36,5 Mio. US-Dollar zahlt Roche zunächst an die US-amerikanische Dualitas Therapeutics, um mehr als 300.000 Kombinationen für bispezifische Antikörper zu screenen. Das junge Biotech-Unternehmen wird dabei von zwei Managern mit Roche- beziehungsweise Genentech-Vergangenheit geführt. Für Roche ist der Deal ein weiterer Schritt, bispezifische Antikörper auch jenseits der Onkologie systematisch zu erschließen. Insgesamt könnte der Deal sogar die Milliardenschwelle erreichen.
125 Mio. US-Dollar zahlt Novartis für die Brain-Delivery-Plattform von Sironax. Nach einem Deal mit SciNeuro und dem Zugang zu weiteren Shuttle-Technologien entsteht bei dem Schweizer Pharmakonzern ein breites Instrumentarium, um Wirkstoffe ins Gehirn zu bringen.
1986 von den Brüdern Andreas und Thomas Strüngmann gegründet, gehört Hexal heute zu Sandoz. Zum 40. Firmenjubiläum verweist das Unternehmen auf seine deutschen Produktionsstandorte und die Bedeutung von Generika und Biosimilars für die Arzneimittelversorgung. Für Sandoz gibt es viele Gründe zum Feiern in diesem Jahr, doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Das Biosimilar-Geschäft wird global immer stärker umkämpft.
Mit dem Strüngmann Award wollen Thomas und Andreas Strüngmann nicht ihr eigenes Vermächtnis feiern, sondern die nächste Generation von Biotech-Unternehmern sichtbarer machen. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis zeichnete Mitte September zum dritten Mal Gründer aus, bei denen aus wissenschaftlicher Innovation bereits ein belastbares Unternehmen mit klinischer oder wirtschaftlicher Perspektive geworden ist. 2026 ist der Blick mit den drei Finalisten noch auf den deutschsprachigen Raum gerichtet, gewonnen hat Jonathan Talbot, der Gründer und ehemalige CEO von Mosanna Therapeutics (Schweiz), der aber mittlerweile schon mit neuen Start-ups unterwegs ist.
Mit der Übernahme der sächsischen TRIMT GmbH baut ABX seine Pipeline in der Präzisionsonkologie aus. Im Zentrum stehen cyclopeptidbasierte Radiopharmaka gegen Integrine, die sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie zur Anwendung kommen sollen.
Eine knappe Verdoppelung des Überlebens zeigen aktuelle klinische Daten einer Immunonkologie-Studie von BioNTech gemeinsam mit OncoC4 beim Plattenepithelkarzinom der Lunge. Aktuell präsentieren die Mainzer auf dem Weltkongress zum Thema Lungenkrebs verschiedene frühe und mittelphasige klinische Daten. Auch der Hoffnungsträger Pumitamig kann weiter überzeugen.
Nach mehr als 100 Jahren steht die Impfstoffproduktion in Dresden vor dem Aus. GSK will die Herstellung von Grippeimpfstoffen am sächsischen Standort beenden und im kanadischen Ste-Foy konzentrieren. Man wolle sich auf mRNA-Impfstoffe konzentrieren, heißt es. Rund 650 Beschäftigte sind betroffen. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Europa seine pharmazeutische Produktion eigentlich stärken will.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Ethris GmbH 30 Mio. Euro zur Verfügung, um den mRNA-Kandidaten ETH47 weiter klinisch zu entwickeln. Der Münchner RNA-Spezialist arbeitet bereits seit mehreren Jahren an dem breit angelegten antiviralen Ansatz. Dass nun ausgerechnet die EIB einsteigt, zeigt aber auch das Dilemma der Pandemievorsorge: Der gesellschaftliche Nutzen eines Breitband-Antivirals ist groß, der kommerziell kalkulierbare Markt dagegen schwerer zu greifen.
Die EU-Kommission hat grünes Licht für eine staatliche Förderung des geplanten neuen Sanofi-Insulinwerks in Frankfurt gegeben. Nun darf Deutschland 400 Mio. Euro zur 2 Mrd. Euro-Investition in die Insulinproduktion am Main zuschießen.
Der HAE-Wirkstoff Deucrictibant, der ursprünglich aus der Wirkstoffforschung von AnalytiCon Discovery stammt, entwickelt sich für BRAIN Biotech zu einem lukrativen Asset. Nach positiven Phase III-Daten von Pharvaris erhält BRAIN nun 11,51 Mio. Euro von Royalty Pharma. Weitere Millionen könnten folgen.

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