Ein österreichisches Netzwerk will die Produktion von Gentherapien skalierbar machen. Denn die industrielle Herstellung von Zell- und Gentherapien gilt als einer der größten Engpässe der Branche, insbesondere AAV-basierte Gentherapien sind kostenintensiv. Nun will ein neues Netzwerk in Österreich genau hier ansetzen.

Neue Immuntherapie-Kombinationen gesucht: Boehringer setzt bei Lungenkrebs auf doppelte Angriffspunkte und eine Zusammenarbeit mit der Mainzer BioNTech. Beim besonders schwer behandelbaren kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) positioniert sich Boehringer Ingelheim im zunehmend kompetitiven Feld kombinierter Immuntherapien gemeinsam mit BioNTech. Zwei komplementäre Wirkmechanismen sollen erstmals gezielt zusammengeführt werden.

Die Universitätsklinik Leipzig gründet ein Zentrum für den Technologietransfer und die Beschleunigung der Translation, und man fragt sich unweigerlich: ist das eine Nachricht? Ist das nicht überfällig oder gar eine Selbstverständlichkeit? Offenbar nicht, denn gegründet wird das Zentrum, um den „Schulterschluss der Akteure vor Ort“ zu formalisieren.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche verstärkt sein Engagement in einer neuen Wirkstoffklasse und knüpft dabei an eine fast zehn Jahre alte Kooperation an. Gemeinsam mit der US-amerikanischen C4 Therapeutics arbeitet Roche künftig an sogenannten Degrader-Antikörper-Konjugaten (DACs) und zahlt dafür 20 Mio. US-Dollar upfront sowie potenziell mehr als 1 Mrd. US-Dollar an Meilensteinen.

Nach einem herausfordernden Jahr sendet Evotec wieder vorsichtig optimistische Signale. Der Hamburger Wirkstoffforscher hat 2025 bei einem leicht rückläufigen Umsatz von rund 788 Mio. Euro seine Profitabilität deutlich verbessert: Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 41 Mio. Euro und lag damit klar über dem Vorjahr.

Da halfen alle Beteuerungen und Wunschvorstellungen nicht, man wolle ein eigenständiges pharmazeutisches Unternehmen bleiben und die Pipeline kräftig voranbringen mit immer mehr Geld, das in den vergangenen Jahren in die Martinsrieder Tubulis geflossen ist. Die gut 500 Mio. US-Dollar an externem Kapital wollen dann eben auch mit einem schönen Multiple von diesen Investoren zurückverdient werden. And so the story goes, auch bei Tubulis ist nach Ostern die Zeit für den Exit gekommen: Gilead will sich die ADC-Kompetenz insgesamt bis zu 5 Mrd. US-Dollar kosten lassen.

Neue US-Zölle auf Medikamente erhöhen den Druck auf Europas Pharmakonzerne. Unternehmen wie Roche und Novartis reagierten mit milliardenschweren Investitionen in den USA. Der vfa fürchtet nun eine weitere Verlagerung von Produktion und Innovation und sieht Europa immer mehr ins Hintertreffen geraten, wenn nicht reagiert werde.

Das erste Quartal ist schon wieder durch, die Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsgeprüften hatten einen hoffentlich guten Austausch, es geht auch in der Biotech-Community um viele Zahlen, die Akquisitionen gehen auch zum Jahresbeginn munter weiter. Für manche Firma aber war es das auch mit der Biotech-Szene und man verschwindet in Richtung Cyberwelt. Seltsame Zeiten, die sich auch im Nachrichtenüberblick widerspiegeln.

Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.

Das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM hat den Verkauf seines Standorts in Braunschweig an die AveThera GmbH kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Damit übernimmt ein junges Unternehmen, das die GMP-Produktionskapazitäten für eigene Biosimilarprojekte oder Aufträge von Dritten nutzen will. Warum unter den angeblich zahlreichen Interessenten das „Greenhorn“ Avethera ausgewählt wurde, mag auch an Strippenzieher Andreas Herrmann liegen, der schon auf Island mit einem Biosimilar-Unternehmen von Null an erfolgreich war.