
Nächste Finanzierungsrunde für Flinn.ai
Der Software-Entwickler Flinn.ai erhält von seinen Investoren weitere Finanzmittel, diesmal sind es 20 Mio. US-Dollar. Das Geld fließt in die Weiterentwicklung der KI-gestützten Automatisierungslösungen für Medizintechnik- und Pharmaunternehmen.
Mit ihren KI-gestützten Lösungen will die Flinn.ai zu einer vollständigen Digitalisierung von Arbeitsabläufen in der Medizintechnik- und Pharma-Branche beitragen. Diesem Ziel sind die Wiener im Februar wieder ein Stück nähergekommen. In einer von HV Capital angeführten Finanzierungsrunde erhielt der Software-Entwickler 20 Mio.US-Dollar. Zu den Investoren gehören die US-amerikanische BHI-Bertelsmann Healthcare Investments sowie die Alt-Investoren Cherry Ventures, Speedinvest und SquareOne.
Tim Schneider, Partner bei BHI, kommentierte das Investment: „Bei Flinn kamen mehrere Faktoren zusammen, die uns bei BHI besonders begeistert haben. Bastian bringt praktische Erfahrung im Bereich Medizintechnik mit, während Markus und Hasib ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt haben, regulierte Produkte mit beeindruckender Geschwindigkeit zu entwickeln. Wir haben in Flinn investiert, weil wir überzeugt sind, dass MedTech-Teams ein echtes, nutzerorientiertes Handlungssystem verdienen, und Flinn ist einzigartig positioniert, um dieses aufzubauen. Es gibt eine klare Marktlücke in den USA, und wir sind gespannt darauf, eng mit dem Team zusammenzuarbeiten, um ihm zu helfen, in den USA Fuß zu fassen und zu wachsen.“
Mit den zusätzlichen Finanzmitteln wird Flinn neue Produkte entwickeln, die über die bestehenden regulatorischen und Post-Market-Lösungen hinausgehen. Das Unternehmen will frühere Entwicklungsphasen und kommerzielle Prozesse automatisieren und so eine einheitliche Compliance- und Qualitätsinfrastruktur für den gesamten Lebenszyklus eines Medizinprodukts schaffen. Das ermöglicht den Herstellern, effizienter zu arbeiten, Entwicklungszyklen zu verkürzen und konform zu bleiben, ohne die Patientensicherheit zu beeinträchtigen. Außerdem plant Flinn, seine Präsenz in Europa auszubauen und in den US-Markt einzutreten.
Flinn.ai entwickelt KI-gestützte Automatisierungslösungen für regulatorische Arbeitsabläufe, die Datenauswertung und Berichterstattung. Bastian Krapinger-Rüther, Mitgründer und Co-CEO von Flinn erläuterte: „Regulierungs- und Qualitätsprozesse sind zu einem der wichtigsten Kostentreiber im gesamten Lebenszyklus von Medizinprodukten geworden. Unsere Software wurde entwickelt, um manuelle, dokumentenintensive Workflows durch automatisierte Systeme zu ersetzen, die sich über Produkte, Märkte und regulatorische Rahmenbedingungen hinweg skalieren lassen. Durch die Nutzung dieser zusätzlichen Produktinvestition können wir diese Infrastruktur auf weitere Lebenszyklusphasen ausweiten und Hersteller unterstützen, die global tätig sind.“

Tourismus Salzburg, Foto: Breitegger Günter
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