Das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM hat den Verkauf seines Standorts in Braunschweig an die AveThera GmbH kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Damit übernimmt ein junges Unternehmen, das die GMP-Produktionskapazitäten für eigene Biosimilarprojekte oder Aufträge von Dritten nutzen will. Warum unter den angeblich zahlreichen Interessenten das „Greenhorn“ Avethera ausgewählt wurde, mag auch an Strippenzieher Andreas Herrmann liegen, der schon auf Island mit einem Biosimilar-Unternehmen von Null an erfolgreich war.

Europäische Milliarden aus Brüssel sollen die vielen VC-Gesellschaften dabei unterstützen, ihre mittelgroßen VC-Fonds mit einer soliden Basis auszustatten und damit weiteres institutionelles, aber auch privates Geld in diese Anlageklasse zu locken. Aus 15 Milliarden sollen damit im Idealfall 80 Milliarden werden, die die bestehende Finanzierungslücke in der europäischen Start-up-Szene überbrücken.

In der Community der Forscher und Entwickler im Bereich der Regenerativen Medizin, also der biologischen Reperatur von Organ-, Knorpel-, Muskel- oder Knochenschäden (um nur einige Felder zu nennen) gäbe es den Witz, dass es nur noch zehn Jahre dauere, bis das Drucken von Organen möglich werde. Und dieser Witz wird bereits seit zwei Jahrzehnten wiederholt. Mit sicherlich auch guter Laune aber ganz im Ernst schaut das Berliner Start-up Cellbricks auf eine erfolgreiche Finanzierungsrunde, die belohnt, was das Team bisher geschafft hat: nämlich eine eigene „Tinte“ für dieses Organdrucken zu entwickeln.

Eine Firmenübernahme unter US-Unternehmen macht eine Schweizer Investmentgesellschaft froh und zeigt zugleich, wie die Übernahmewelle immer stärker durch das Pharmahaifischbecken schwappt. Wer sich hier strategisch richtig aufgestellt hat mit den nun besonders gesuchten klinischen Programmen innerhalb des eigenen Portfolios, kann gerade eine schöne Ernte einfahren, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig begonnen hat.

Tierversuche oder Organoide, das ist immer öfter die Frage und fast schon scheint sie zugunsten der Organoide beantwortet zu sein. Doch für die validen Modellsysteme ist noch Forschung nötig und eben: Validierung. Das wollen auch immer mehr große Pharmafirmen hinbekommen, sei es durch die Übernahme entsprechender Start-ups oder gleich durch ein eigenes Forschungszentrum, so wie Roche gerade eines in Basel eröffnet hat.

Die hessische BRAIN Biotech AG hat vom Europäischen Patentamt erneut eine Bewilligung im heißumkämpften Feld der CRISPR/Cas-Nukleasen erhalten. Das Stoffschutzpatent ermöglicht Brain selbst oder als Lizenzgeber das von den beiden Nobelpreisträgerinnen Charpentier und Doudna um ihre CRISPR/Cas9-Technologieplattform abgesteckte Patentschutzrechte-Feld zu umgehen. Brain führte dazu eine großangelegte Suche im Reich der Bakterien durch und fand Tausende neuartige Nuklease-Varianten. Die vielversprechendsten werden in einzelnen Geschäftsfeldern selbst oder in Partnerschaft weiterentwickelt.

Novartis setzt seine aggressive Expansionsstrategie in der Onkologie fort und greift erneut zu: Für bis zu 3 Mrd. US-Dollar übernimmt der Basler Konzern einen neuartigen PI3Kalpha-Inhibitor von Synnovation Therapeutics.

Die Wirtschaftsregion Basel behauptet sich trotz globaler Unsicherheiten als gefragter Standort. Wie die Standortförderagentur Basel Area Business & Innovation mitteilt, wurden 2025 insgesamt 38 Unternehmen bei der Ansiedlung unterstützt – das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Organisation.

Mitfinanziert durch das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) eröffnet Boehringer Ingelheim Österreich mit der medizinischen Fakultät der Universität Graz ein gemeinsames Forschungslabor im Spezialgebiet des Lungenkrebses.

Abheben wie ein Kranich, das ist zwar das Firmenmotto der Berliner Kupando, doch im Bereich der Wirkstoffentwickler wird dazu recht profan eine Menge Geld benötigt. Das ist Kupando schon einmal in schwierigen Zeiten 2022 gelungen. In kaum weniger schwierigen Zeiten wurde nun auch ein zusätzlicher Investor und weiteres Geld gefunden, um näher an die klinische Entwicklung herankommen zu können, für einen Ansatz, der das evolutionär ältere Immunsystem aktiviert und in der Breite der Indikationen von Krebs bis hin zu Infektionskrankheiten Einsatzmöglichkeiten verspricht.