Das Hamburger Biotech-Unternehmen PROVIREX Genome Editing Therapies hat seine Forschungs- und Produktionsaktivitäten im tecHHub Hamburg an einem Standort zusammengeführt und bereitet die GMP-Zertifizierung seiner neuen S3-Reinraumanlage vor. Die Investition dient jedoch nicht in erster Linie dem Einstieg in die Auftragsfertigung von CAR-T-Zellen, sondern der Entwicklung der eigenen Genome-Editing-Plattform gegen HIV.

Mit einer soeben vom Bundeskabinett verabschiedeten Start-up- und Scale-up-Strategie sollen die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen von der Gründung bis zur internationalen Expansion verbessert werden. Die insgesamt 150 Maßnahmen stoßen auf Zustimmung, aber auch auf Kritik.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen Neurimmune sichert sich über einen Deal mit Royalty Pharma bis zu 425 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen verkauft dafür künftige Umsatzbeteiligungen am ATTR-CM-Antikörper Cliramitug, den AstraZeneca über seine Rare-Disease-Tochter Alexion entwickelt. 125 Mio. Dollar fließen gleich, eine größere Tranche Anfang 2027, und zusätzlich gibt es noch mögliche Meilensteine.

Mit einem neuen Corporate-Venture-Capital-Fonds steigt Fresenius systematisch in die Finanzierung junger Gesundheitsunternehmen ein. Über die kommenden fünf Jahre sollen mindestens 200 Mio. Euro in Start-ups und Wachstumsunternehmen investiert werden.

Peptidboom treibt Kapazitätsausbau an: Der Boom therapeutischer Peptide verändert die Landkarte der pharmazeutischen Auftragsfertigung. Gerade kaufte die südkoreanische Samsung Bioepis die Schweizer Polypeptide-Gruppe, nun meldet sich Bachem zu Wort. Der Schweizer Spezialist für Oligonukleotide und Peptide baut im Sisslerfeld bei Eiken eine neue Produktionsanlage für großvolumige Peptide.

Der Göttinger Labor- und Bioprozessausrüster Sartorius hat seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Operativ legte der Umsatz währungsbereinigt um 7,7% zu, während die EBITDA-Marge auf 30,3% stieg. Der Ausbau in Südkorea geht planmäßig weiter, dort wird die Produktion im wesentlichen im Jahr 2027 hochgefahren.

Das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Phinomics eröffnet seinen Europa-Standort im Bayer Co.Lab. Der Fokus auf extrachromosomale DNA als Treiber von Tumorentwicklung und Therapieresistenzen bringt die kleinen, zirkulären DNA-Kopien im Zellkern in die öffentliche Aufmerksamkeit. Wurden diese Elemente als Ursache der Ausweichfähigkeit (Resistenzbildung) von Krebszellen auf Therapeutika viel zu lange ignoriert?

Für das Berliner Biotech-Unternehmen OMEICOS zahlt sich der Strategiewechsel vor vier Jahren offenbar aus. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat nach einem End-of-Phase-2-Gespräch grünes Licht dafür gegeben, den Wirkstoffkandidaten OMT-28 zur Behandlung primärer Mitochondriopathien (PMD) direkt in eine zulassungsrelevante Phase III-Studie zu überführen. CEO Dr. Robert Fischer schildert für |transkript die kleine Achterbahnfahrt des Unternehmens.

Der Übernahmedruck im Markt für Auftragsentwicklung und -fertigung (CDMO) hält an. Mit einem Angebot von umgerechnet rund 1,8 Mrd. US-Dollar für den Schweizer Peptidspezialisten PolyPeptide will Samsung Biologics seine Position im boomenden Markt für komplexe Biopharmazeutika deutlich ausbauen.

Merck erweitert seinen Life-Science-Standort in Darmstadt um ein neues BioReliance®-Prüfzentrum für die Freigabe biologischer Arzneimittel. Das Unternehmen investierte dafür 25 Mio. Euro und will den Standort so zu einem zentralen europäischen Knotenpunkt für analytische Prüfungen und Qualitätskontrollen ausbauen.