Die Schweizer Biotech-Firma Vaderis Therapeutics hat eine Serie B-Finanzierung über 152 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Das Kapital soll den Start der globalen Phase III-Studie HEROIC mit Engasertib ermöglichen, das gegen die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (Morbus Osler) wirkt.

Der US-amerikanische Messtechnikhersteller Bruker mit starken deutschen Wurzeln in Karlsruhe und Bremen beteiligt sich mehrheitlich am niederländischen Organ-on-a-Chip-Spezialisten MIMETAS. Der Deal zeigt, dass aus menschlichen Gewebe- und Organoidmodellen zunehmend eine industrielle Plattform für die Wirkstoffforschung wird. In Europa hat die Konsolidierung begonnen; Pharmafirmen und Laborzulieferer haben bereits Firmen aus dem Sektor akquiriert.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen AC Immune SA hat für seine Immuntherapie ACI-7104 zur Behandlung der frühen Parkinson-Krankheit den Fast-Track-Status der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Zugleich wurde dem Antrag für die Ausweitung der klinischen Entwicklung auf die USA stattgegeben.

Erstmals haben Forscher mit Hilfe generativer KI vollständige Bakteriophagen-Genome entworfen, im Labor hergestellt und funktionierende Bakterien-Viren daraus gewonnen. Die Arbeit, die aktuell in Science publiziert wurde, zeigt das Potenzial für neue Phagentherapien – verschärft aber auch die Frage, wie sich solche biologischen Designwerkzeuge kontrollieren lassen.

Pilze könnten in der europäischen Ernährung künftig eine deutlich größere Rolle spielen – allerdings nicht unbedingt als klassische Speisepilze. Die Europäische Kommission hat die aus Pilzmyzel gewonnene Zutat Fermotein des niederländischen Unternehmens The Protein Brewery als Novel Food zugelassen. Damit darf die aus dem Fadenpilz Rhizomucor pusillus gewonnene Biomasse künftig in der EU als Lebensmittelzutat eingesetzt werden. Ein Türöffner auch für andere Start-ups?

Lange galten Biosimilars vor allem als Instrument zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Inzwischen entwickeln sie sich für ihre Hersteller zunehmend zum Wachstumstreiber. Das zeigen die aktuellen Halbjahreszahlen von Sandoz und Fresenius.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen AB2 Bio hat einen weiteren Meilenstein seiner Partnerschaft mit dem japanischen Pharmaunternehmen Nippon Shinyaku erreicht. Aus dem Anfang 2025 geschlossenen, mit bis zu 600 Mio. US-Dollar bewerteten Lizenzdeal wurde ein 30 Mio.-US-Dollar-Meilenstein fällig.

Wenn besonders innovative First-in-Human-Studien starten, fällt der erste Blick meist auf die USA, neuerdings verstärkt auch auf China. Diesmal ist es anders: Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Oblenio Bio (das mit einem chinesischen Partner kooperiert) hat die ersten Patienten seiner Phase Ia-Studie mit dem trispezifischen T-Zell-Engager LBL-051 nicht in Nordamerika, sondern in Deutschland behandelt. (Strenggenommen ist das keine „Zelltherapie“, da keine Zelle von extern zugeführt wird, sondern der tri-spezifische Antikörper-Engager, der dann die Zellen im Körper zusammenführt und dort die Zellen zum Ziel nimmt)

Bei der Mainzer BioNTech SE steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor: Der Aufsichtsrat ernannte Dr. Guido Oelkers Anfang August zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Er soll die neue Position spätestens zum 1. Februar 2027 antreten und folgt auf Unternehmensmitgründer Prof. Dr. Ugur Sahin.

Der globale Venture-Capital-Markt hat im ersten Halbjahr 2026 mit Finanzierungen von insgesamt 506 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord erreicht. Nach Daten von Dealroom entfiel dabei der überwiegende Teil des Wachstums auf den Bereich Künstliche Intelligenz. KI-Unternehmen sammelten 77% des weltweit investierten Risikokapitals ein – und das ausschließlich bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell wirklich im Kern auf KI basiert. Alle anderen Tech-Bereiche bleiben meilenweit dahinter zurück.