Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Ethris GmbH 30 Mio. Euro zur Verfügung, um den mRNA-Kandidaten ETH47 weiter klinisch zu entwickeln. Der Münchner RNA-Spezialist arbeitet bereits seit mehreren Jahren an dem breit angelegten antiviralen Ansatz. Dass nun ausgerechnet die EIB einsteigt, zeigt aber auch das Dilemma der Pandemievorsorge: Der gesellschaftliche Nutzen eines Breitband-Antivirals ist groß, der kommerziell kalkulierbare Markt dagegen schwerer zu greifen.

Die EU-Kommission hat grünes Licht für eine staatliche Förderung des geplanten neuen Sanofi-Insulinwerks in Frankfurt gegeben. Nun darf Deutschland 400 Mio. Euro zur 2 Mrd. Euro-Investition in die Insulinproduktion am Main zuschießen.

Der HAE-Wirkstoff Deucrictibant, der ursprünglich aus der Wirkstoffforschung von AnalytiCon Discovery stammt, entwickelt sich für BRAIN Biotech zu einem lukrativen Asset. Nach positiven Phase III-Daten von Pharvaris erhält BRAIN nun 11,51 Mio. Euro von Royalty Pharma. Weitere Millionen könnten folgen.

Novartis muss einen weiteren Rückschlag in seiner Pipeline verkraften: Der AOC-Kandidat del-desiran hat in der Phase III-Studie HARBOR bei Myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) den primären Endpunkt verfehlt. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Handfunktion gegenüber Placebo wurde nicht erreicht.

Wirkstoffe ins Gehirn: YUMAB und ISAR Bioscience wollen den Transferrin-Rezeptor nutzen, um Biologika über die Blut-Hirn-Schranke zu schleusen. Die Kooperation reiht sich in einen wachsenden Wettlauf um BBB-Shuttles ein – denn wer den Transportweg ins Gehirn beherrscht, könnte neue Wirkstoffklassen für neurologische Erkrankungen erschließen.

Nordrhein-Westfalen legt ein ungewöhnlich großes Forschungsprogramm auf: Mit 200 Mio. Euro will das Land seine sieben Universitätskliniken und die TU Dortmund zu einem KI-Netzwerk für die Krebsmedizin verbinden. Die Summe gehört damit zu den größten thematischen Forschungsinvestitionen eines einzelnen Bundeslandes.

Wer nicht eng mit dem Scienc4Life-Wettbewerb in Hessen verbunden ist, hat es womöglich nicht mitbekommen: dieser mit gut drei Jahrzehnten Laufzeit besonders traditionelle Businessplan-Wettbewerb wird überraschend nicht fortgeführt. Dafür hatte es im Frühsommer noch keinerlei Anzeichen gegeben. Eine fehlende Unterschrift des Hauptsponsors bedeutete jedoch das Ende.

Novartis zahlt potenziell 3,2 Mrd. US-Dollar für einen Zugang zu Alteogens Plattform für subkutane Arzneimittel. Dahinter steckt mehr als Patientenkomfort: Delivery-Technologien werden zu einem wichtigen Instrument für Lifecycle-Management und neue Wirkstoffklassen.

In Wien war man auch Mitte August alles andere als untätig. Dort haben die Organoid-Experten von Heartbeat.bio mit Hilfe von zwei anderen Unternehmen eine nächste Stufe in der Validierung ihrer Analyseplattform erreicht. Geholfen haben dabei Molecular Device und Axxam.

Der französisch-amerikanische KI-Spezialist Owkin lizenziert seinen „AI Scientist“ K Pro samt multimodaler Patientendaten an Boehringer Ingelheim. Die Vereinbarung zeigt, wie Pharmaunternehmen agentenbasierte KI zunehmend direkt in ihre Forschungsprozesse integrieren.