Das Fraunhofer-Spin-off PerioTrap hat 2,9 Mio. Euro in einer Pre-Series-A eingesammelt. Nach starkem Medienecho – eine Mikrobiom-Zahnpasta war binnen zwölf Stunden ausverkauft – rückt nun die Weiterentwicklung des Parodontitis-Ansatzes in den Fokus.

VALANX Biotech hat in einer Serie A-Finanzierungsrunde 3 Mio. Euro erhalten, um ein ADC gegen das Zielmolekül LIV-1 bei dreifachnegativem Brustkrebs voranzubringen. Noch befinden sich die Entwicklungen im präklinischen Stadium. CEO Michael Lukesch hat mit |transkript über den bisherigen Weg gesprochen.

Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech SE steht vor einem historischen Führungswechsel – die Köpfe hinter dem Corona-Impfstoff wagen einen Neustart. Ugur Sahin und Özlem Türeci wollen sich ganz auf die mRNA-Plattformtechnologie konzentrieren und starten zum Jahresende in einem eigenen neuen Unternehmen, an dem sich BioNTech beteiligen will, das aber mit einer eigenen Prioritätenliste unterwegs sein soll.

Der Rotstift kommt manchmal mit einer wohlklingenden Umschreibung daher. „Horizon“ nennt die Hamburger Evotec SE die nächste Stufe der Restrukturierung und der Sparmaßnahmen, die einige weitere Standorte und deren Belegschaften betreffen sollen. Bis zu 800 Beschäftigte dürften sich von schönen Worten nicht allzu stark blenden lassen.

Heidelberg Pharma verkauft weitere Anteile an künftigen Lizenzgebühren aus der Telix-Krebsdiagnostik, die ursprünglich von der Münchner Wilex AG stammt. Damit erhält das Unternehmen, das selbst mit dem Schwerpunkt Antikörper-Wirkstoff-Konjugate in der klinischen Entwicklung steht, eine Vorabzahlung von 20 Mio. US-Dollar, sichert die eigene Finanzierung bis 2027, und wird bei einer möglichen Zulassung nochmals einige Millionen erhalten. Nur in der langfristigen möglichen Teilhabe an Umsatzerlösen verzichtet Heidelberg Pharma auf einige Anteile.

Rückschlag nach Hoffnungsschimmer: Roche-Wirkstoff Giredestrant liefert gemischte Studiendaten. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hatte mit seinem experimentellen Brustkrebsmedikament Giredestrant – ein oral einzunehmener Degrader-Wirkstoff – zuletzt große Hoffnungen geweckt. Mehrere klinische Studien hatten darauf hingedeutet, dass der Wirkstoff eine wichtige Rolle in der Behandlung hormonabhängiger Brusttumoren spielen und er sich für das Unternehmen zum Blockbuster entwickeln könnte. Nun hat, während die Zulassungsanträge bereits eingereicht wurden, eine wichtige Phase III-Studie ihr primäres Ziel verfehlt.

Beim oberbayerischen Implantat-Spezialisten AMW GmbH kommt es zum Investorenwechsel: Mehrere Altgesellschafter, darunter Bayern Kapital, steigen aus. Der Healthcare-Investor SHS Capital dagegen reinvestiert – ein seltenes Signal für anhaltendes Vertrauen in die nächste Wachstumsphase.

Frühe Daten aus der klinischen Entwicklung der DARPin-Moleküle von Molecular Partners in Kombination mit Radioisotopen zeigen eine zielgenaue Verteilung am Tumor. Mit dem Einschwenken auf die Radioliganden-Bewegung haben sich die Schweizer zwar in einen bereits fahrenden Zug gesetzt, geben der eigenen Technologieplattform damit aber einen frischen Impuls. Der Wirksamkeitsnachweis steht jedoch noch aus.

Roche wächst gegen den Trend und sieht sich mit 700 Mio. Euro Investitionen in Deutschland als einen Stabilitätsanker für die deutsche Wirtschaft. Der Gesamtumsatz stieg um 4,7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Einen Fokus legt Roche neben vielen Wirkstoffen in der Onkologie auf Alzheimer, zuerst in der Diagnostik, aber auch in der Therapie mit einem neuen Antikörper – in Penzberg erfunden – der besser ins Gehirn gelangt und dort einen viel größeren Wirkungsgrad erreichen kann als andere derzeitige Wirkstoffe.

Was war los in der Biotechnologie- und Pharmawelt im Karnevalsmonat Februar? Die Zusammenstellung der Kurzmeldungen verschafft einen schnellen Überblick.