Das aus der Forschung des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) hervorgegangene Onkologieunternehmen Veraxa Biotech hat den Zusammenschluss mit der SPAC-Gesellschaft Voyager Acquisition Corp. abgeschlossen und wird seit dem 11. Juni unter dem Kürzel VRXA an der Nasdaq gehandelt (ganz offiziell heute ab 15.30 Uhr Ortszeit). Für das Unternehmen mit Wurzeln im Raum Heidelberg markiert der Schritt den Übergang vom Forschungsunternehmen zum börsennotierten Biotech-Entwickler.
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Der Wirkstoff Survodutid von Zealand Pharma, dem dänischen Partner von Boehringer Ingelheim, kann mit der Reduzierung von Körpergewicht und Leberfett überzeugen. Fragezeichen bleiben bei den gastrointestinalen Nebenwirkungen, die fast ein Viertel der Teilnehmer der klinischen Studie zum frühzeitigen Abbruch der Einnahme bewegten. Die börsennotierte Zealand spürt den Knacks im Vertrauen deutlich in einem Kursrutsch um 25%. Ob Boehringer dennoch die Überzeugungsarbeit bei Zulassungsbehörden und später den verschreibenden Ärzten gelingt, ist damit noch nicht ausgemacht.
Die Biotech-Branche fordert erneut Reformen – doch die bekannten Baustellen bleiben. Mehr Wachstumskapital, bessere steuerliche Rahmenbedingungen, weniger regulatorische Hürden und schnellere politische Umsetzung: Auf dem Biotech-Finanz-Gipfel von BIO Deutschland in Berlin hat die Branche ihre Forderungen an die Bundesregierung erneuert. Neu sind diese allerdings nicht.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche baut sein Engagement im Bereich des gezielten Proteinabbaus (Degrader-Technologie) weiter aus. Für bis zu 2,3 Mrd. US-Dollar sichert sich das Unternehmen die Rechte an dem BTK-Degrader Bexobrutideg (NX-5948) von Nurix Therapeutics. Das Präparat soll zunächst bei B-Zell-Malignomen entwickelt werden, könnte perspektivisch aber auch bei Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen zum Einsatz kommen.
Das Schweizer Biotechnologieunternehmen ADC Therapeutics hat für sein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Zynlonta (Loncastuximab Tesirin) positive Ergebnisse aus der Phase III-Studie LOTIS-5 bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) vorgelegt. Der Vorteil ist jedoch relativ bescheiden, schwerwiegender werden mehrere Todesfälle im Studienarm im Vergleich zu Placebo bewertet, vor allem an der Börse.
Die Ankündigungen kommen nahezu zeitgleich und senden ein deutliches Signal an Politik und Branche: Sowohl der US-Pharmakonzern Eli Lilly als auch Boehringer Ingelheim stellen geplante Investitionen in Deutschland infrage und verweisen dabei auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.
Mit der heutigen Grundsteinlegung für die Riverside Labs Berlin-Mitte entsteht im Herzen des Health Innovation Quarter Berlin-Mitte ein neues, hochspezialisiertes Forschungs- und Produktionsgebäude für die Life-Science-Branche.
Viel los war im Wonnemonat Mai, doch nicht alles davon hinterließ eine gute Stimmung, wenn man nur einmal an die Standortschließungen von BioNTech denkt, die viel negativen Nachhall erzeugten. Doch die Übersicht liefert eine größere Bandbreite an Meldungen.
Neustart aus dem Bestand: Aus Molecular Health wird Lucera. Nach Jahren wechselvoller Unternehmensgeschichte lebt ein wesentlicher Teil der Heidelberger Molecular Health in neuer Form weiter. Ein Investorenkonsortium hat das Pharma-Technologiegeschäft des Unternehmens übernommen und unter dem Namen Lucera GmbH neu aufgestellt. Chef bleibt Dr. Friedrich von Bohlen, auch der Kopf hinter der Datenmaschine Dataome, Dr. Stefan Brock, bleibt als CTO an Bord.
ASCO 2026: Immatics präsentiert neue Daten zu PRAME-Programmen und erweitert den Blick über Anzu-cel hinaus, doch der Jubel des Publikums gehört einer vielversprechenden Pankreaskrebstherapie sowie den neueren Daten zur In-vivo-CAR-T von Eli Lilly und Kelonia.

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