
Smartbax erweitert Finanzierungsrunde
Das Biotechnologie-Unternehmen smartbax in Oberschleißheim konnte erneut zusätzliche finanzielle Mittel einwerben, die in die Entwicklung seines antibakteriellen Leitprogramms bis zur IND-Einreichung fließen sollen, aber auch in die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen enzymatischen Aktivatoren zur Bekämpfung bakterieller Infektionen.
Das Biotech-Unternehmen Smartbax wurde 2021 als Spin-off der Technischen Universität München (TUM) gegründet, um neuartige Antibiotika zu entwickeln und damit gegen die wachsende Ausbreitung multiresistenter Bakterien vorzugehen.
Ende Juni dieses Jahres konnte es einen erfolgreichen zweiten Abschluss seiner Pre-Series-A-Finanzierungsrunde vermelden. Damit erhöht sich das Gesamtvolumen der Finanzierungsrunde auf 6,3 Mio. Euro. Neben der neuen Beteiligung eines nicht genannten Single Family Offices aus Frankfurt am Main wird smartbax von einem Investorenkonsortium unterstützt, dem Anobis Asset, Bayern Kapital, der Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), der HTGF – High-Tech Gründerfonds sowie UnternehmerTUM Funding for Innovators angehören.
Die zusätzlichen Mittel sollen in die Entwicklung seines antibakterielle Leitprogramms fließen, basierend auf einer Einlizenzierung von der Aicuris AG im Januar. Dr. Robert Macsics, CEO von smartbax, erläuterte: „Mit diesem zusätzlichen Investment können wir unser Leitprogramm bis zur IND-Einreichung voranbringen und damit einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung unserer Pipeline erreichen. Gleichzeitig investieren wir weiter in unsere proprietären enzymatischen Aktivatoren, die einen grundlegend anderen Ansatz zur Bekämpfung bakterieller Infektionen verfolgen. Zusammen unterstützen diese Programme unser Ziel, der wachsenden Herausforderung antimikrobieller Resistenzen zu begegnen.“
Das Leitprogramm ist ein neuer Inhibitor der Lipopolysaccharidsynthese gramnegativer Bakterien. In vivo hätte das Programm bereits seine Wirksamkeit auch gegen multiresistente Erreger bewiesen und zeige Potenzial für eine orale Verabreichung.
Daneben entwickelt smartbax niedermolekulare Antibiotika. Darunter zwei Aktivatoren von bakteriellen Hydrolasen, die einen Selbstverdau der Bakterien über einen neuartigen Wirkmechanismus auslösen. Die Programme richten sich sowohl gegen grampositive als auch gegen gramnegative Erreger und hätten bislang vielversprechende Wirkstoffeigenschaften, eine Aktivität gegen Biofilme sowie keine beobachtete Resistenzentwicklung gezeigt.
Seit seiner Gründung konnte Smartbax immer wieder Investoren von seinem Ansatz zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen überzeugen.

Epitome Therapeutics FlexCo
Urban Bartenschlager, DZIF/Uniklinik Heidelberg
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