Der Anlauf zur Komplettsanierung der beiden Max-Planck-Institute im Süden Münchens war gewaltig: bereits 2018 hatten die Überlegungen zur Renovierung der in den 70er Jahren gebauten Institute begonnen, dann kam eine Pandemie dazwischen, manches Jahr ging dahin und nun also wurde der Sieger des Architektenwettbewerbes für die umfassende Neubauplanung und Modernisierung einiger Bestandsbauten bekannt gegeben. Geplant ist die Fertigstellung 2038, der Freistaat Bayern wird dafür 500 Mio. Euro bereitstellen. Über ein Jahrzehnt Forschung auf einer Großbaustelle wird bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen.
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Boehringer Ingelheim hat seinen Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 16,2% auf 15,8 Mrd. Euro gesteigert. Wachstumstreiber waren vor allem das Diabetes-, Herz- und Nierenmedikament JARDIANCE® sowie die Markteinführung neuer Präparate in den USA.
Statt eines langsamen Greifens der Restrukturierungsmaßnahmen und des Sparprogramms vermeldet die Hamburger Evotec einen deutlichen Rückgang des Umsatzes zum ersten Halbjahr und senkt die Jahresprognose. Der vorbörsliche Kurs rutscht kräftig nach unten. Die Fragezeichen um das Unternehmen werden damit wieder größer und die Erwartungshaltung ebenfalls, dass jetzt endlich ein Neustart gelingen möge. Ein Kommentar.
Der chinesische Life-Science-Dienstleister WuXi AppTec gehört zu den weltweit größten Anbietern von Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsdienstleistungen (CRDMO) für die Pharma- und Biotechnologiebranche. Das Unternehmen begleitet Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der frühen Wirkstoffforschung über präklinische und klinische Entwicklung bis hin zur kommerziellen Herstellung. Das stark wissenschaftlich geprägte Unternehmen hat in der Vergangenheit durch Zukäufe internationale Standorte aufgebaut. Aus dem Proteindesign-Zentrum in Gräfelfing bei München soll das gesamteuropäische Kompetenzzentrum für Drugdiscovery werden. Wir sprachen mit Steve Yang, PhD, Co-CEO von WuxiApptec.
Mit einer neuen Finanzspritze durch ein Joint-venture-artiges Spin-out mit dem Finanzinvestor Apollo verschafft sich der Leverkusener Konzern Bayer den Milliarden-Rückenwind, um mit größerem Schwung über die Startlinie zu springen, wenn die Akte Monsanto endlich ein finales Urteil erfährt. Der Kursverlauf des Jahres spiegelt die Erwartungshaltung wider, war es das dann schon oder geht da noch mehr?
Mit dem Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes hat sich die Bundesregierung stark an den Vorschlägen der eingesetzten Kommission orientiert. Das Gesetzgebungsverfahren wurde auch mit Billigung des Bundesverfassungsgerichts (das Einwänden nicht stattgegeben hatte) zügig zum Abschluss gebracht, um das Gesamtpaket nicht in weiteren Diskussionen zu Einzelpunkten zu sehr verwässern zu lassen. Im Wesentlichen soll die angespannte Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung kurzfristig entschärft werden. Der Blick auf die Auswirkungen auf Innovation und Investitionen sei hintangestellt worden, beklagen die Branchenverbände.
Der italienische Wirkstoffforschungsdienstleister Axxam und das Wiener Biotech-Unternehmen HeartBeat.bio haben eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung neuer präklinischer Modelle für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vereinbart.
Evonik baut seine Kapazitäten für die Auftragsproduktion pharmazeutischer Wirkstoffe (CDMO) in den USA aus. Der Spezialchemiekonzern investiert in den kommenden fünf Jahren 100 Mio. US-Dollar in die Modernisierung seines Standorts Tippecanoe im US-Bundesstaat Indiana. Das größere Bild lautet: die USA bauen sich ein unabhängiges Pharmauniversum auf ihrem Kontinent.
Boehringer Ingelheim erweitert sein Portfolio in der Krebsimmuntherapie um eine ungewöhnliche Impfstoffplattform. Der Pharmakonzern hat mit der Tübinger Prime Vector Technologies (PVT) eine exklusive Lizenzvereinbarung über deren Orfvirus-(ORFV)-Technologie geschlossen. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Generation von Krebsimpfstoffen, die sowohl als eigenständige Therapie als auch in Kombination mit weiteren onkologischen Wirkstoffen von Boehringer eingesetzt werden sollen. Finanzielle Details bleiben im Verborgenen.
Rund anderthalb Jahre nach seiner Seed-Finanzierung hat das im Wiener Vorort Klosterneuburg ansässige TechBio-Unternehmen Graph Therapeutics seine Finanzierung auf insgesamt mehr als 10 Mio. US-Dollar ausgebaut. Eine neue Runde über 5 Mio. US-Dollar soll den Übergang von der Technologieplattform zur eigenen Wirkstoffentwicklung beschleunigen.

Johannes Müller/MPG
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Prime Vector Technologies GmbH (*)
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