Herz-Organoide sollen Wirkstoffrisiken früher sichtbar machen
Für die industrielle Nutzung lieferte zusätzlich der Drug-Discovery-Dienstleister Axxam (Mailand) eine unabhängige Validierung. Das italienische Unternehmen bestätigte die Robustheit und Reproduzierbarkeit des Systems auf phänotypischer und funktioneller Ebene und will die Cardioid-Plattform in seine translationalen Forschungsaktivitäten integrieren. Damit soll sie auch für High-Throughput- und High-Content-Screening eingesetzt werden können.
Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit kommen schnell zum Tragen, denn die eigentliche Kooperation, das Austesten hatte gerade erst wenige Wochen zuvor offiziell gestartet, wir berichteten.
HeartBeat.bio sieht darin einen wichtigen Schritt, um humane Herz-Organoide als verlässliches Instrument für die präklinische Wirkstoffentwicklung zu etablieren. Die Plattform kombiniert iPSC-basierte Cardioids mit Automatisierung und KI-gestützter Datenanalyse. Ziel ist es, kardiovaskuläre Erkrankungen besser abzubilden, Sicherheitsrisiken früher zu erkennen und damit die Übersetzbarkeit präklinischer Ergebnisse in die klinische Entwicklung zu verbessern.

MIMETAS BV
Universitätsklinikum Heidelberg
Mendjan/IMBA