Die aktuelle Veröffentlichung klinischer Phase I/II-Daten aus der BioVAT-HF-Studie gibt erste klinische Hinweise auf eine funktionelle Myokard-Regeneration. Daran beteiligt ist auch das Biotechnologie-Unternehmen Repairon aus Göttingen.

Im Osten was Neues: Pilzproduktion in Brauereifermentern statt erst viel Geld in eigene Produktionsanlagen stecken zu müssen. Das ist das verkürzte Geschäftsmodell von Pacifico Bio, die mit einigem Investorengeld nicht nur erste Produkte bald auf den Markt bringen wollen, sondern auch recht schnell eine globale Ausdehnung anstreben.

Die Basler Nuclidium AG erhält einen Nachschlag zu ihrer laufenden Serie B-Finanzierungsrunde und kann diese damit auf insgesamt rund 115 Mio. Euro ausweiten. Das Theranostik-Unternehmen nutzt Kupfer-Isotope sowohl für die diagnostische Bildgebung als auch die Therapie.

Kaufrausch bei Eli Lilly? Gleich drei Firmen werden gekauft und alle sind im Bereich der Infektionskrankheiten angesiedelt. Darunter ist auch die Schweizer LimmaTech AG, die vom einstigen Curevac-CEO Franz-Werner Haas geleitet wird. Eli Lilly zielt mit den Akquisitionen auf Märkte über das reine Infektionsgeschehen hinaus: Autoimmunerkrankungen, Antibiotika-Resistenz, chronische Immunsystemstörung bis hin zu Krebs.

Mit dem neuen BioHub in Ludwigshafen setzt die BASF stärker auf industrielle Biotechnologie: Mikroorganismen produzieren dort künftig biologische Pflanzenschutzmittel und Wirkstoffvorstufen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Nun wurde die Anlage eröffnet. In China allerdings hat BASF einen ganzen Zwilling seines Stammwerkes errichtet und stößt damit in ganz andere Dimensionen vor.

Zeitlich und thematisch sehr passend zur Strategie der Bundesregierung, die gerade mit ihrer Roadmap für Biotechnologie für viel Diskussionen in der Community sorgt, eröffnet der Sartoriuskonzern ein Kompetenzzentrum für Zell- und Gentherapie-Materialien in Freiburg. Das Thema ist auch der große Schwerpunkt der Berliner Roadmap, allerdings mit großem Schwerpunkt in Berlin selbst. Sartorius zeigt damit, dass es auch noch andere Standorte und Regionen in diesem Bereich gibt und lenkt ein wenig ab von Gerüchten über eine Firmenbeteiligung, die gerade den Kurs nach oben treiben.

Die Bundesregierung hat die Biotechnologie-Roadmap der Hightech-Agenda Deutschland vorgestellt. Ziele sind unter anderem individualisierte mRNA-Krebstherapien und neue Zentren für Zell- und Gentherapien. Insgesamt wird auf die Zell- und Gentherapie ein großer Schwerpunkt in der Roadmap gelegt bis hin zur Ausbildung von GMP-Fachkräften. Der Branchenverband BIO Deutschland begrüßt die Strategie grundsätzlich, fordert aber klarere Finanzierungs- und Umsetzungspläne für Forschung, Start-ups und Investitionen.

Das kanadische KI-Unternehmen Cohere baut seine Aktivitäten im Gesundheits- und Life-Science-Sektor aus und übernimmt den Biopharma-KI-Spezialisten Reliant AI. Mit der Akquisition sichert sich Cohere nicht nur ein auf biomedizinische Anwendungen spezialisiertes Forschungsteam, sondern auch proprietäre Datensätze und KI-Technologien für pharmazeutische Anwendungen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

Das Biotechnologieunternehmen Miltenyi Biotec erweitert seine Produktionskapazitäten für klinische Reagenzien am Standort Köln. Dafür saniert das Unternehmen einen ehemaligen pharmazeutischen Produktions- und Verpackungskomplex grundlegend und baut ihn zu einer modernen Fertigungsstätte für klinische Anwendungen um.

Endlich im industriellen Maßstab: Das Hamburger Bioökonomie-Scale-up traceless materials GmbH hat in Hamburg-Harburg seine erste industrielle Produktionsanlage eröffnet und erreicht damit einen wichtigen Skalierungsschritt. In der neuen Anlage werden pflanzliche Reststoffe zu einem naturbasierten Kunststoffersatz verarbeitet, der erdölbasierte Kunststoffe in ausgewählten Anwendungen ersetzen soll. Die Produktionskapazität liegt bei rund 3.000 Tonnen pro Jahr, erste Industriekunden wie Mondi, OTTO und Biesterfeld sind bereits angebunden. In die Produktionsanlage wurden über 20 Millionen Euro investiert, was zu einem Viertel durch Bundesmittel gefördert wurde.