BioNTech verfehlt bei Kopf-Hals-Krebs den ersten primären Endpunkt in einer Phase II/III-Studie. Vor Kurzem meldeten dagegen Moderna und Merck positive Phase III-Daten beim Melanom. Der Gegensatz ist weniger eindeutig, als er zunächst scheint: Die Unternehmen testen unterschiedliche Impfstoffkonzepte – und behandeln Patienten in grundverschiedenen Krankheitsstadien. Bei mRNA-Krebsimpfstoffe gibt es also viele Wege, was den direkten Vergleich erschwert. Ein Versuch der Einordnung.

Das Hannoveraner Unternehmen erhält 12 Mio. Euro für seine Biomarkerplattform SeRAS. Die Technologie soll nicht nur pathologische Proteinaggregate nachweisen, sondern auch ihre molekularen Eigenschaften quantifizieren. Das könnte die Entwicklung von Medikamenten gegen Alzheimer, Parkinson und andere neurodegenerative Erkrankungen unterstützen.

Die Erhebung zum Pharmastandort Deutschland (PROUD-Update) von Fraunhofer Gesundheit und vfa zeigt ein widersprüchliches Bild: Während Grundlagenforschung und Patentanmeldungen Stärken des Standorts bleiben, verliert die klinische Entwicklung an Dynamik. Auch die Einschätzung der Standortattraktivität fällt erneut schlechter aus. Trotzdem verbessert sich Deutschland um eine Position im Länderranking bei klinischen Studien.

Deutsche Wirkstoffentwicklung, japanischer Erfolg, so könnte man die aktuelle Zulassungsmeldung der FDA überschreiben. Denn die japanische Asahi Kasei erhält die FDA-Zulassung für AiCuris-Wirkstoff Pritelivir. Das 780 Mio. Euro schwere Übernahmeinvestment zahlt sich damit wohl aus – während die deutsche Biotechmarke in der neuen Therapeutikastrategie des japanischen Konzerns aufgeht. Der Name wird damit bald Geschichte sein.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen ADC Therapeutics hat eine Finanzierungsvereinbarung über 86,6 Mio. US-Dollar (77,5 Mio. Euro) sowie Änderungen an Kredit- und Lizenzvereinbarungen abgeschlossen, die seine erwartete Liquiditätsreichweite bis ins Jahr 2029 verlängern.

Mit einem neuen Forschungs- und Gründerzentrum will Dortmund seine Position als Standort für Wirkstoffforschung weiter ausbauen. Anfang Oktober wurde auf dem Wissenschafts- und Technologiecampus das Zentrum für integrierte Wirkstoffforschung Dortmund (ZIW) eröffnet. Die 3.600 m² große Erweiterung des Biomedizin Zentrums Dortmund (BMZ) bringt Labor- und Büroflächen für Biotech- und Life-Science-Unternehmen und fügt sich in ein Ökosystem ein, das in Dortmund bereits deutlich weiter entwickelt ist, als es der Neubau allein vermuten lässt.

Bayer baut seine Pharmaaktivitäten in den USA weiter aus. Der Konzern will 2,2 Mrd. US-Dollar in einen neuen Produktionsstandort in New Albany, Ohio, investieren. Trotz der Milliarden, die der Leverkusener Konzern in den USA investiert, sieht man das globale Hauptquartier der Pharma-Division weiterhin Berlin.

355 Mio. US-Dollar upfront kann sich die Schweizer Firma Alentis Therapeutics (Basel) für den Claudin1-Antikörper Lixudebart durch eine Partnerschaft mit CSL sichern. Damit hat Alentis einen globalen Entwicklungspartner gefunden. Der australische Biopharmakonzern CSL stellt zudem bis zu weitere 1,2 Mrd. US-Dollar an kommerziellen Meilensteinen in Aussicht.

Novartis erwirbt von dem chinesischen Biotechunternehmen Abogen Biosciences die weltweiten Rechte an dem experimentellen mRNA-Wirkstoff ABO2203. Der Schweizer Pharmakonzern zahlt dafür 575 Mio. US-Dollar upfront. Einschließlich Entwicklungs-, Zulassungs- und kommerzieller Meilensteine sowie weiterer Programme aus Abogens RNA-Plattform kann das Abkommen einen Wert von bis zu 7,8 Mrd. US-Dollar erreichen. Hinzu kommen mögliche Lizenzgebühren. Novartis ist im laufenden Jahr wieder verstärkt auf Einkaufstour, verschiebt die Deals aber mehr in Richtung Plattformtechnologien – das gilt auch für die aktuelle Abogen-Vereinbarung, die mehr als nur ein Asset beinhaltet.

Das Bundesumweltministerium (BMUKN) und die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) legen erstmals gemeinsam eine SPRIND-Challenge auf. Gesucht werden Teams, die mit künstlicher Intelligenz und Mikroorganismen neue Wege für die Kreislaufwirtschaft erschließen. Bis 2029 stehen dafür 30 Mio. Euro bereit, pro ausgewähltem Team sind bis zu 4,3 Mio. Euro möglich.