Die Zürcher Onkologie-Firma Araris Biotech AG hat eine Forschungskooperation mit Optionsvereinbarung zur Lizenzierung mit der japanischen Chugai Pharmaceutical geschlossen, einer Roche-Tochter. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) der nächsten Generation auf Basis der firmeneigenen AraLinQ™-Linker- und Konjugationstechnologie. Doch Araris ist selbst mittlerweile japanisch und eine 100%ige Tochter von Taiho Pharma, die zur Otsuka-Gruppe gehört. Geforscht wird weiterhin in Zürich – so sichtbar, dass die Gebrüder Strüngmann im vergangenen Jahr einen Preis an die Firmengründer verliehen.
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Hoffnung für Schlaganfallpatienten: Im Rahmen der von der FDA genehmigten Studie mit Schlaganfallpatienten wurde am Haborview Medical Center in Seattle zum zweiten Mal ein Brain-Computer-Interface-(BCI)-System beim Menschen implantiert. Er soll dem Gehirn helfen, motorische Funktionen wiederzuerlernen. Entwickelt und hergestellt wird das BCI-System von der CorTec GmbH in Freiburg.
Der australisch-schweizerische Plasmaspezialist CSL setzt bei rekombinanten polyklonalen Immunglobulinen (IgG) auf Technologie aus der Schweiz. Mit Memo Therapeutics hat das Unternehmen eine Kooperations- und Optionsvereinbarung über ein Gesamtvolumen von bis zu 265 Mio. CHF geschlossen. Für Memo sind das gute Nachrichten, doch auch CSL kann nach heftigem Stellenabbau etwa in Marburg auch einmal andere Schlagzeilen gut gebrauchen.
Die Chemspec Europe 2026 bringt Hersteller, Einkäufer und Fachexperten aus der gesamten Fein- und Spezialchemie zusammen. Branchen wie Pharma, Agrochemie, Spezialmaterialien, Beschichtungen, Körperpflege, Elektronik und Energie sind vertreten. Die Veranstaltung bietet einen fokussierten Überblick, wie die Branche auf regulatorischen Druck, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und anhaltende Herausforderungen in den Lieferketten reagiert.
Auf der Ausstellungsfläche präsentieren sich mehr als 400 internationale Anbieter aus Bereichen wie Custom Synthesis, Auftragsfertigung, Formulierung, Scale-up und spezialisierte Dienstleistungen. Besucher erhalten direkte Einblicke in aktuelle Ansätze und Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette – darunter von Albemarle, Brenntag, CABB Group, Johnson Matthey, Saltigo, Sinopec und Yashashvi Rasayan.
Ergänzend zu den Messeständen bietet die Chemspec Europe 2026 zwei aufeinander abgestimmte Konferenzformate, die sowohl technische als auch strategische Themen des heutigen Marktes aufgreifen.
Der Moleküle Hub richtet den Fokus darauf, wie Chemie entwickelt, hergestellt und skaliert wird. In den Sessions geht es um die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz in Forschung und Produktion sowie um Fortschritte in der kontinuierlichen Verarbeitung und der modularen Fertigung. Praxisnahe Fallstudien zeigen, wie Unternehmen Innovationen effizienter, sicherer und nachhaltiger vom Labor in die kommerzielle Produktion überführen.
Die Strategy Stage nimmt parallel dazu die großen Treiber der Fein- und Spezialchemie in den Blick. Die Diskussionen befassen sich mit Marktresilienz, Zusammenarbeit, Talententwicklung und Wachstumsstrategien und zeigen auf, wie sich Unternehmen in einem komplexen globalen Umfeld anpassen und neue Chancen erschließen können.
Gemeinsam vermitteln Messe und Konferenzprogramm ein klares Bild davon, wo sich die Fein- und Spezialchemie am schnellsten verändert und wie die Branche darauf reagiert. Die Chemspec Europe 2026 schafft Raum für fundierten Austausch, praxisnahe Einblicke und nachhaltige Vernetzung innerhalb der Community.
Die Hamburger Eppendorf Gruppe kooperiert mit der Dubai Police bei der Verbrecherjagd. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden automatisierte Liquid-Handling-Plattformen in die Arbeitsabläufe der forensischen Untersuchungen integriert. Ziel sind schnellere Analysen, höhere Präzision und effizientere kriminaltechnische Auswertungen zur Unterstützung der Justiz.
Bayer kann einen Erfolg in der Schlaganfallbehandlung vermelden, obwohl eine frühere Studie mit dem gleichen Wirkstoff wegen geringen Nutzens beendet worden war. Der Ansatz zur Hemmung des Faktor XIa ist dabei ein „First-in-class“-Beispiel aus Leverkusen. Ob die Daten für die Zulassung ausreichen, bleibt abzuwarten.
Ethris und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) starten eine strategische Kooperation zur Entwicklung mRNA-basierter Impfstoffe gegen ein breites Spektrum von Krankheitserregern. Ethris steht mit der stabilisierten mRNA- und LNP-Plattforme selbst in der Phase 2a, DZIF bringt Infektionsexpertise ein. Die Impfstoffproduktion erfolgt zusammen mit Evonik.

Athos Holding
CorTec
Memo Therapeutics AG

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